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Highlights

  • Aufstieg auf den Feldstein mit Gipfelkreuz auf 756 Metern
  • Bornstein, mit 92 Metern der höchste der vier Felsen
  • Felsprofil „Großer Kurfürst“ am Goldstein
  • Reste einer eisenzeitlichen Wallburg zwischen den Felsen
  • Brutplatz der Wanderfalken
  • Infocenter mit Ausstellung und Café

Über diesen Ort

Über dem Dorf Bruchhausen ragen vier graue Felstürme aus dem Wald des Istenbergs, so markant, dass man sie aus dem ganzen Tal sieht. Die Bruchhauser Steine gehören zu den markantesten Felsformationen im Sauerland und sind seit 2017 als Nationales Naturmonument geschützt, erst das zweite in ganz Deutschland. Einen der vier darfst du besteigen, und oben, neben dem Gipfelkreuz, liegt dir das Hochsauerland zu Füßen.

Die vier Steine

  • Bornstein: Mit rund 92 Metern Felshöhe der höchste. Der Name kommt vom mittelniederdeutschen „borne“ für Quelle, gemeint ist eine Wasseransammlung auf dem Gipfel. Hier brüten Wanderfalken.
  • Feldstein: Etwa 45 Meter hoch, sein Gipfel liegt mit 756 Metern aber am höchsten, sogar 28 Meter über dem Gipfel des Istenbergs. Er ist der einzige Felsen, der bestiegen werden darf, über die Thomas-Neiss-Steige. Oben steht ein 9 Meter hohes Holzkreuz.
  • Goldstein: Rund 60 Meter hoch, der Name kommt vermutlich von golden schimmernden Quarzeinschlüssen. An seiner Ostflanke erkennt man mit etwas Fantasie das Profil des „Großen Kurfürsten“.
  • Ravenstein: Etwa 72 Meter hoch, wohl benannt nach den Rabenvögeln.

Wie die Felsen entstanden

Der Untergrund ist weicher Tonschiefer aus Ablagerungen eines Meeres der Devonzeit. Später drang Lava in Spalten dieses Schiefers und erstarrte zu hartem vulkanischem Gestein. Als das Gebirge über Jahrmillionen abgetragen wurde, verwitterte der Schiefer, die harten Lavagesteine blieben als sogenannte Härtlinge stehen. Seit 2006 sind die Steine als Nationaler Geotop ausgezeichnet.

Eine Burg zwischen den Felsen

Zwischen den vier Hauptfelsen lag in der frühen und mittleren Eisenzeit eine 8 bis mindestens 11 Hektar große Wallburg, Reste der Wälle sind noch zu sehen. Ob hier dauerhaft Menschen lebten oder ob die Anlage nur als Fluchtburg oder Kultplatz diente, ist bis heute offen. 2013 wurde ein bronzener Armreif gefunden, 2024 und 2025 eine eisenzeitliche Quarzgrube nahe dem Feldsteingipfel.

Wissenswertes

An den Felsen wächst die Alpen-Gänsekresse, ein Relikt der Eiszeit, deren nächste Vorkommen erst im Schwarzwald liegen. Auch Moose und Flechten, die sonst in den Alpen und der Arktis zu Hause sind, gedeihen hier. Der Uhu brütete hier zuletzt 1876, die Jungvögel wurden damals ausgeraubt und in den Zoo nach Münster gebracht. Seit 1992 gehört das rund 85 Hektar große Gebiet einer Stiftung des Landes.

Besuch, Preise und Zeiten (Stand: Oktober 2026)

  • Besuchszeiten Gelände: täglich 10–20 Uhr, der Besuch ist kostenpflichtig.
  • Eintritt: Erwachsene 6,50 €, Kinder (6–16) 3,50 €, Familienkarte 14,50 €.
  • Parken: am Infocenter 3,50 €, mit Auffahrt zum Panoramaplatz 5 €.
  • Infocenter mit Ausstellung, Café und Shop: März bis Oktober dienstags bis sonntags 10–18 Uhr, November bis März nur am Wochenende 10–15 Uhr, in den Weihnachtsferien täglich 10–15 Uhr.

Für die Runde zu allen vier Felsen mit Aufstieg auf den Feldstein plane zwei bis drei Stunden ein. Der Aufstieg ist steil, feste Schuhe sind nötig. Hunde dürfen an der Leine mit, aber nicht auf den Feldstein. Radfahren ist im Naturschutzgebiet verboten.

Anfahrt und Barrierefreiheit

Die Navi-Adresse ist Hochsauerlandstraße 1 in Olsberg-Bruchhausen, von dort folgst du der Beschilderung. Mit dem Bus fährst du ab Olsberg mit der Linie R31 bis „Unter den Steinen“. Der große Rundweg ist nicht rollstuhlgeeignet. Wer mit Kinderwagen oder eingeschränkter Mobilität kommt, fährt bis zum Panoramaplatz, von dort führt ein breiter, ebener Schotterweg bis kurz vor den Feldstein.

Tripto-Tipp

Wer die Steine einmal von unten in voller Größe sehen will, geht nach dem Besuch hinunter auf die Wiesen um Bruchhausen. Im Frühsommer, wenn dort die Blumen blühen, stehen die vier Felsen wie eine Krone über dem Wald.

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