Industriekultur
LWL-Museum Zeche Zollern
Dortmund, Nordrhein-Westfalen
- Öffnungszeiten
- 2–4 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
- Mit Hund
Industriekultur
Dortmund, Nordrhein-Westfalen
Die Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen gilt als eine der schönsten Zechen des Ruhrgebiets und wird oft „Schloss der Arbeit“ genannt. Backsteinbauten mit Giebeln und Türmchen, zwei Fördergerüste und die berühmte Maschinenhalle mit ihrem Jugendstilportal machen das LWL-Museum zu einem Höhepunkt der Route der Industriekultur. Hier erfährst du, wie Bergleute lebten und arbeiteten – und für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre ist der Eintritt frei.
Die Gelsenkirchener Bergwerks-AG ließ die Schachtanlage Zollern II/IV zwischen 1898 und 1904 als Musterzeche errichten. Der Architekt Paul Knobbe entwarf die Tagesbauten im historistischen Stil, Bruno Möhring gestaltete das Jugendstil-Portal der Maschinenhalle. Die Halle selbst war technisch auf der Höhe der Zeit: Hier liefen elektrisch betriebene Maschinen, damals eine Sensation.
Die Kohleförderung endete 1955, Mitte der 1960er Jahre wurde die Zeche stillgelegt. Als der Abriss drohte, wurde 1969 die Maschinenhalle unter Denkmalschutz gestellt – als eines der ersten Industriegebäude in Deutschland überhaupt. Heute ist die Zeche Standort und Zentrale des LWL-Museums für Industriekultur sowie Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur. Die beiden heutigen Fördergerüste wurden in den 1980er Jahren von anderen Zechen hierher versetzt.
Rechne mit zwei bis vier Stunden, wenn du an einer Führung teilnehmen willst.
Geöffnet ist dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17.30 Uhr; montags bleibt das Museum geschlossen, außer an Feiertagen (Stand: Oktober 2026). Erwachsene zahlen 8 €, ermäßigt 4 €, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sind frei. Mit der LWL-MuseumsCard kommst du ein Jahr lang in die Museen von LWL und LVR.
Öffentliche Führungen kosten nichts extra und finden ohne Anmeldung statt: Dienstag bis Freitag um 13 Uhr ins Montanium (plus 2 €) und um 15 Uhr über die Tagesanlagen, am Wochenende zusätzlich um 11.30 Uhr ins Montanium und sonntags um 14 Uhr durch die Maschinenhalle. Am vierten Sonntag im Monat richtet sich die 15-Uhr-Führung speziell an Familien. Es gibt zudem regelmäßig Führungen auf Englisch und in Deutscher Gebärdensprache.
Für das Navi gibst du Rhader Weg 5 ein, dort liegt der Parkplatz. Die Zeche erreichst du über die A40 (Abfahrt Dortmund-Lütgendortmund), die A42 (Abfahrt Castrop-Rauxel) oder die A45 (Abfahrt Dortmund-Marten) und folgst dann den Wegweisern. Mit Bus und Bahn fährst du vom Dortmunder Hauptbahnhof mit der U47 bis Huckarde Bushof und weiter mit dem Bus 462 bis „Industriemuseum Zollern“.
Familien sind hier richtig: freier Eintritt für Kinder, das „Zollern Quiz“ mit zehn Stationen auf dem Gelände, Platz zum Picknicken und ein Spielplatz. Hunde dürfen angeleint aufs Außengelände, in die Gebäude nur Assistenzhunde. Die Zeche ist nach dem Programm „Reisen für Alle“ zertifiziert; ausführliche Prüfberichte für Menschen mit Geh-, Hör- oder Sehbehinderung findest du auf der Museumswebsite. Im Restaurant Pferdestall mit Terrasse kannst du dienstags bis sonntags ab 12 Uhr essen.
Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen 10–18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr; montags geschlossen (außer an Feiertagen).
Erwachsene 8 €, ermäßigt 4 €, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei; Montanium-Führung zusätzlich 2 €.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026