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Highlights

  • Aussichtsplattform in 141,88 Metern Höhe mit Blick über Dortmund und das Ruhrgebiet
  • Einst höchster Fernsehturm Deutschlands, gebaut in rund einem Jahr zur Bundesgartenschau 1959
  • Drehrestaurant in 137 Metern, seit November 2025 wieder in Betrieb
  • Kombiticket für Westfalenpark und Turmauffahrt für 7 €
  • Blick auf das Stadion des BVB und die Halden des Reviers

Über diesen Ort

Wer nach Dortmund kommt, sieht ihn lange vor dem Stadion: Der Florianturm, von den Dortmundern kurz „Florian“ genannt, ragt aus dem Westfalenpark weit über die Stadt hinaus. Als er 1959 eröffnet wurde, war er für rund ein Jahrzehnt der höchste Fernsehturm Deutschlands, und das Restaurant in seinem Korb drehte sich als eines der ersten seiner Art. Heute fährst du mit dem Aufzug auf eine Aussichtsplattform in fast 142 Metern Höhe und schaust über das Ruhrgebiet bis zum Horizont.

Geschichte: ein Turm für die Bundesgartenschau

Für die erste Dortmunder Bundesgartenschau 1959 war ursprünglich nur ein bescheidener Aussichtsturm geplant. Gleichzeitig suchte die Deutsche Bundespost einen Standort für einen hohen Sendemast, der als Stahlgitter das Stadtbild gestört hätte. Stadt und Post taten sich zusammen, und Architekt Will Schwarz entwarf einen kombinierten Aussichts- und Fernmeldeturm. Am 22. Mai 1958 begann der Bau, der Betonschaft wuchs im Gleitschalverfahren ohne Gerüst, rund um die Uhr, im Winter unter einem beheizten Zelt. Zur Eröffnung der Gartenschau am 30. April 1959 stand der Turm.

Den Namen verdankt er dem Werbeplakat der Bundesgartenschau: Darauf war ein Bergmann mit einer Blume zu sehen, den man nach dem heiligen Florian benannte. Die Dortmunder übertrugen den Namen schnell auf den Turm. Ursprünglich war er rund 220 Meter hoch, nach dem Austausch der Antennen 2004 misst er 208,56 Meter. Zum 40. Geburtstag 1999 bekam der Schaft eine riesige Krawatte umgebunden, die es ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte.

Was du sehen solltest

  • Aussichtsplattform (141,88 m): Der Rundumblick reicht über den Westfalenpark, die Innenstadt und das Stadion von Borussia Dortmund bis zu den Halden und Fördertürmen des Reviers.
  • Drehrestaurant (137 m): Nach Jahren des Leerstands ist seit November 2025 unter dem Namen „Turm 137“ wieder Gastronomie im Turmkorb. Der Restaurantring mit gut 14 Metern Durchmesser dreht sich langsam um die eigene Achse.
  • Der Schaft: Unten am Fuß lohnt ein Blick nach oben, die schlanke Betonröhre verjüngt sich bis auf rund 130 Meter Höhe.
  • Westfalenpark: Rund um den Turm liegen das Deutsche Rosarium, Seen, Spielplätze und eine Kleinbahn.

Zur Plattform führen 762 Stufen. Das Treppenhaus ist durch eine feuerfeste Wand vom Aufzugschacht getrennt und dient als Fluchtweg, Besucher fahren mit dem Aufzug hinauf.

Öffnungszeiten und Tickets (Stand: Oktober 2026)

Die Aussichtsplattform ist Mittwoch und Donnerstag 14–18 Uhr, Freitag und Samstag 12–23 Uhr sowie Sonntag und an Feiertagen 12–20 Uhr geöffnet, Montag und Dienstag ist geschlossen. Die letzte Auffahrt ist 15 Minuten vor Schluss. Saison- und wetterbedingte Änderungen sind möglich.

  • Turmauffahrt: 4 € pro Person ab 6 Jahren, Kleingruppe I (ein Erwachsener mit bis zu vier Kindern) 7,50 €, Kleingruppe II (zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern) 11,50 €.
  • Kombiticket Park und Turm: 7 €, abends 5 €.
  • Nur Westfalenpark: 4,50 € von März bis Oktober.

Tickets bekommst du direkt am Turm oder an den Parkeingängen. Mit der RUHR.TOPCARD ist der Eintritt einmal frei.

Anfahrt und Parken

Vom Dortmunder Hauptbahnhof fahren die Stadtbahnlinien U45 (Richtung Westfalenhallen) und U49 (Richtung Hacheney) zur Haltestelle „Westfalenpark“. Der nächste Eingang zum Turm ist an der Florianstraße, er ist von 9 bis 21 Uhr besetzt. Mit dem Auto parkst du auf den Parkplätzen F2 (Eingang Blütengärten) oder F3 (An der Buschmühle 3), die Gebühr liegt bei 8 €. Vermeide die umliegenden Wohnstraßen, dort wird kontrolliert.

Gut zu wissen

Aus Brandschutzgründen dürfen Menschen, die auf Rollstuhl, Rollator oder Beatmungsgerät angewiesen sind, nicht auf den Turm. Auch Kinderwagen und Hunde müssen unten bleiben. Gleichzeitig dürfen höchstens 300 Personen auf dem Turm sein, an sonnigen Wochenenden kann es deshalb Wartezeiten geben.

Tripto-Tipp

Komm freitags oder samstags am Abend: Dann ist der Turm bis 23 Uhr offen, und du siehst die Lichter des Ruhrgebiets. Mit dem Abendtarif für Park und Turm sparst du außerdem. Für Auffahrt und Aussicht reicht eine Stunde, mit Spaziergang durch Rosarium und Park solltest du einen halben Tag einplanen.

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