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Highlights

  • Ausstellung „Mythos Wald”
  • Panoramaaufzug
  • Dachplattform in 117 m Höhe
  • Lichtinstallation „Der Baum”
  • Rhein-Herne-Kanal

Über diesen Ort

Der Gasometer Oberhausen ist die höchste Ausstellungshalle Europas und eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet. Der ehemalige Gasspeicher am Rhein-Herne-Kanal ragt 117,5 Meter in den Himmel und verbindet Industriegeschichte mit großen Natur- und Kunstausstellungen. Drinnen erwartet dich ein fast 100 Meter hoher, dunkler Luftraum, oben auf dem Dach ein Rundblick über das Revier. Ein Besuch lohnt sich auch bei Regen und ist ein starker Grund für einen Tagesausflug nach Oberhausen.

Geschichte: vom Gasspeicher zur Kathedrale der Industriekultur

Gebaut wurde der Scheibengasbehälter ab Februar 1927, in Betrieb ging er am 15. Mai 1929. Mit 67,6 Metern Durchmesser war er damals der größte Gasbehälter Europas. Er speicherte überschüssiges Gas der Gutehoffnungshütte und der Kokerei Osterfeld, das vorher einfach abgefackelt wurde, und versorgte damit Betriebe in der Umgebung. Die Anlage soll sich schon im ersten Jahr bezahlt gemacht haben.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Gasometer mehrfach getroffen und im Januar 1945 stillgelegt. Nach einem Brand bei Reparaturarbeiten 1946 baute man ihn bis aufs Fundament ab und bis 1949 neu auf. 1988 kam das endgültige Aus, denn Erdgas aus der Pipeline machte das Kokereigas überflüssig. Ein Abriss war bereits im Gespräch, doch die Internationale Bauausstellung IBA Emscher Park schlug den Umbau zur Ausstellungshalle vor. 1993/94 wurde die schwere Gasdruckscheibe auf 4,20 Metern Höhe fixiert, darunter entstand ein runder Ausstellungsraum.

Seitdem haben rund zehn Millionen Menschen den Gasometer besucht. Unvergessen sind die Christo-Installationen „The Wall” mit 13.000 Ölfässern (1999) und „Big Air Package” (2013). Nach einer umfassenden Sanierung 2019–2021 öffnete die Halle im Oktober 2021 wieder. Der Gasometer ist Ankerpunkt der Route der Industriekultur und trägt seit 2019 den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland”.

Was du sehen solltest

  • Die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald”: Seit dem 20. März 2026 dreht sich alles um die Wälder der Welt, vom Amazonas über das Kongobecken bis nach Europa. Großformatige Fotografien, Filme und Infostationen erzählen von Artenvielfalt, indigenen Kulturen, aber auch von Abholzung und Brandrodung. Es ist der dritte Teil einer Reihe nach „Das zerbrechliche Paradies” und „Planet Ozean”. Laut Betreiber wurde die Schau bis November 2027 verlängert.
  • Die Lichtinstallation „Der Baum”: Im Luftraum wächst eine riesige, abstrakte Baumkrone aus Licht nach oben, im Erdgeschoss breitet sich ein leuchtendes Wurzelwerk aus. Am besten wirkt sie von der Ebene über der Manege, wenn du dich zurücklehnst und nach oben schaust.
  • Der Panoramaaufzug: Ein gläserner Aufzug fährt im Inneren bis unter das Dach. Die Fahrt durch den dunklen, fast leeren Zylinder ist für viele das eigentliche Highlight.
  • Die Dachplattform: Oben auf dem Gasometer stehst du rund 117 Meter über dem Boden. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu 35 Kilometer weit über Kanal, Halden, Fördertürme und die Hochöfen in Duisburg. Hinauf kommst du per Außenaufzug oder sportlich über 592 Stufen.

Tickets, Öffnungszeiten und Tipps

Stand: Oktober 2026:

  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und feiertags 10–18 Uhr, montags geschlossen. In den NRW-Schulferien ist auch montags geöffnet, also auch in den Herbstferien vom 17. bis 31. Oktober 2026.
  • Eintritt: Erwachsene 14 €, ermäßigt 11 € (u. a. Kinder von 6 bis 17 Jahren, Studierende, Menschen ab 65), Kinder bis 5 Jahre frei.
  • Familien: Familienkarte 33 € (2 Erwachsene, bis zu 5 Kinder), Mini-Familienkarte 28 € (1 Erwachsener, 2 Kinder). Eine Dauerkarte für die gesamte Laufzeit kostet 32 €.

Online-Tickets gelten nicht für einen festen Tag und haben keine Zeitfenster. Sie bringen dir aber Vorrang beim Einlass. Die Halle fasst 2.000 Besucher; ist sie voll, wird der Einlass kurz gestoppt. Gerade an Ferientagen und verregneten Wochenenden lohnt sich deshalb das Online-Ticket. Die Kasse ist bis 17 Uhr besetzt, ab 17:45 Uhr wird das Gebäude von oben nach unten geräumt. RUHR.TOPCARD und ruhrkultur.card werden direkt am Eingang gescannt.

Plane für Ausstellung, Aufzug und Dach zwei bis drei Stunden ein. Wichtig: Der Gasometer ist weder beheizt noch klimatisiert. Im Herbst und Winter ist es drinnen so kalt wie draußen, im Hochsommer kann es oben warm werden. Eine Jacke gehört also in jeden Rucksack. Für das Dach brauchst du gutes Wetter, denn bei Dunst ist die Fernsicht schnell vorbei. In den Herbstferien gibt es für junge Besucher spezielle Entdeckertage mit Führung durch die Ausstellung.

Anfahrt und Parken

Der Gasometer liegt in der Neuen Mitte Oberhausen, direkt neben dem Einkaufszentrum CentrO. Vom Oberhausener Hauptbahnhof fahren Busse und Straßenbahnen von Bahnsteig 1 auf der eigenen ÖPNV-Trasse zur Haltestelle „Neue Mitte”, von dort sind es nur wenige Gehminuten. Mit dem Rad sind es vom Hauptbahnhof etwa 3 Kilometer; der Gasometer liegt am Knotenpunkt 9 des Radnetzes radrevier.ruhr.

Mit dem Auto nimmst du auf der A42 die Ausfahrt Oberhausen-Zentrum und folgst der Beschilderung. Parkplätze gibt es laut Betreiber ausreichend in der Umgebung; Behindertenparkplätze liegen direkt vor dem Eingang an der Infolounge.

Mit Kindern und Barrierefreiheit

Für Familien ist der Gasometer ideal: Die Bilder sind groß, die Lichtinstallation beeindruckt auch Kinder, und die Aufzugfahrt ist ein kleines Abenteuer. Kinder bis 5 Jahre zahlen nichts. Die Halle ist weitgehend barrierefrei: Aufzüge erschließen die Ausstellungsebenen und die Dachplattformen, nur die Manege ist nicht vollständig mit Rollstuhl oder Rollator erreichbar. Leihrollstühle kannst du 10 bis 14 Tage vorher reservieren. Begleitpersonen mit Merkzeichen „B” sind frei. Hunde dürfen nicht mit, Assistenzhunde schon.

In der Nähe

Gleich nebenan liegen das CentrO mit Gastronomie, das Sea Life Oberhausen und der Rhein-Herne-Kanal mit Uferwegen. Kunstfreunde fahren zur LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, für die es ein Kombiticket gibt. Wer mehr Industriekultur sehen will, besucht den Landschaftspark Duisburg-Nord mit seinem begehbaren Hochofen oder die Zeche Zollverein in Essen, beide gut für eine Tagestour kombinierbar.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
geschlossen
Dienstag
10:00–18:00
Mittwoch
10:00–18:00
Donnerstag
10:00–18:00
Freitag
10:00–18:00
Samstag
10:00–18:00
Sonntag
10:00–18:00

Dienstag bis Sonntag sowie feiertags 10–18 Uhr, montags geschlossen (in den NRW-Schulferien und an Feiertagen auch montags 10–18 Uhr geöffnet); Kasse bis 17 Uhr, Räumung ab 17:45 Uhr.

Tickets

Erwachsene 14 €, ermäßigt 11 € (u. a. Kinder 6–17 Jahre, Studierende, ab 65 Jahren), Kinder bis 5 Jahre frei, Familienkarte 33 €, Mini-Familienkarte 28 €, Dauerkarte 32 €; Online-Tickets ohne Zeitfenster mit Vorrang beim Einlass.

Adresse & Anfahrt

Arenastraße 11, 46047 Oberhausen

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Verifiziert10. Oktober 2026

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