Aussichtspunkte
Florianturm
Dortmund, Nordrhein-Westfalen
- 1–2 Std.
Aussichtspunkte
Dortmund, Nordrhein-Westfalen
Wer nach Dortmund kommt, sieht ihn lange vor dem Stadion: Der Florianturm, von den Dortmundern kurz „Florian“ genannt, ragt aus dem Westfalenpark weit über die Stadt hinaus. Als er 1959 eröffnet wurde, war er für rund ein Jahrzehnt der höchste Fernsehturm Deutschlands, und das Restaurant in seinem Korb drehte sich als eines der ersten seiner Art. Heute fährst du mit dem Aufzug auf eine Aussichtsplattform in fast 142 Metern Höhe und schaust über das Ruhrgebiet bis zum Horizont.
Für die erste Dortmunder Bundesgartenschau 1959 war ursprünglich nur ein bescheidener Aussichtsturm geplant. Gleichzeitig suchte die Deutsche Bundespost einen Standort für einen hohen Sendemast, der als Stahlgitter das Stadtbild gestört hätte. Stadt und Post taten sich zusammen, und Architekt Will Schwarz entwarf einen kombinierten Aussichts- und Fernmeldeturm. Am 22. Mai 1958 begann der Bau, der Betonschaft wuchs im Gleitschalverfahren ohne Gerüst, rund um die Uhr, im Winter unter einem beheizten Zelt. Zur Eröffnung der Gartenschau am 30. April 1959 stand der Turm.
Den Namen verdankt er dem Werbeplakat der Bundesgartenschau: Darauf war ein Bergmann mit einer Blume zu sehen, den man nach dem heiligen Florian benannte. Die Dortmunder übertrugen den Namen schnell auf den Turm. Ursprünglich war er rund 220 Meter hoch, nach dem Austausch der Antennen 2004 misst er 208,56 Meter. Zum 40. Geburtstag 1999 bekam der Schaft eine riesige Krawatte umgebunden, die es ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte.
Zur Plattform führen 762 Stufen. Das Treppenhaus ist durch eine feuerfeste Wand vom Aufzugschacht getrennt und dient als Fluchtweg, Besucher fahren mit dem Aufzug hinauf.
Die Aussichtsplattform ist Mittwoch und Donnerstag 14–18 Uhr, Freitag und Samstag 12–23 Uhr sowie Sonntag und an Feiertagen 12–20 Uhr geöffnet, Montag und Dienstag ist geschlossen. Die letzte Auffahrt ist 15 Minuten vor Schluss. Saison- und wetterbedingte Änderungen sind möglich.
Tickets bekommst du direkt am Turm oder an den Parkeingängen. Mit der RUHR.TOPCARD ist der Eintritt einmal frei.
Vom Dortmunder Hauptbahnhof fahren die Stadtbahnlinien U45 (Richtung Westfalenhallen) und U49 (Richtung Hacheney) zur Haltestelle „Westfalenpark“. Der nächste Eingang zum Turm ist an der Florianstraße, er ist von 9 bis 21 Uhr besetzt. Mit dem Auto parkst du auf den Parkplätzen F2 (Eingang Blütengärten) oder F3 (An der Buschmühle 3), die Gebühr liegt bei 8 €. Vermeide die umliegenden Wohnstraßen, dort wird kontrolliert.
Aus Brandschutzgründen dürfen Menschen, die auf Rollstuhl, Rollator oder Beatmungsgerät angewiesen sind, nicht auf den Turm. Auch Kinderwagen und Hunde müssen unten bleiben. Gleichzeitig dürfen höchstens 300 Personen auf dem Turm sein, an sonnigen Wochenenden kann es deshalb Wartezeiten geben.
Komm freitags oder samstags am Abend: Dann ist der Turm bis 23 Uhr offen, und du siehst die Lichter des Ruhrgebiets. Mit dem Abendtarif für Park und Turm sparst du außerdem. Für Auffahrt und Aussicht reicht eine Stunde, mit Spaziergang durch Rosarium und Park solltest du einen halben Tag einplanen.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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