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Highlights

  • Stifterfiguren Uta und Ekkehard
  • Westlettner
  • Romanische Krypta
  • Elisabethkapelle mit Neo-Rauch-Fenstern
  • Domgarten

Über diesen Ort

Der Naumburger Dom St. Peter und Paul in Naumburg (Saale) ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerke Deutschlands und seit 2018 UNESCO-Welterbe. Berühmt ist er vor allem für die zwölf lebensgroßen Stifterfiguren im Westchor, darunter die vielfotografierte Uta, und für den Westlettner des unbekannten „Naumburger Meisters“. Dazu kommen Krypta, Kreuzgang, Domschatz und ein Domgarten – genug für einen halben Tag im Herzen der Weinregion Saale-Unstrut.

Geschichte in Kürze

Um das Jahr 1000 errichteten die Markgrafen von Meißen auf einer Anhöhe über der Saale ihre „neue Burg“ – daraus wurde der Name Naumburg. 1028 verlegte Kaiser Konrad II. den Bischofssitz von Zeitz hierher. Der heutige Dom entstand größtenteils in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als spätromanische Doppelchoranlage, also mit einem Chor an jedem Ende. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts kam der frühgotische Westchor hinzu, für den die Werkstatt des Naumburger Meisters die Stifterfiguren und den Lettner schuf. Nach der Reformation wurde in Naumburg 1542 mit Nikolaus von Amsdorf erstmals im Reich ein evangelischer Bischof eingesetzt; heute gehört der Dom der Stiftung Vereinigte Domstifter.

Was du sehen solltest

  • Stifterfiguren im Westchor: Zwölf Skulpturen der Stifter des Doms, entstanden um die Mitte des 13. Jahrhunderts. Uta von Ballenstedt neben Markgraf Ekkehard II. gilt als eine der berühmtesten Frauenfiguren der europäischen Kunst.
  • Westlettner: Die steinerne Chorschranke zeigt Passionsszenen in erstaunlich lebensnahen Reliefs, in der Mitte die Kreuzigungsgruppe im Durchgang.
  • Ostlettner und Krypta: Der zweite, ältere Lettner und die romanische Krypta unter dem Ostchor – Naumburg ist einer der wenigen Dome mit zwei erhaltenen Lettnern.
  • Elisabethkapelle: eine Elisabethstatue von um 1235 und drei Glasfenster, die der Leipziger Maler Neo Rauch 2007 gestaltet hat.
  • Kreuzgang, Domschatzgewölbe und Domgarten: Der Domgarten ist über den Kreuzgang erreichbar und im Ticket enthalten.

Gut zu wissen: Der 2022 im Westchor aufgestellte Cranach-Triegel-Marienaltar hat eine Debatte mit ICOMOS ausgelöst, weil er den Blick auf die Stifterfiguren verstellte. Im November 2025 wurde er erneut abgebaut und ist derzeit nicht in Naumburg zu sehen.

Tickets und Öffnungszeiten

Stand: Oktober 2026, laut offizieller Website:

  • April bis Oktober: Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag und kirchliche Feiertage 12–18 Uhr.
  • November bis März: Montag bis Samstag 10–16 Uhr, Sonntag und kirchliche Feiertage 12–16 Uhr; 24.12. 9–12 Uhr, 31.12. 9–14 Uhr.
  • Eintritt mit Audioguide: Erwachsene 9,50 €, ermäßigt 6 €, Schüler 3 €, Familienkarte 23 €.
  • Mit öffentlicher Domführung (ca. 60 Minuten): Erwachsene 12,50 €, ermäßigt 9 €, Schüler 3 €.
  • Turmführung (April bis Oktober freitags bis sonntags 15 Uhr): 5 €, Schüler 1,50 €, ab 8 Jahren.
  • Kombikarte mit dem Merseburger Dom: 15 €, ermäßigt 10 €.

Tickets kannst du im Online-Ticketshop der Domstifter kaufen, was der Dom auch empfiehlt; vor Ort gibt es eine Kasse. Mit einer tagesaktuellen DB- oder MDV-Fahrkarte bekommst du 10 Prozent Rabatt. Sonntags und an kirchlichen Feiertagen ist zwischen 10 und 12 Uhr Gottesdienst, auch Konzerte und Trauungen können den Besuch einschränken.

Besichtigung und Zeitplanung

Plane mindestens eine Stunde ein, mit Domschatz, Domgarten und Führung eher zwei. Der Dom selbst rät, nicht nach 17.30 Uhr (im Winter 15.30 Uhr) zu kommen. Den Audioguide kannst du vorab aufs Handy laden; eigene Kopfhörer mitbringen, sonst kosten Einwegkopfhörer 1 €. Öffentliche Führungen gibt es täglich: von April bis Oktober werktags um 10 und 14 Uhr, freitags und samstags zusätzlich um 16 Uhr, sonntags um 12, 14 und 16 Uhr. Seit August 2026 steht gegenüber dem Ostchor das neue Zentrum Welterbe in der historischen Bischofskurie mit kostenloser, mehrsprachiger Ausstellung und dem Kuriengarten; der Ticketverkauf zieht laut Dom erst ab April 2027 dorthin um.

Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit

Naumburg erreichst du mit Regionalzügen aus Leipzig, Halle, Erfurt, Jena und Gera. Vom Hauptbahnhof läufst du 15 bis 20 Minuten zum Dom, oder du nimmst die historische Naumburger Straßenbahn bis Jägerplatz und gehst durch die Altstadtgassen. Mit dem Auto parkst du kostenpflichtig zum Beispiel am Parkplatz Postring, im Parkhaus Citykaufhaus oder auf dem Altstadt-Parkplatz Vogelwiese. Radfahrer kommen über den Saale-Radweg direkt in die Stadt.

Mit Kindern und barrierefrei: Der Dom ist nach „Reisen für Alle“ als barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung zertifiziert: Langhaus und Kreuzgang sind stufenlos, Domschatz und Ausstellung per Lift erreichbar, Rollstühle kannst du an der Kasse leihen. Zu Ostchor und Krypta führen Treppen. Für Familien gibt es eigene Kinderführungen und die KinderDomBauhütte; Schüler zahlen nur 3 €.

In der Nähe

  • Naumburger Altstadt: Marktplatz mit Rathaus und der Stadtkirche St. Wenzel, wenige Gehminuten vom Dom.
  • Naumburger Straßenbahn: eine der kleinsten Straßenbahnen Deutschlands, mit historischen Wagen.
  • Weinregion Saale-Unstrut: Weinberge, Burgen und Radwege rund um Naumburg und Freyburg.
  • Merseburger Dom: laut Domstiftern etwa 40 Autominuten entfernt, mit Kombiticket.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
9:00–18:00
Dienstag
9:00–18:00
Mittwoch
9:00–18:00
Donnerstag
9:00–18:00
Freitag
9:00–18:00
Samstag
9:00–18:00
Sonntag
12:00–18:00

Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026

April bis Oktober Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonntag und kirchliche Feiertage 12–18 Uhr; November bis März Montag bis Samstag 10–16 Uhr, Sonntag und kirchliche Feiertage 12–16 Uhr; 24.12. 9–12 Uhr, 31.12. 9–14 Uhr; Einschränkungen bei Gottesdiensten, Konzerten und Trauungen.

Tickets

Erwachsene 9,50 € inkl. Audioguide, ermäßigt 6 €, Schüler 3 €, Familienkarte 23 €; mit öffentlicher Domführung 12,50 €; Tickets online oder vor Ort, 10 % Rabatt mit tagesaktueller DB/MDV-Fahrkarte.

Adresse & Anfahrt

Domplatz 16/17, 06618 Naumburg (Saale)

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Quellen und weiterführende Lektüre

Verifiziert10. Oktober 2026

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