Aussichtspunkte
Siegessäule
Berlin, Berlin
- 45–75 Min.
- Familienfreundlich
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Berlin, Berlin

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch Berlin — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 95 Min. 4,2 km
Die Siegessäule in Berlin ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt: Mitten im Tiergarten, auf dem Kreisverkehr Großer Stern, ragt die Säule rund 67 Meter in die Höhe, gekrönt von der vergoldeten Siegesgöttin Victoria – von den Berlinern liebevoll „Goldelse“ genannt. Über eine Wendeltreppe steigst du bis zur Aussichtsplattform direkt unter der Figur und blickst von dort über den Tiergarten bis zum Brandenburger Tor, Reichstag und Fernsehturm. Ein Aufstieg, der sich vor allem bei klarem Wetter lohnt.
Entworfen hat die Säule der Architekt Heinrich Strack. Sie sollte an die preußischen Siege in den drei sogenannten Einigungskriegen gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71) erinnern. Eingeweiht wurde sie am 2. September 1873, dem Jahrestag der Schlacht von Sedan.
Ursprünglich stand die Säule auf dem Königsplatz vor dem späteren Reichstagsgebäude, dem heutigen Platz der Republik. Im Zuge der NS-Planungen für die „Welthauptstadt Germania“ wurde sie 1938/39 an den Großen Stern versetzt und dabei um eine vierte Trommel erhöht – von etwa 60,5 auf rund 67 Meter. Aus dieser Zeit stammen auch die vier Torhäuschen an den Zugängen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ Frankreich die Bronzereliefs am Sockel abnehmen. Erst 1987, zur 750-Jahr-Feier Berlins, kamen sie auf Initiative von Präsident François Mitterrand zurück. Von März 2010 bis Mai 2011 wurde das Denkmal umfassend saniert, die Victoria erhielt dabei neuen Glanz. Seitdem strahlt die Goldelse wieder weithin sichtbar über den Baumwipfeln des Tiergartens – bei Sonne ist sie aus vielen Teilen der Innenstadt zu erkennen.
Popkulturell ist die Säule ebenfalls bekannt: In Wim Wenders' Film „Der Himmel über Berlin“ (1987) sitzen die Engel auf der Goldelse, 2008 sprach hier Barack Obama vor über 200.000 Menschen, und die Loveparade hatte am Großen Stern jahrelang ihre Abschlusskundgebung.
Laut Berlin.de ist die Plattform im Sommer 9:30–19 Uhr und im Winter 9:30–17:30 Uhr geöffnet, am 24. Dezember geschlossen. Andere Portale nennen leicht abweichende Zeiten – vor allem im Übergang zur Wintersaison lohnt ein kurzer Check. Der Eintritt kostet laut Berlin.de 4,50 €, ermäßigt 3,50 €, bezahlt wird nur bar (Stand: Oktober 2026).
Die Adresse lautet Großer Stern 1, 10557 Berlin. Wichtig: Die Säule steht mitten im Kreisverkehr. Überquere die Fahrbahn nicht, sondern nutze die Fußgängertunnel von den vier Torhäuschen am Rand des Platzes.
Mit Kindern und Barrierefreiheit: Die Plattform ist nicht barrierefrei und es gibt keinen Aufzug. Die enge Wendeltreppe mit 285 Stufen erfordert etwas Kondition; für Menschen mit Höhenangst kann der Aufstieg unangenehm sein. Kleine Kinder solltest du auf der Treppe gut im Blick behalten. Für Kinderwagen ist der Aufstieg ungeeignet. Plane für Aufstieg, Aussicht und Abstieg etwa 45 bis 60 Minuten ein.
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