Bauwerke & Wahrzeichen
Böttcherstraße
Bremen, Bremen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 0,5–2,5 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
Bauwerke & Wahrzeichen
Bremen, Bremen

Audioguide
Station 9 von 13 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Ein Kaffeekönig, ein goldenes Relief und eine Huldigung, die nichts nützte.”
13 Stationen 85 Min. 2,6 km
Die Böttcherstraße in Bremen ist nur gut hundert Meter lang und doch eine der ungewöhnlichsten Straßen Deutschlands: ein expressionistisches Gesamtkunstwerk aus Backstein, Gold und Porzellan zwischen Marktplatz und Weser. Ein Kaffeekaufmann ließ die alte Handwerkergasse in den 1920er-Jahren zu einer „Stadt in der Stadt“ umbauen. Heute findest du hier ein berühmtes Glockenspiel, zwei Museen, Kunsthandwerk, Cafés und Läden – ein Pflichtstopp bei jedem Bremen-Besuch.
Den Namen verdankt die Gasse den Böttchern, also Fassmachern, die hier bis ins 18. Jahrhundert arbeiteten. Der Bremer Kaufmann Ludwig Roselius, Gründer der Firma Kaffee HAG, kaufte ab Anfang des 20. Jahrhunderts nach und nach die Grundstücke auf. Zwischen 1922 und 1931 entstanden nach Entwürfen des Bildhauers Bernhard Hoetger und der Architekten Eduard Scotland und Alfred Runge die heutigen Bauten – ein in Bremen einzigartiges Ensemble des Backsteinexpressionismus.
Den Nationalsozialisten war die Straße suspekt: Hitler polemisierte 1936 auf dem Reichsparteitag gegen die „Böttcherstraßen-Kultur“. Im selben Jahr kam das vergoldete Relief „Der Lichtbringer“ über den Eingang am Marktplatz. 1944 wurde die Straße großteils zerstört, bis 1954 waren die meisten Fassaden wiederhergestellt. Seit 1973 steht das 108 Meter lange Ensemble unter Denkmalschutz.
Die Straße selbst ist jederzeit frei zugänglich. Das Glockenspiel erklingt von April bis Dezember zu jeder vollen Stunde zwischen 12 und 18 Uhr, von Januar bis März nur um 12, 15 und 18 Uhr. Plane deinen Besuch am besten so, dass du zur vollen Stunde vor dem Haus stehst.
Die Museen Böttcherstraße öffnen Dienstag bis Sonntag: das Paula Modersohn-Becker Museum von 11 bis 18 Uhr, das Ludwig Roselius Museum von 12 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet 12 €, ermäßigt 8 €, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sind frei (Stand: Oktober 2026). Wichtig: Das Paula Modersohn-Becker Museum schließt vom 2. bis 13. November 2026 für Arbeiten; ab dem 14. November läuft die Ausstellung „AURA“ mit Bildnissen der Malerin. Die Museen haben derzeit keinen stufenlosen Zugang.
Die Böttcherstraße verbindet den Marktplatz mit der Martinistraße an der Weser. Mit der Straßenbahn fährst du bis Domsheide oder Obernstraße und gehst wenige Minuten zu Fuß. Mit dem Auto nutzt du am besten ein Parkhaus in der Innenstadt. Für einen Bummel mit Glockenspiel reicht eine halbe Stunde, mit Museumsbesuch solltest du zwei bis drei Stunden einplanen. Kinder lieben das Glockenspiel und die drehenden Bildtafeln.
Die Straße ist jederzeit frei zugänglich; das Glockenspiel erklingt von April bis Dezember zu jeder vollen Stunde von 12 bis 18 Uhr, von Januar bis März um 12, 15 und 18 Uhr; die Museen Böttcherstraße öffnen Dienstag bis Sonntag (Paula Modersohn-Becker Museum 11–18 Uhr, Ludwig Roselius Museum 12–16 Uhr), montags geschlossen.
Straße und Glockenspiel kostenlos; Museen Böttcherstraße: Erwachsene 12 €, ermäßigt 8 €, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei.
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