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Highlights

  • Anschauungsbergwerk
  • Fördergerüst mit Aussichtsplattform
  • Rundgang Steinkohle
  • Dahlbusch-Bombe
  • Mineraliensammlung

Über diesen Ort

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist eines der bedeutendsten Bergbaumuseen der Welt und eines der beliebtesten Museen im Ruhrgebiet. Unter dem markanten grünen Fördergerüst erzählt es auf rund 12.000 Quadratmetern die Geschichte von Kohle, Erz und den Menschen, die sie gefördert haben. Das Highlight liegt unter deinen Füßen: ein begehbares Anschauungsbergwerk, in dem du echte Maschinen in Stollen erlebst. Wer verstehen will, wie Kohle das Revier geprägt hat, sollte hier unbedingt einfahren.

Geschichte: ein Museum für das Revier

Gegründet wurde das Museum am 1. April 1930 von der Stadt Bochum und der Westfälischen Berggewerkschaftskasse; die Sammlung reicht aber bis in die 1860er-Jahre zurück. Das Backsteingebäude am Europaplatz entwarfen Fritz Schupp und Heinrich Holzapfel, es wurde 1935 fertig. Schupp ist auch der Architekt der Zeche Zollverein in Essen.

Das Wahrzeichen, das Fördergerüst, stammt gar nicht aus Bochum. Es wurde 1943/44 über dem Zentralschacht der Zeche Germania in Dortmund-Marten errichtet, galt damals als größtes Fördergerüst der Welt und wurde 1973 am Museum wieder aufgebaut. Heute ist das Haus als Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen zugleich ein wichtiges Forschungsinstitut. Nach einer umfassenden Neugestaltung öffnete die Dauerausstellung im Juli 2019 mit vier neuen Rundgängen.

Was du sehen solltest

  • Das Anschauungsbergwerk: Rund 20 Meter unter der Oberfläche führen etwa 1,2 Kilometer begehbare Strecken durch einen nachgebauten Steinkohle- und einen Eisenerzbergbau. Du siehst eine Vollschnittmaschine, Streben aus verschiedenen Jahrzehnten mit Walzenlader, einen Blindschacht und die Dahlbusch-Bombe, eine Rettungskapsel für eingeschlossene Bergleute. Unten ist es im Schnitt 12 °C kühl.
  • Das Fördergerüst: Es ist 71,4 Meter hoch. Ein Aufzug bringt dich zur ersten Aussichtsplattform in 50 Metern Höhe, von wo du weit über Bochum und das Ruhrgebiet schaust. Seit 2025 wird das Gerüst abends dynamisch beleuchtet.
  • Die vier Rundgänge: Steinkohle, Bergbau, Bodenschätze und Kunst. Sie reichen von der Entstehung der Kohle über Werkzeuge der Bergleute bis zu Mineralien und Kunstwerken rund um den Bergbau.
  • Sonderausstellungen: Wechselnde Ausstellungen sind im Ticketpreis enthalten. Welche gerade läuft, steht auf der Museumswebsite.

Tickets, Öffnungszeiten und Tipps

Stand: Oktober 2026:

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 9:30–17:30 Uhr, montags geschlossen. Kassenschluss ist um 17 Uhr, die letzte Grubenfahrt um 16 Uhr, die letzte Turmfahrt um 17 Uhr.
  • Schließtage: 1. Januar, 1. Mai, 24. bis 26. Dezember und 31. Dezember.
  • Eintritt: Erwachsene 15 €, ermäßigt 8 € (u. a. Kinder und Jugendliche von 5 bis 17 Jahren, Studierende, Azubis), Kinder bis 4 Jahre frei.
  • Familientageskarte: 40 € für zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern.

Im Ticket sind alle Rundgänge, das Bergwerk und die Turmfahrt enthalten. Für die Turmfahrt meldest du dich an der Kasse an. Tickets gibt es online oder vor Ort, bezahlen kannst du auch mit Karte. Wer öfter kommen will, nimmt ein Wiederkehr-Ticket.

Plane mindestens drei Stunden ein, wenn du Ausstellung, Bergwerk und Turm sehen willst. Wichtig für die Planung: Dienstag bis Freitag ist das Anschauungsbergwerk nur mit Führung zugänglich, die du telefonisch buchst. Am Wochenende und in den NRW-Schulferien kannst du auf eigene Faust hinunter. Lade vorher die kostenlose Museums-App mit Audioguide herunter, denn unter Tage gibt es kein Netz und das WLAN im Haus ist eingeschränkt. Nimm eine Jacke mit und zieh nichts Empfindliches an: Tropfwasser kann Flecken machen.

Anfahrt und Parken

Das Museum liegt nördlich der Bochumer Innenstadt. Vom Hauptbahnhof Bochum fährst du mit der Stadtbahn U35 Richtung Herne bis zur Haltestelle „Deutsches Bergbau-Museum”, die schon mit einem geologischen Profil auf das Thema einstimmt. Die Parkplätze sind begrenzt: Es gibt öffentliche Flächen rund um das Museum und einen Parkplatz an der Einmündung Am Bergbaumuseum/Herner Straße. Am Wochenende ist das Parkhaus der Polizei an der Schillerstraße geöffnet. Behindertenparkplätze liegen in der Nähe des Eingangs.

Mit Kindern und Barrierefreiheit

Für Familien ist das Museum ein Volltreffer: Die Fahrt mit dem Aufzug in den Stollen und auf das Gerüst begeistert Kinder. Das Bergwerk wird für Kinder ab 4 Jahren in Begleitung empfohlen, Jugendliche ab 12 dürfen allein hinunter. Kinderwagen sind im Bergwerk nicht erlaubt. Das Museum ist ohne fremde Hilfe erreichbar, Fördergerüst und Teile des Bergwerks sind für Rollstühle zugänglich. Für Menschen mit Behinderung gibt es nach Anmeldung angepasste Führungen und in der App Videos in Gebärdensprache. Tiere sind im Museum nicht erlaubt. Im Restaurant KUMPELS kannst du dich stärken.

In der Nähe

Vom Museum sind es nur wenige Minuten bis zum Zeiss Planetarium Bochum; wer dort war, bekommt im Museum 1 € Rabatt. Ebenfalls in Bochum liegen die Jahrhunderthalle im Westpark und das Eisenbahnmuseum in Dahlhausen. Für eine Bergbau-Tagestour bietet sich die Zeche Zollverein in Essen an, deren Gebäude ebenfalls Fritz Schupp entworfen hat.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
9:30–17:30
Mittwoch
9:30–17:30
Donnerstag
9:30–17:30
Freitag
9:30–17:30
Samstag
9:30–17:30
Sonntag
9:30–17:30

Dienstag bis Sonntag 9:30–17:30 Uhr, montags geschlossen; Kassenschluss 17 Uhr, letzte Grubenfahrt 16 Uhr, letzte Turmfahrt 17 Uhr; geschlossen am 1.1., 1.5., 24.–26.12. und 31.12.

Tickets

Erwachsene 15 €, ermäßigt 8 € (u. a. 5–17 Jahre, Studierende), Kinder bis 4 Jahre frei, Familientageskarte 40 €; inklusive Rundgänge, Sonderausstellung, Anschauungsbergwerk und Turmfahrt; Tickets online oder an der Kasse.

Adresse & Anfahrt

Europaplatz 1, 44791 Bochum

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