Altstädte & Plätze
Schnoor
Bremen, Bremen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 45–120 Min.
- Familienfreundlich
- Mit Hund
Altstädte & Plätze
Bremen, Bremen

Audioguide
Station 12 von 13 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Die Gasse der Seilmacher, die fast abgerissen wurde.”
13 Stationen 85 Min. 2,6 km
Der Schnoor in Bremen ist das älteste erhaltene Wohnviertel der Hansestadt: ein Gewirr aus schmalen Gassen, Kopfsteinpflaster und winzigen Giebelhäusern zwischen Dom und Weser. Wer Bremen besucht, landet früher oder später hier, denn kaum ein anderer Ort in Norddeutschland zeigt so anschaulich, wie Fischer, Schiffer und Handwerker früher auf engstem Raum lebten. Heute laden Goldschmiede, Galerien, Cafés und kleine Museen zum Bummeln ein, und das Viertel ist komplett autofrei.
Der Name kommt vom niederdeutschen Wort für Schnur. Hier wurden einst Seile und Taue gedreht, und die dicht aneinandergereihten Häuschen erinnern bis heute an Perlen auf einer Kette. Schriftlich erwähnt wird das Quartier bereits im 13. Jahrhundert. Damals floss die Balge, ein Seitenarm der Weser, direkt am Viertel vorbei – ein idealer Standort für Flussfischer und Bootsleute. Später wurde der Wasserlauf zugeschüttet, nur Straßennamen erinnern noch daran.
Im 20. Jahrhundert verarmte der Schnoor, und in den 1950er-Jahren sollte er sogar Bank- und Versicherungsbauten weichen. Denkmalpfleger und Anwohner wehrten sich erfolgreich: Seit 1959 schützt eine Erhaltungssatzung das Ensemble, danach wurde es umfassend saniert. Heute stehen mehr als 100 Wohn- und Handwerkerhäuser unter Denkmalschutz.
Wer Süßes mag, schaut in der Bremer Bonbon Manufaktur an der Marterburg vorbei, wo du beim Kochen von Bonbons zusehen kannst. In den Restaurants stehen Bremer Klassiker wie Labskaus, Knipp oder im Winter Braunkohl auf der Karte.
Das Viertel ist jederzeit frei zugänglich, der Eintritt kostet nichts. Für einen gemütlichen Rundgang reichen 45 bis 90 Minuten, mit Café-Pause und Museum eher zwei Stunden. Am ruhigsten ist es morgens und am frühen Abend, wenn die Laternen angehen und die Gassen fast leer sind. Viele Geschäfte öffnen von April bis Dezember auch sonntags. Die Bremer Touristik bietet geführte Rundgänge an, darunter den Schnoorbummel und einen nächtlichen Bummel durch das Viertel.
Das Kopfsteinpflaster und die engen Durchgänge sind mit Rollstuhl oder Kinderwagen stellenweise mühsam; die Hauptgasse Schnoor ist am besten befahrbar. Kinder haben Spaß an den winzigen Häusern und der Bonbonküche.
Der Schnoor liegt mitten in der Altstadt, vom Marktplatz sind es rund zehn Minuten zu Fuß. Die nächste Haltestelle ist Domsheide (Straßenbahnlinien 2, 3, 4, 6 und 8, Buslinien 24 und 25, nachts N3, N4 und N5). Mit dem Auto parkst du am besten in einem der Innenstadt-Parkhäuser, denn im Viertel selbst gibt es keine Stellplätze.
Das autofreie Viertel ist rund um die Uhr frei zugänglich; viele Läden, Galerien und Souvenirgeschäfte öffnen von April bis Dezember auch sonntags, Gastronomie und Museen haben eigene Öffnungszeiten.
Eintritt frei; Führungen (z. B. Schnoorbummel, nächtlicher Bummel) kostenpflichtig über die Bremer Touristik.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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