Museen
Villa Stuck
München, Bayern
- 1,5–2 Std.
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München, Bayern

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch München — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 110 Min. 4,9 km
Von außen wirkt sie wie ein kleiner griechischer Tempel an der Prinzregentenstraße, innen öffnet sich ein Reich aus dunklen Wänden, Gold, Ornamenten und Symbolen. Die Villa Stuck war das Wohn- und Atelierhaus des Münchner „Malerfürsten“ Franz von Stuck (1863–1928), der sie bis ins Detail selbst entwarf: Fassade, Räume, Möbel und Garten. Heute ist das Haus ein Museum der Stadt München, in dem du durch Stucks historische Räume gehst und im Neuen Atelier Ausstellungen zur Kunst um 1900 und zur Gegenwart siehst.
Stuck, Sohn eines Müllers aus Niederbayern, war um 1900 einer der gefeiertsten Maler Münchens. 1897/98 baute er sich die Villa nach eigenen Plänen, außen streng neoklassizistisch, innen im Kontrast dazu im Jugendstil. 1914/15 kam das Ateliergebäude dazu, ebenfalls von ihm entworfen. Villa, Neues Atelier und Künstlergarten sollten zusammen ein Gesamtkunstwerk bilden. Für diese Leistung als Architekt verlieh ihm die Technische Hochschule München 1928, kurz vor seinem Tod, die Ehrendoktorwürde.
Nach dem Tod von Stucks Tochter 1961 drohte das Haus verloren zu gehen. 1965 kauften Hans Joachim und Amélie Ziersch die Villa samt Kunstwerken und Möbeln, um darin ein Museum einzurichten. Am 9. März 1968 wurde das Museum Villa Stuck eröffnet, zeitweise war es auch ein Zentrum für private Galerien. 1992 wurde es zum dritten städtischen Museum Münchens nach Stadtmuseum und Lenbachhaus. Nach Umbauten um 2000 und einer weiteren Sanierung 2024/25, in der das Museum vorübergehend in die Goethestraße zog, ist die Villa wieder an ihrem Stammsitz geöffnet.
Der Eintritt für das ganze Haus kostet 9 €, ermäßigt 5 €. Kinder und Jugendliche unter 18 haben freien Eintritt. Die Jahreskarte kostet 25 €, ermäßigt 15 €. Mit der München Card gibt es ermäßigten Eintritt. Tickets bekommst du an der Kasse oder online.
Die Villa Stuck liegt an der Prinzregentenstraße 60 in Bogenhausen, oberhalb des Friedensengels. Bus 100 (Museenlinie) und Tram 17 halten an „Friedensengel/Villa Stuck“, die U4 fährt bis Prinzregentenplatz, die U5 bis Max-Weber-Platz. An der Kreuzung zur Ismaninger Straße liegen zwei Behindertenparkplätze. Am besten kommst du mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Fast alle Ausstellungsräume sind über Aufzüge erreichbar, Ausnahme sind zwei Räume im Erdgeschoss der historischen Villa, der frühere Speisesaal und das Rauchzimmer. Der barrierefreie Eingang liegt an der Ismaninger Straße. Taschen sind nur bis etwa A4-Größe in der Ausstellung erlaubt, größere kommen ins Schließfach.
Komm am ersten Freitag im Monat, wenn das Haus bis 22 Uhr offen ist, die dunklen Räume wirken am Abend noch geheimnisvoller. Für Villa und Ausstellung solltest du eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Danach lohnt der kurze Weg hinunter zum Friedensengel und zur Isar.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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