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Highlights

  • Bamberger Reiter
  • Kaisergrab von Tilman Riemenschneider
  • Papstgrab Clemens II.
  • Marienaltar von Veit Stoß
  • Domschatz im Diözesanmuseum

Audioguide

Station 9 von 13 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs

Bamberg: Bischöfe, Bürger und Rauchbier

„Das Jüngste Gericht in Stein – mit Erlösten, die lachen.”

13 Stationen 90 Min. 3,7 km

Über diesen Ort

Der Bamberger Dom ist das Wahrzeichen des UNESCO-Welterbes Bamberger Altstadt und einer der großen Kaiserdome Deutschlands. Mit seinen vier Türmen thront er auf dem Domberg über den Dächern der fränkischen Bischofsstadt. Im Inneren warten Meisterwerke, die du aus jedem Kunstgeschichtsbuch kennst: der rätselhafte Bamberger Reiter, das Grab des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaares und das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. Der Eintritt ist frei – ein Besuch gehört zu jeder Bamberg-Reise.

Geschichte: tausend Jahre Kaiserdom

Den Grundstein legte König Heinrich II. im Jahr 1004, drei Jahre später gründete er das Bistum Bamberg. 1012 wurde der erste Dom geweiht. Heinrich, später Kaiser, und seine Frau Kunigunde machten Bamberg zu einem Zentrum ihres Reiches – beide wurden heiliggesprochen und liegen hier begraben.

Der erste Bau brannte 1081 und erneut 1185 ab. Der heutige Dom wurde am 6. Mai 1237 geweiht, dem Geburtstag Heinrichs II. Seine Architektur zeigt den Übergang von der Romanik zur Gotik: Die Osttürme wirken noch schwer und romanisch, die Westseite schon leichter. Ab 1611 erhielt der Dom eine barocke Ausstattung. Ab 1829 ließ König Ludwig I. von Bayern sie im Sinne einer „Purifizierung“ weitgehend entfernen, um den mittelalterlichen Charakter zurückzugewinnen. Deshalb wirkt der Innenraum heute so klar und streng.

Der zweite Bamberger Bischof, Suidger, wurde 1046 als Clemens II. Papst. Sein Grab im Westchor ist das einzige erhaltene Papstgrab in Deutschland und nördlich der Alpen.

Was du sehen solltest

  • Bamberger Reiter: Die lebensgroße Steinfigur eines jungen Königs zu Pferd entstand im 13. Jahrhundert. Wen sie darstellt, ist bis heute ungeklärt – genau das macht ihren Reiz aus.
  • Kaisergrab: Das Hochgrab für Heinrich II. und Kunigunde schuf Tilman Riemenschneider. Die Reliefs erzählen Legenden aus dem Leben des Kaiserpaares.
  • Papstgrab Clemens II.: Im Westchor, meist nur bei Führungen aus der Nähe zu sehen.
  • Marienaltar von Veit Stoß: Ein spätgotisches Schnitzwerk des Nürnberger Meisters.
  • Chorschranken und Portale: Die Apostel- und Prophetenreliefs am Georgenchor sowie das Fürstenportal mit dem Jüngsten Gericht gehören zu den Höhepunkten der Bildhauerkunst des 13. Jahrhunderts.
  • Krypta und Kreuzgang: Bei Führungen steigst du in die Krypta hinab und gehst durch den mittelalterlichen Kreuzgang.

Diözesanmuseum und Führungen

Gleich neben dem Dom liegt das Diözesanmuseum (Domplatz 5) mit dem Domschatz und den berühmten Kaisergewändern, kostbaren Textilien aus der Zeit Heinrichs II. Der Eintritt kostet 7 €, ermäßigt 5 €, Kinder und Jugendliche unter 18 sind frei. Mit dem Domberg-Ticket für 12 € besuchst du zusätzlich das Historische Museum und die Neue Residenz. Das Museum ist montags, dienstags und donnerstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags von 13 bis 17 Uhr; mittwochs ist Ruhetag.

Besonders lohnend ist die öffentliche Führung „Dom.Schatz.Kreuzgang“: täglich um 14 Uhr, 90 Minuten, inklusive Museumseintritt 12 € (ermäßigt 9 €, Kinder bis 18 frei). Maximal 20 Personen nehmen teil, buche deshalb vorab online.

Öffnungszeiten (Stand: Oktober 2026)

Für Besichtigungen ist der Dom so geöffnet:

  • Mai bis Oktober: Montag bis Mittwoch 9–18 Uhr, Donnerstag und Freitag 9:30–18 Uhr, Samstag 9–11:15 und 13–16:15 Uhr, Sonntag 13–18 Uhr
  • November bis März: Montag bis Mittwoch 9–17 Uhr, Donnerstag und Freitag 9:30–17 Uhr, Samstag 9–16:15 Uhr, Sonntag 13–17 Uhr

Von Mai bis Oktober gibt es samstags um 12 Uhr ein öffentliches Orgelkonzert, vorher ist ab 11:15 Uhr „Stille“ – Besichtigungen sind dann nicht möglich. Während Gottesdiensten ist der Dom für Besucher geschlossen. An Feiertagen wie Allerheiligen, Allerseelen, Weihnachten und in der Karwoche wird im Dom um Stille gebeten; Führungen finden dann nicht statt.

Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit

Bamberg liegt an der ICE-Strecke München–Berlin; aus Nürnberg bist du mit dem Regionalzug schnell da. Vom Bahnhof gehst du etwa eine halbe Stunde durch die Altstadt hinauf zum Domberg oder nimmst den Stadtbus 910 bis zur Haltestelle Domplatz. Am Dom gibt es keine Parkplätze – nutze die Parkhäuser am Rand der Altstadt und geh die letzten Meter zu Fuß. Der Weg auf den Domberg ist steil und teils mit Kopfsteinpflaster belegt.

Ein ebenerdiger Zugang führt über die Domstraße und den Mesnerhof in den Dom. Nach Angaben des Doms wird dieser Bereich derzeit umgebaut, informiere dich daher vorab über den aktuellen Stand. Plane für den Dom selbst etwa eine Stunde ein, mit Museum oder Führung zwei bis drei Stunden. Am ruhigsten ist es unter der Woche am Vormittag. Bitte denk daran, dass der Dom ein lebendiges Gotteshaus ist: Gespräche leise halten und während der Messe nicht herumgehen.

In der Nähe

  • Neue Residenz mit Rosengarten: Barocke Fürstbischofsresidenz direkt gegenüber, mit Blick über die Stadt.
  • Alte Hofhaltung: Der Renaissance-Innenhof neben dem Dom beherbergt das Historische Museum.
  • Kloster Michaelsberg: Das ehemalige Benediktinerkloster auf dem Nachbarhügel bietet einen schönen Ausblick.
  • Altes Rathaus und Klein-Venedig: Das Rathaus mitten in der Regnitz und die Fischerhäuser am Fluss sind nur wenige Gehminuten entfernt.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
9:00–18:00
Dienstag
9:00–18:00
Mittwoch
9:00–18:00
Donnerstag
9:30–18:00
Freitag
9:30–18:00
Samstag
9:00–11:15, 13:00–16:15
Sonntag
13:00–18:00

Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026

Mai bis Oktober Mo–Mi 9–18 Uhr, Do und Fr 9:30–18 Uhr, Sa 9–11:15 und 13–16:15 Uhr, So 13–18 Uhr; November bis März Mo–Mi 9–17 Uhr, Do und Fr 9:30–17 Uhr, Sa 9–16:15 Uhr, So 13–17 Uhr; während Gottesdiensten keine Besichtigung.

Tickets

Eintritt in den Dom frei; Diözesanmuseum 7 € (ermäßigt 5 €, unter 18 frei), Domberg-Ticket 12 €; öffentliche Führung „Dom.Schatz.Kreuzgang“ täglich 14 Uhr, 12 € inkl. Museum (ermäßigt 9 €).

Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert10. Oktober 2026

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