Industriekultur
Zeche Zollverein
Essen, Nordrhein-Westfalen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 2–6 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
- Mit Hund
Industriekultur
Essen, Nordrhein-Westfalen
Die Zeche Zollverein in Essen ist das Wahrzeichen des Ruhrgebiets und seit 2001 UNESCO-Welterbe: Das rote Doppelbock-Fördergerüst von Schacht XII kennt fast jeder, dahinter erstreckt sich ein rund 100 Hektar großes Gelände aus Zeche und Kokerei. Wo einst die förderstärkste Steinkohlenzeche der Welt arbeitete, findest du heute Führungen durch originale Industrieanlagen, das Ruhr Museum, das Red Dot Design Museum, Cafés und viel Platz zum Entdecken. Rund 1,7 Millionen Menschen besuchen Zollverein jedes Jahr.
Der Industrielle Franz Haniel gründete die Zeche 1847, benannt nach dem Deutschen Zollverein; die Förderung begann 1851. Ihren Ruhm verdankt sie aber Schacht XII: Die Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer entwarfen eine Zentralschachtanlage im Stil der Neuen Sachlichkeit, die am 1. Februar 1932 in Betrieb ging. Mit einer Kapazität von 12.000 Tonnen Kohle pro Tag übernahm sie die Förderung von elf Schächten und galt als modernste und „schönste Zeche der Welt“. Ihr Doppelbock-Fördergerüst wurde zum Vorbild für viele spätere Anlagen.
Ab 1961 kam die Kokerei Zollverein hinzu, lange eine der modernsten Europas. Am 23. Dezember 1986 schloss die Zeche als letzte von einst rund 290 Essener Bergwerken, die Kokerei folgte 1993. Das Land NRW stellte Schacht XII sofort unter Denkmalschutz, 2001 nahm die UNESCO Zeche und Kokerei in die Welterbeliste auf. Nach einem Masterplan von Rem Koolhaas wurde die Kohlenwäsche umgebaut; seit 2006 bringt dich Deutschlands höchste frei stehende Rolltreppe hinein.
Das Außengelände kannst du ohne Eintritt erkunden. Für die Innenräume buchst du eine Führung oder ein Museumsticket (Stand: Oktober 2026):
Tickets gibt es online unter tickets-zollverein.de oder vor Ort im Besucherzentrum Ruhr; an den Infopunkten zahlst du nur mit Karte. An Wochenenden sind beliebte Führungen schnell ausgebucht.
Mit Bus und Bahn: Vom Essener Hauptbahnhof fährt die Straßenbahn 107 („Kulturlinie“) direkt zu den Haltestellen „Zollverein“ und „Zollverein Nord“. Dort hält auch die Regionalbahn RB 32, zur Kokerei fährt der Bus 183.
Mit dem Auto: Gib „Fritz-Schupp-Allee“ (Zeche) oder „Arendahls Wiese“ (Kokerei) ins Navi ein. Die ausgeschilderten Parkplätze A1, A2, B und C sind kostenlos; das Parkdeck an der Kokerei kostet 1,80 € pro Stunde bzw. 7,50 € am Tag (nur Kartenzahlung). Auf Parkplatz A1 gibt es einen Schnellladepark für E-Autos. Bei Großveranstaltungen wie der ExtraSchicht kann es eng werden.
Mit dem Rad: Über 150 Fahrradbügel und eine Leihradstation auf Schacht XII machen Zollverein zu einem guten Ziel auf dem Radrevier.Ruhr.
Zollverein ist ein ideales Familienziel: Es gibt Kinderführungen, Familien-Rallyes im Ruhr Museum, eine kostenlose Soccer-Golf-Anlage und eine Parkour-Anlage. Hunde sind an der kurzen Leine auf den Freiflächen willkommen, in Museen und Ausstellungen aber nicht überall erlaubt. Die Führung „Über Kohle und Kumpel“ ist auch für blinde, sehbehinderte und schwerhörige Gäste sowie in Gebärdensprache buchbar. Plane für Gelände, eine Führung und das Ruhr Museum gut einen halben bis ganzen Tag ein.
Außengelände frei zugänglich; Ruhr Museum täglich 10–18 Uhr, Red Dot Design Museum täglich 11–18 Uhr; Zechen-Führungen bis 1. November werktags stündlich 11–16 Uhr, am Wochenende halbstündlich, vom 2. November bis 30. Dezember reduziert.
Gelände frei; Zechen-Führung (1 Std.) 12,50 €, ermäßigt 9,50 €; Kokerei-Führung 14,50 €; Ruhr Museum Dauerausstellung 10 €, komplett 15 €; Red Dot Design Museum 10 €.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026