Museen
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Berlin, Berlin
- Öffnungszeiten
- 2–4 Std.
- Bei Regen
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Berlin, Berlin

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Audio-Spaziergang durch Berlin — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Der Hamburger Bahnhof in Berlin ist heute das Museum der Nationalgalerie für Gegenwartskunst – untergebracht im letzten erhaltenen großen Kopfbahnhof der Stadt, nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt. Unter der historischen Stahlhalle und in den langen Rieckhallen zeigt das Haus Joseph Beuys, Andy Warhol, Installationen und große Wechselausstellungen. Wer in Berlin moderne Kunst erleben will, kommt an diesem Ort kaum vorbei – zumal er schon architektonisch ein Erlebnis ist.
Der spätklassizistische Bau entstand in den 1840er-Jahren als Endpunkt der Bahnstrecke von Berlin nach Hamburg, entworfen von Friedrich Neuhaus und Ferdinand Wilhelm Holz. Schon 1884 fuhren hier keine Personenzüge mehr, der Verkehr wanderte zum benachbarten Lehrter Bahnhof – dem Vorgänger des heutigen Hauptbahnhofs. Ab 1906 diente das Gebäude als Verkehrs- und Baumuseum, 1944 wurde es schwer beschädigt.
Nach Jahrzehnten im Schatten der Mauer übernahm der West-Berliner Senat das Areal 1984. Den Wettbewerb für den Umbau zum Kunstmuseum gewann der Architekt Josef Paul Kleihues, der auch einen langen Erweiterungsflügel ergänzte. Im November 1996 eröffnete das Museum mit einer Ausstellung von Sigmar Polke. Grundstock war die Sammlung des Unternehmers Erich Marx mit Hauptwerken von Beuys und Warhol. Später kamen die Rieckhallen hinzu, ehemalige Speditionshallen von rund 6.000 Quadratmetern, die 2020 vom Land Berlin gesichert wurden. Dort war von 2004 bis 2021 auch die Friedrich Christian Flick Collection als Leihgabe zu sehen, aus der über 260 Werke als Schenkung im Museum geblieben sind. 2024 kamen rund 357.000 Besucher in das Haus. Seit 2022 leiten Sam Bardaouil und Till Fellrath das Haus, das sich heute „Nationalgalerie der Gegenwart“ nennt.
Das Programm wechselt häufig, einige Präsentationen laufen aber dauerhaft:
Im Herbst 2026 laufen unter anderem „Ryuichi Sakamoto: seeing sound, hearing time“ (bis 20. Juni 2027), die Gruppenausstellung „Next Door“ mit Tacita Dean, Thomas Demand, Olafur Eliasson und Tomás Saraceno (ab 9. Oktober 2026) sowie „Shilpa Gupta: What Still Holds“ (bis 3. Januar 2027).
Das Haus ist weitläufig: Für einen ersten Rundgang durch Halle, Westflügel und Rieckhallen solltest du zwei bis vier Stunden einplanen. Am ruhigsten ist es an Wochentagen am Vormittag. Wenn du die Flavin-Installation leuchten sehen willst, plane den Besuch so, dass du in der Dämmerung am Gebäude bist. Ein Café und eine Buchhandlung gibt es im Haus.
Mit Kindern: Für Familien ist der Sonntag am besten geeignet. Dann gilt nicht nur das günstige Familienticket, sondern zwischen 12 und 17 Uhr läuft auch ein eigenes Programm. Das Museum bietet außerdem regelmäßig Angebote für Kinder, Jugendliche und Schulklassen an, etwa im Rieckhallenatelier. Gerade die raumgreifenden Installationen in der hohen Halle wirken auf Kinder oft spannender als klassische Gemälde an der Wand.
Tipp: Kombiniere den Hamburger Bahnhof mit einem Spaziergang am Spreeufer. Der Weg zum Regierungsviertel führt am Humboldthafen vorbei, und wer mit dem Zug anreist, kann den Museumsbesuch bequem vor oder nach der Weiterfahrt einplanen – Gepäckschließfächer findest du im Hauptbahnhof.
Bis zum 30. November 2026 ist das Museum dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet, montags bleibt es zu. Ab 1. Dezember 2026 gelten neue Zeiten: dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr.
Das Tagesticket inklusive aller Ausstellungen kostet 16 €, ermäßigt 8 €. Unter 18-Jährige zahlen nichts, holen sich aber ein Gratisticket an der Kasse oder online. Sonntags gibt es Familientickets für 10 € (zwei Personen) oder 15 € (drei und mehr, jeweils mit mindestens einer Person unter 18). Zeitfenstertickets bekommst du im Online-Shop der Staatlichen Museen, jeweils 28 Tage im Voraus – damit sparst du dir die Schlange an der Kasse. Wer mehrere Häuser besuchen will, kann den Museumspass Berlin (drei Tage, 32 €) nutzen, der allerdings nur für Dauerausstellungen gilt. Stand: Oktober 2026.
Die Lage ist kaum zu schlagen: Vom Berliner Hauptbahnhof mit S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus und Fernzügen sind es nur wenige Gehminuten über die Invalidenstraße. Parkplätze am Museum gibt es nicht, nutze also am besten den ÖPNV. Der Besuchereingang ist vollständig rollstuhlgeeignet, die Rieckhallen sind derzeit allerdings nicht barrierefrei zugänglich. Bei Fragen hilft das Infopult an der Kasse.
Zeiten gültig bis 30. November 2026
Bis 30. November 2026 Dienstag, Mittwoch und Freitag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr, Samstag und Sonntag 11–18 Uhr, montags geschlossen; ab 1. Dezember 2026 Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr.
Tagesticket inklusive Sonderausstellungen 16 €, ermäßigt 8 €, unter 18 Jahren frei (Gratisticket an der Kasse oder online); sonntags Familienticket 10 € bzw. 15 €.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026