Kirchen & Klöster
Kloster Loccum
Rehburg-Loccum, Niedersachsen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 1–2 Std.
- Bei Regen
- Parkplatz
- Mit Hund
Kirchen & Klöster
Rehburg-Loccum, Niedersachsen
Kloster Loccum in Rehburg-Loccum, unweit des Steinhuder Meeres, zählt zu den am besten erhaltenen Zisterzienserklöstern nördlich der Alpen. Hinter der alten Klostermauer erwarten dich eine spätromanische Stiftskirche von schlichter Größe, ein stiller Kreuzgang, Fachwerkhäuser und alte Bäume. Das Besondere: Loccum ist bis heute ein lebendiges evangelisches Kloster mit Predigerseminar, Andachten und Konzerten. Wer Ruhe, klare Architektur und gelebte Geschichte sucht, ist hier genau richtig.
1163 gründete Graf Wilbrand von Hallermund das Kloster, Abt Eckehard und zwölf Mönche kamen aus Volkenroda in Thüringen. Die heutige Stiftskirche entstand etwa zwischen 1230/40 und 1280 im Übergang von der Romanik zur Gotik. Ende des 16. Jahrhunderts schloss sich das Kloster der Reformation an und ist seither ein evangelischer Konvent. Ein dunkles Kapitel sind die Hexenprozesse: Zwischen 1581 und 1661 sind im Klostergebiet 54 Verfahren mit etwa 33 Hinrichtungen belegt.
Seit 1820 bildet das Predigerseminar hier angehende Pastorinnen und Pastoren der hannoverschen Landeskirche aus, seit 1952 hat die Evangelische Akademie Loccum gleich nebenan ihren Sitz. 1955 wurde im Refektorium der Loccumer Vertrag zwischen Niedersachsen und den evangelischen Kirchen unterzeichnet. Die Kirche wurde 2010 bis 2012 saniert und erhielt eine neue Orgel, die Klostergebäude folgten bis 2021.
Das Klostergelände ist ganztägig frei zugänglich. Stiftskirche, Kreuzgang und Kapellen kannst du täglich von 10 bis 18 Uhr besichtigen, sonntags im Winter bis zum Einbruch der Dunkelheit. Der Eintritt ist frei (Stand: Oktober 2026).
Die Klosterpforte im Torbogen verkauft Literatur, Postkarten und Kloster-Honig. Tipp: Kirche und Kreuzgang sind nicht beheizt, nimm in der kalten Jahreszeit warme Kleidung mit.
Mit dem Auto gibst du am besten Marktstraße 14 ins Navi ein: Dort liegt der öffentliche Parkplatz, von dem es nur 200 Meter bis zum Kloster sind. Aus Hannover verlässt du die A 2 an der Ausfahrt Wunstorf/Luthe und fährst über Hagenburg und Bad Rehburg nach Loccum, das dauert ab der Autobahn etwa 30 Minuten. Mit Bahn und Bus fährst du bis Nienburg, Stadthagen oder Wunstorf und nimmst von dort den Linienbus. Die nächste Haltestelle „Marktplatz“ liegt etwa 200 Meter vom Kloster entfernt.
Das Gelände innerhalb der Mauern ist ebenerdig, Stiftskirche und Kreuzgang sind barrierefrei, nur Kapellen und Innenhof erreichst du über Stufen. Eine behindertengerechte Toilette gibt es im Kreuzgang. Hunde sind an der Leine auf dem Gelände willkommen, dürfen aber nicht in die Innenräume.
Klostergelände ganztägig zugänglich; Stiftskirche, Kreuzgang und Kapellen täglich 10–18 Uhr, sonntags im Winter bis Einbruch der Dunkelheit.
Eintritt frei; öffentliche Führungen April bis Oktober Sa und So 15 Uhr, Erwachsene 5 €, Kinder und Jugendliche frei.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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