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Highlights

  • Käflingsbergturm
  • Serrahner Buchenwald
  • Seeadler und Fischadler
  • Kranichrast im Herbst
  • Nationalpark-Information Federow

Über diesen Ort

Der Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern ist der größte Landnationalpark Deutschlands und ein Paradies für alle, die Wald, Wasser und wilde Tiere lieben. Zwischen Waren (Müritz) und Neustrelitz erwarten dich mehr als hundert Seen, stille Moore, ausgedehnte Kiefern- und Buchenwälder sowie See- und Fischadler. Ein Teil der alten Buchenwälder gehört sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe. Ob mit dem Rad, im Kanu oder zu Fuß: Ein Ausflug in diese Wildnis lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Ein Nationalpark aus Wald, Seen und Mooren

Gegründet wurde der Nationalpark am 12. September 1990, also noch kurz vor der Wiedervereinigung im Rahmen des DDR-Nationalparkprogramms. Er umfasst 322 Quadratkilometer, etwa so viel wie die Fläche Münchens, und besteht aus zwei getrennten Teilgebieten: dem großen Teilgebiet Müritz östlich des gleichnamigen Sees und dem kleineren Teilgebiet Serrahn östlich von Neustrelitz.

Die Zahlen sind beeindruckend: 107 Seen mit mehr als einem Hektar Fläche, über 400 Moore und ein zehn Kilometer langer Uferstreifen der Müritz, des größten Sees Norddeutschlands. Rund drei Viertel der Wälder sind Kiefernwälder. Besonders wertvoll sind die alten Buchenwälder bei Serrahn, die seit 2011 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ sind. 2026 feiert der Park 15 Jahre Welterbe.

Das Leitmotiv lautet „Natur Natur sein lassen“: Seit dem Ende einer Übergangsphase 2018 greift der Mensch in den meisten Bereichen nicht mehr ein, umgestürzte Bäume bleiben liegen und bieten Lebensraum für Pilze, Käfer und Spechte.

Was du erleben kannst

  • Seeadler und Fischadler: Der Park ist bekannt für seine Großvögel. Ranger zeigen dir bei Führungen, wo du sie mit etwas Glück beobachten kannst.
  • Kraniche: Im Frühjahr und vor allem im Herbst rasten zahlreiche Kraniche auf den Wiesen und Flachwasserzonen der Region. Wer im Oktober kommt, hört ihre trompetenden Rufe schon von Weitem.
  • Käflingsbergturm: Der 55 Meter hohe Aussichts- und Feuerwachturm bei Speck steht auf der höchsten Erhebung weit und breit und bietet einen weiten Blick über Wälder und Seen bis zur Müritz.
  • Serrahner Buchenwald: Auf dem Wald-Erlebnis-Pfad ab Zinow wanderst du zu den Welterbe-Buchen und zur Ausstellung „Im Reich der Buchen“.
  • Moorstege und Beobachtungsplattformen: Etwa an den Wienpietschseen oder am Warnker See kommst du trockenen Fußes an Moore und Vogelrastplätze heran.
  • Wasserwandern: Auf der Oberen Havel und den kleinen Seen ist der Park ein Klassiker für Kanutouren.

Besichtigung und Zeitplanung

Der Nationalpark ist jederzeit frei zugänglich, Eintritt zahlst du nicht. Für einen ersten Eindruck reicht ein halber Tag, etwa eine Radtour von Waren nach Federow und weiter zum Käflingsberg. Wer mehrere Ecken sehen möchte, plant zwei bis drei Tage ein.

Die wichtigste Anlaufstelle ist die Nationalpark-Information Federow, sieben Kilometer südöstlich von Waren. Sie ist laut Nationalparkamt April bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet und barrierefrei zugänglich (Stand: Oktober 2026). Weitere Informationspunkte gibt es unter anderem in Schwarzenhof, Kratzeburg, Boek und Blankenförde, die meist von Mai bis Oktober öffnen. Ab dem 1. Mai startet jeweils das Führungsprogramm der Ranger.

Bitte beachte die Regeln: In den Kernzonen darfst du die Wege nicht verlassen, und Hunde müssen im ganzen Park ganzjährig an die Leine. In der Pilzsaison gelten eigene Sammelregeln, über die das Nationalparkamt informiert. Im Sommer 2026 hat ein Waldbrand im munitionsbelasteten Gelände gewütet; inzwischen sind alle Wege und Straßen wieder frei, das Brandgebiet selbst bleibt aber gesperrt.

Anfahrt und unterwegs im Park

Die Tore zum Nationalpark sind Waren (Müritz) und Neustrelitz, beide mit Regional- und Fernverkehrsanschluss. Kratzeburg mitten im Park erreichst du mit der Regionalbahn auf der Strecke Rostock–Berlin. Mit dem Deutschlandticket fährst du in den Regionalzügen ohne Aufpreis.

Im Park selbst gibt es nur wenige, oft schmale Straßen, manche sind nur für Anwohner frei. Ausgeschilderte Parkplätze dienen als Ausgangspunkte. Bequemer ist das Mobilitätsangebot „Müritz rundum“: Von April bis Oktober fahren Nationalparkbusse im Stundentakt von Waren über Federow und Schwarzenhof bis zum Bolter Kanal, Fahrräder kannst du mitnehmen. Den Serrahner Teil erreichst du mit der Buslinie 619 von Neustrelitz Richtung Feldberg bis Zinow. Aktuelle Fahrpläne und Preise findest du bei der MVVG.

Mit Kindern und barrierefrei

Familien finden in den Nationalpark-Informationen kleine Ausstellungen, und die Ranger bieten spezielle Touren für Kinder an. Der Weg von Waren nach Federow ist kurz und recht flach, ideal für eine Familienradtour. Die Infostelle Federow ist barrierefrei; in Kratzeburg gibt es für Menschen mit Sehbehinderung ein Brailleheft zum Erlebnispfad, in Serrahn Audioguides nach Anmeldung.

In der Nähe

  • Müritzeum in Waren: Deutschlands größte Aquarienlandschaft für heimische Süßwasserfische.
  • Neustrelitz: Die frühere Residenzstadt mit Schlossgarten liegt zwischen den beiden Teilgebieten.
  • Müritz: Der größte See Norddeutschlands lädt zum Baden, Segeln und zu Schiffstouren ein.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
0:00–24:00
Dienstag
0:00–24:00
Mittwoch
0:00–24:00
Donnerstag
0:00–24:00
Freitag
0:00–24:00
Samstag
0:00–24:00
Sonntag
0:00–24:00

Nationalpark ganzjährig frei zugänglich; Nationalpark-Information Federow April bis Oktober täglich 10–17 Uhr, weitere Infostellen meist zu Ostern und Mai bis Oktober.

Tickets

Eintritt frei; Nationalparkbus „Müritz rundum“ und Führungen kostenpflichtig.

Adresse & Anfahrt

Damerower Straße 6, 17192 Kargow OT Federow (Nationalpark-Information Federow)

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