Museen
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Leipzig, Sachsen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 1,5–2,5 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
Museen
Leipzig, Sachsen

Audioguide
Audioguide
Audio-Spaziergang durch Leipzig — 12 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
12 Stationen 85 Min. 3 km
Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig ist das Museum für die Geschichte von Diktatur, Widerstand und Demokratie in Ostdeutschland – mitten in der Innenstadt, in der Grimmaischen Straße zwischen Markt und Augustusplatz. In der Stadt, in der im Herbst 1989 Zehntausende für Freiheit auf die Straße gingen, erzählt es anschaulich vom Alltag in der DDR, von der Friedlichen Revolution und vom Leben im vereinten Deutschland. Der Eintritt ist frei, und die Ausstellung gehört zu den besten Orten, um die jüngere deutsche Geschichte zu verstehen.
Das Forum ist ein Haus der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, zu der auch das Haus der Geschichte in Bonn gehört. Eröffnet wurde es am 9. Oktober 1999 von Bundeskanzler Gerhard Schröder – auf den Tag zehn Jahre nach der entscheidenden Leipziger Massendemonstration. Seither kamen rund 3,7 Millionen Besucher. Seit 2020 leitet Uta Bretschneider das Haus.
Vor dem Eingang steht die Bronzeskulptur „Der Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer: eine zerrissene Figur, die mit einem Bein nach vorn stürmt einen Arm zum Hitlergruß hebt und die andere Hand zur Faust ballt – ein Sinnbild für das 20. Jahrhundert und längst ein Wahrzeichen des Museums.
Die Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“ wurde 2018 grundlegend neu gestaltet. Auf rund 2.000 m² zeigt sie etwa 2.000 Objekte, Fotos und Filme sowie Interviews mit Zeitzeugen. Die Themen reichen von der Nachkriegszeit über das Leben in der DDR bis zur Friedlichen Revolution und den Umbrüchen nach der Einheit. Zu den eindrücklichen Stücken gehören Dokumente und Technik aus dem Herbst 1989, etwa eine Videokamera samt Kassette mit der Aufschrift „Demo Leipzig 9.10.89“.
Wechselausstellungen im Herbst 2026:
Stand: Oktober 2026, laut offizieller Website:
Plane etwa zwei Stunden für die Dauerausstellung ein. Große Taschen, Rucksäcke und Wintermäntel kommen in die kostenlosen Schließfächer. Ein kostenloser Online-Audioguide ist auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch sowie in Leichter Sprache, Gebärdensprache und mit Audiodeskription verfügbar. Öffentliche Führungen kannst du ohne Anmeldung begleiten, Gruppen ab 15 Personen buchen vorab.
Am schnellsten kommst du mit der S-Bahn (S1 bis S5X) bis Markt – von dort sind es nur etwa 50 Meter. Alle Straßenbahnlinien halten an einer der Haltestellen Augustusplatz, Wilhelm-Leuschner-Platz, Thomaskirche oder Hauptbahnhof, jeweils wenige Gehminuten entfernt. Parken kannst du in den Innenstadt-Parkhäusern Am Neumarkt, Augustusplatz oder Petersbogen. Der Eingang ist ebenerdig, das Museum ist barrierefrei mit dem ÖPNV erreichbar.
In der Nähe liegen das Alte Rathaus am Markt mit dem Stadtgeschichtlichen Museum, die Nikolaikirche, Ausgangspunkt der Friedensgebete und Montagsdemonstrationen, sowie die Mädlerpassage mit Auerbachs Keller. Über die Grimmaische Straße erreichst du in fünf Minuten den Augustusplatz mit Gewandhaus und Oper. Wer das Thema vertiefen möchte, besucht die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung.
Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, montags geschlossen; am 24. und 31.12.2026 geschlossen, am 31.10., 18.11., 26.12.2026 und 1.1.2027 geöffnet.
Eintritt frei
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Geprüft: Oktober 2026