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Highlights

  • Merseburger Zaubersprüche
  • Ladegast-Orgel
  • Grabplatte Rudolfs von Schwaben
  • Fürstengruft
  • Krypta

Über diesen Ort

Der Merseburger Dom St. Johannes und St. Laurentius ist eines der bedeutendsten Bauwerke an der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit dem Schloss bildet er auf dem Domhügel über der Saale ein einzigartiges Ensemble. Hier erwarten dich eine über tausendjährige Geschichte, das älteste erhaltene Bildnisgrabmal des deutschen Mittelalters, eine der berühmtesten romantischen Orgeln Deutschlands und die rätselhaften Merseburger Zaubersprüche. Ein Besuch lohnt sich auch als Abstecher von Halle oder Leipzig.

Geschichte des Doms

Den Grundstein für die Bischofskirche legte Bischof Thietmar von Merseburg am 18. Mai 1015. Die erste Weihe fand 1021 im Beisein von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde statt. Nach zwei Einstürzen des Ostchors wurde der Dom 1042 erneut geweiht. Von dieser frühen Kirche sind unter anderem die Krypta, die runden Türme am Chor und die Untergeschosse der Westtürme erhalten.

Zwischen 1510 und 1517 ließ Bischof Thilo von Trotha das Langhaus zur spätgotischen Hallenkirche umbauen und mit hohen Ziergiebeln dem Schloss angleichen. 1545 predigte Martin Luther im Dom, seit 1561 ist er evangelisch. Ab 1654 diente er den Herzögen von Sachsen-Merseburg als Hofkirche und Grablege.

Was du sehen solltest

  • Grabplatte Rudolfs von Schwaben: Der Gegenkönig fiel 1080 nach der Schlacht bei Hohenmölsen. Seine bronzene Grabplatte im Chor gilt als ältestes Bildnisgrabmal des deutschen Mittelalters.
  • Ladegast-Orgel: Friedrich Ladegast baute sie 1853–1855 und 1866. Mit 81 Registern und 5687 Pfeifen ist sie eine der wichtigsten romantischen Orgeln Deutschlands.
  • Merseburger Zaubersprüche: Die zwei althochdeutschen Sprüche zur Befreiung von Gefangenen und zur Heilung eines Pferdefußes wurden 1841 in der Domstiftsbibliothek entdeckt. Im Zauberspruchgewölbe siehst du sie als Faksimile. Ein Antrag auf Aufnahme ins UNESCO-Weltdokumentenerbe läuft.
  • Fürstengruft: 37 Särge der Herzöge von Sachsen-Merseburg und ihrer Familien.
  • Krypta, Kreuzgang und romanischer Taufstein aus der Zeit um 1188.

Gleich nebenan im Schlosshof erinnert der Rabenkäfig an die Legende um Bischof Thilo von Trotha, nach der ein Rabe einen verlorenen Ring gestohlen haben soll.

Öffnungszeiten und Tickets

Stand: Oktober 2026. Von April bis Oktober ist der Dom montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr und sonntags ab 12 Uhr geöffnet, von November bis März werktags von 10 bis 16 Uhr und sonntags von 12 bis 16 Uhr. Gottesdienste, Trauungen und Konzertproben haben Vorrang.

Der Eintritt kostet 9,50 € inklusive Audioguide, ermäßigt 6 €, Schüler 3 €, die Familienkarte 23 €. Mit öffentlicher Domführung (etwa 60 Minuten) zahlst du 12,50 €. Führungen gibt es täglich, meist um 11 und 13 Uhr, am Wochenende auch nachmittags. Von April bis Oktober bietet der Dom freitags bis sonntags um 14 Uhr eine Turmführung an (nicht für Kinder unter 6). Die Fürstengruft öffnet bei einer Führung am letzten Sonntag im Monat. Wer auch Naumburg besucht, spart mit der Kombikarte (15 €).

Anfahrt und Tipps

Merseburg liegt zwischen Halle und Leipzig an der A 38. Vom Bahnhof Merseburg läufst du rund 10 Minuten zum Domplatz, die Straßenbahn verbindet die Stadt zudem mit Halle. Mit dem Auto findest du öffentliche Parkplätze rund um Dom und Schloss, ein Behindertenparkplatz liegt nahe am Eingang.

  • Plane mindestens eine Stunde ein, mit Audioguide eher zwei.
  • Kommst du erst kurz vor Schluss, reicht die Zeit kaum für den Rundgang.
  • Familien können im KinderDomusMerseburch spielerisch Geschichte entdecken.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
10:00–16:00
Dienstag
10:00–16:00
Mittwoch
10:00–16:00
Donnerstag
10:00–16:00
Freitag
10:00–16:00
Samstag
10:00–16:00
Sonntag
12:00–16:00

April bis Oktober Montag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonn- und kirchliche Feiertage 12–18 Uhr; November bis März Montag bis Samstag 10–16 Uhr, Sonn- und Feiertage 12–16 Uhr; 24.12. 9–12 Uhr, 31.12. 9–14 Uhr; Gottesdienste haben Vorrang.

Tickets

Erwachsene 9,50 € inkl. Audioguide, ermäßigt 6 €, Schüler 3 €, Familienkarte 23 €; mit öffentlicher Domführung 12,50 €, ermäßigt 9 €, Familie 29 €; Kombikarte mit Naumburger Dom 15 €.

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