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Highlights

  • 24 Hektar Parkanlage in Hanglage, eröffnet 1881
  • Herde Afrikanischer Elefanten auf über 4.000 m²
  • Königspinguin-Anlage mit 15 Meter langem Acrylglastunnel
  • Großes Löwengehege und Tigertal unter der Sambatrasse
  • Begehbare Großvoliere Aralandia mit Aras und Flamingos
  • Anreise mit der Schwebebahn bis Zoo/Stadion

Über diesen Ort

Der Zoo Wuppertal ist einer der wenigen Zoos, zu denen du mit einer Schwebebahn fahren kannst: Die Station Zoo/Stadion der berühmten Wuppertaler Schwebebahn liegt gleich in der Nähe. Der Zoo selbst zieht sich als 24 Hektar große Parkanlage mit altem Baumbestand einen Hang hinauf. Rund 2.200 Tiere aus etwa 320 Arten leben hier, darunter Elefanten, Menschenaffen, Großkatzen und Pinguine. Er nennt sich selbst „Der Grüne Zoo Wuppertal“, und das trifft es gut.

Geschichte: vom Ausflugslokal zum wissenschaftlichen Zoo

Angelegt wurde der Zoo nach Plänen des Gartenarchitekten Heinrich Siesmayer, eröffnet am 8. September 1881 mit gerade einmal 34 Tieren, darunter ein Bär und ein Wolfspaar. Anfangs stand das Vergnügen im Vordergrund, auf dem Teich der heutigen Gibbonanlage konnte man Kanu fahren. Zur dunklen Seite der Anfangsjahre gehören die Völkerschauen: 1885 starb hier die 17-jährige Aborigine Sussy Dakaro, an die seit 2017 ein Gedenkstein auf dem Friedhof Sonnborn erinnert. 1937 übernahm die Stadt den Zoo, und 1946 tagte auf dem Gelände ein britisches Militärgericht im Natzweiler-Prozess, einem Kriegsverbrecherprozess.

Seit den 1990er Jahren wurde der Zoo grundlegend modernisiert. 1995 eröffnete die Elefantenanlage, 2007 kam eine Erweiterung um rund 4 Hektar mit Gehegen für Löwen und Tiger dazu. Bei einem Test der Zeitschrift Stern erreichte Wuppertal 2008 die drittbeste Wertung der deutschen Großzoos.

Was du sehen solltest

  • Afrikanische Elefanten: Die Herde lebt auf einer Anlage von 4.340 m², seit 2005 wurden hier mehrere Jungtiere geboren. Vom Restaurant im Stil eines Hochsitzes schaust du direkt aufs Gehege.
  • Königspinguine: Die 2009 eröffnete Anlage gehört zu den größten Europas. Durch einen 15 Meter langen Acrylglastunnel siehst du Königs- und Eselspinguine unter Wasser vorbeischießen.
  • Löwen und Tiger: Das Löwengehege galt bei der Eröffnung 2007 als das größte in einem deutschen Zoo. Die Sambatrasse, ein Rad- und Fußweg auf einer alten Bahnstrecke, führt über die Tigertalbrücke mitten über das Gelände.
  • Menschenaffen: Orang-Utans haben seit 2003 eine Freianlage, die nur mit Glas abgegrenzt ist und die du aus einer kleinen Höhle beobachtest. Dazu kommen Gorillas und Bonobos.
  • Aralandia: Die 2020 eröffnete, 1.100 m² große Großvoliere betrittst du selbst, zwischen Aras, Sittichen, Chileflamingos und frei laufenden Pudus.
  • Schneeleoparden: Ihr Gehege von 2017 ist wie ein verlassenes Bergdorf nach einer Gerölllawine gestaltet.

Wissenswertes

Der Zoo soll mit Bundesförderung von fast 4,4 Millionen Euro bis 2027 weitgehend klimaneutral werden. Die Takine im Hirsch-Haus und die Okapis gehören zu den Arten, die du in deutschen Zoos selten siehst. Das Villenviertel rund um den Zoo heißt übrigens nach ihm Zooviertel.

Anfahrt

  • Schwebebahn: Bis zur Station Zoo/Stadion, die in der Nähe des Zoos liegt.
  • S-Bahn: Der Bahnhof Zoologischer Garten wird von den Linien S8, S9 und S28 angefahren.
  • Bus: Die Linien 639 und 605 halten direkt vor dem Haupteingang.
  • Auto: Über die A 46, Ausfahrt Sonnborner Kreuz, ein großer Parkplatz liegt neben dem Stadion.

Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise findest du auf der Seite der Stadt Wuppertal. Plane festes Schuhwerk ein, denn viele Wege im Zoo sind steil.

Tripto-Tipp

Verbinde den Zoobesuch mit einer Fahrt in der Schwebebahn: Fahr zum Beispiel vom Endpunkt Vohwinkel oder aus der Innenstadt bis Zoo/Stadion und genieß die Strecke über der Wupper. Für den Zoo selbst solltest du drei bis vier Stunden einplanen. Die Pinguin-Unterwasserscheibe und die Elefanten sind beliebte Fixpunkte, schau dort am besten gleich am Vormittag vorbei.

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