Altstädte & Plätze
Altstadt von Bamberg
Bamberg, Bayern
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 3–8 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
- Mit Hund
Altstädte & Plätze
Bamberg, Bayern

Audioguide
Station 2 von 13 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Ein Meeresgott mitten in Franken – und Geld, geschmuggelt in einer Salzscheibe.”
13 Stationen 90 Min. 3,7 km
Die Altstadt von Bamberg ist eines der am besten erhaltenen historischen Stadtzentren Deutschlands und seit 1993 UNESCO-Welterbe. Auf engem Raum findest du hier mittelalterliche Kirchen, barocke Paläste, Fachwerkgassen am Fluss und eine Bierkultur, die ihresgleichen sucht. Bamberg liegt in Oberfranken zwischen Nürnberg und Coburg, ist bequem mit dem ICE erreichbar und lässt sich fast komplett zu Fuß erkunden – ideal für einen Tagesausflug oder ein langes Wochenende.
Die Geschichte der Stadt ist eng mit Kaiser Heinrich II. verbunden. Im Jahr 1007 gründete er das Bistum Bamberg und ließ einen ersten Dom errichten. Dieser Bau brannte zweimal ab; der heutige Dom mit seinen vier Türmen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Weil sich die Stadt über sieben Hügel verteilt, auf denen jeweils eine Kirche thront, nennt man Bamberg gern das „fränkische Rom“.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Bamberg zwar mehrfach bombardiert, aber deutlich weniger zerstört als etwa Nürnberg. Deshalb blieb das gewachsene Stadtbild weitgehend erhalten. Die UNESCO würdigt besonders, wie sich hier mittelalterliche Grundstruktur und barocke Architektur zu einem einzigartigen Ensemble verbinden.
Das Welterbe gliedert sich in drei historische Bereiche:
Altes Rathaus: Das Wahrzeichen steht mitten in der Regnitz und ist über zwei Brücken erreichbar. Erstmals erwähnt wurde es 1387, seine heutige Gestalt geht auf einen Umbau von 1461 bis 1467 und eine Barock-Rokoko-Umgestaltung ab 1744 zurück. Die Fresken an der Fassade wirken durch Scheinarchitektur dreidimensional – achte auf das Bein einer Putte, das als echte Skulptur aus der Wand ragt. Das kleine Fachwerkhaus an der Brücke, das Rottmeisterhäuschen, stammt von 1668. Der Legende nach verweigerte der Bischof den Bürgern einen Bauplatz, also rammten sie Pfähle in den Fluss und schufen sich eine eigene Insel. Hinweis: Laut Bamberg Tourismus sind die Innenräume mit der Porzellansammlung Ludwig derzeit nicht zugänglich.
Klein Venedig: Die Reihe ehemaliger Fischerhäuser am Ufer der Regnitz gehört zu den schönsten Fotomotiven der Stadt. Den besten Blick hast du vom gegenüberliegenden Ufer am Leinritt oder bei einer Bootsfahrt.
Domberg: Der Kaiserdom mit dem berühmten Bamberger Reiter bildet zusammen mit der Alten Hofhaltung und der Neuen Residenz einen eindrucksvollen Platz. Hinter der Residenz liegt der Rosengarten mit über 4.500 Rosen und einem weiten Blick über die Dächer der Stadt.
Michelsberg: Das ehemalige Benediktinerkloster St. Michael geht ebenfalls auf Heinrich II. zurück. Von seiner Terrasse überblickst du die Altstadt bis zum Dom, im Kloster ist das Fränkische Brauereimuseum untergebracht.
Schloss Geyerswörth: Über 132 Stufen steigst du auf den Schlossturm und wirst mit einem Rundblick belohnt.
Bier und Kulinarik: Bamberg gilt als Bierstadt schlechthin. Allein im Stadtgebiet brauen rund elf Brauereien, im Umland sind es noch viel mehr. Unbedingt probieren solltest du das Rauchbier, dessen Malz über Buchenholz geräuchert wird. Die bekannteste Adresse ist das traditionsreiche Wirtshaus Schlenkerla mitten in der Altstadt, wo das Bier aus Holzfässern gezapft wird. Dazu passen fränkische Klassiker wie Schäufele oder Bamberger Zwiebel.
Für einen ersten Eindruck reichen drei bis vier Stunden: Altes Rathaus, Klein Venedig, Domplatz und Rosengarten. Wer Museen, den Michelsberg und einen Brauereibesuch einplant, sollte einen ganzen Tag oder eine Übernachtung einrechnen. Die Wege sind kurz, aber zur Bergstadt geht es teils steil bergauf, und viele Gassen sind mit Kopfsteinpflaster belegt – bequeme Schuhe sind Pflicht.
Einen guten Einstieg bietet das Welterbe-Besuchszentrum an der Unteren Mühlbrücke 5. Auf rund 220 Quadratmetern erklären Modelle, Filme und Audiostationen die drei Stadtteile. Der Eintritt ist frei. Stadtführungen, Rundfahrten und kulinarische Touren buchst du über Bamberg Tourismus, auch online.
Die schönste Reisezeit ist von Frühling bis Herbst. Im Sommer lockt die Sandkerwa, im Advent der Weihnachtsmarkt. Wenn du Ruhe suchst, komm früh am Morgen oder unter der Woche – an Wochenenden und bei Flusskreuzfahrt-Stopps kann es in der Inselstadt voll werden.
Die Altstadt selbst ist rund um die Uhr frei zugänglich. Die Tourist-Information in der Geyerswörthstraße 5 hat von März bis Oktober Montag bis Freitag von 9:30 bis 18 Uhr geöffnet, von November bis Februar bis 17 Uhr; samstags von 9:30 bis 15 Uhr, an Feiertagen von 9:30 bis 14 Uhr. Sonntags ist sie geschlossen. Eintrittspreise für Dom, Museen und Führungen erfragst du am besten dort. Stand: Oktober 2026.
Mit der Bahn: Bamberg liegt an der ICE-Strecke München–Nürnberg–Berlin. Von München bist du in weniger als zwei Stunden da, von Berlin in rund zweieinhalb Stunden. Aus Nürnberg fahren Regionalzüge und S-Bahnen im VGN-Verbund. Vom Bahnhof läufst du etwa 20 Minuten in die Inselstadt oder nimmst einen Stadtbus.
Mit dem Auto: Die Autobahnen A 73 (Nürnberg–Coburg) und A 70 (Schweinfurt–Bayreuth) kreuzen sich bei Bamberg. Ein Parkleitsystem führt zu den Parkhäusern in der Innenstadt. Montags bis samstags empfiehlt die Stadt die Park-&-Ride-Plätze der Stadtwerke, denn die Altstadtgassen sind eng und Parkplätze knapp.
Kinder haben Spaß an einer Bootsfahrt auf der Regnitz, an den Modellen im Besuchszentrum und am Turmaufstieg in Geyerswörth. Die Inselstadt ist weitgehend flach und mit Kinderwagen oder Rollstuhl gut machbar. Domberg und Michelsberg erreichst du dagegen nur über Steigungen und Kopfsteinpflaster. Hunde sind in den Gassen und Parks kein Problem.
Der Bamberger Weihnachtsmarkt auf dem Maximiliansplatz läuft vom 24. November bis 23. Dezember 2026. Geöffnet ist montags bis donnerstags von 9:30 bis 20 Uhr, freitags und samstags von 9:30 bis 21 Uhr, sonntags von 11 bis 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Am Ende der Budengassen steht die große Krippe in einem fränkischen Fachwerkhaus, deren Szenen von Woche zu Woche wechseln. Mehr dazu in unserem Guide Weihnachtsmarkt Bamberg 2026.
Altstadt jederzeit frei zugänglich; Tourist-Information März bis Oktober Mo–Fr 9:30–18 Uhr, November bis Februar Mo–Fr 9:30–17 Uhr, Sa 9:30–15 Uhr, an Feiertagen 9:30–14 Uhr, sonntags sowie am 24.–26.12., 1.1. und Karfreitag geschlossen.
Eintritt frei; Stadtführungen und einzelne Museen kostenpflichtig, Buchung über die Tourist-Information.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026