Altstädte & Plätze
Altstadt Celle
Celle, Niedersachsen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 2–6 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
- Mit Hund
Altstädte & Plätze
Celle, Niedersachsen
Die Altstadt Celle ist eines der geschlossensten Fachwerkensembles Deutschlands: Rund um Markt, Stechbahn und Zöllnerstraße stehen laut Stadt fast 500 Fachwerkhäuser mit bunten Fassaden, Schnitzereien und goldenen Inschriften. Dazu kommen ein weißes Welfenschloss, eine barocke Stadtkirche und kleine Museen. Weil Celle im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde, wirkt das Stadtbild erstaunlich echt. Die Stadt am Südrand der Lüneburger Heide lohnt sich als Tagesausflug von Hannover oder Hamburg genauso wie für ein entspanntes Wochenende.
Das heutige Celle wurde ab 1292 planmäßig an einer Furt durch die Aller angelegt, nachdem Herzog Otto der Strenge die Bewohner des älteren Ortes zum Umzug aufgefordert hatte. Von 1378 bis 1705 war die Stadt Residenz, zuerst der Herzöge von Sachsen-Wittenberg, dann der Lüneburger Welfen. Unter Herzog Georg Wilhelm entstand im 17. Jahrhundert das barocke Schloss, und Hugenotten brachten französische Lebensart in die Stadt. Nach 1705 fiel das Fürstentum an Hannover, Celle wurde zur Beamten- und Juristenstadt. Schon 1907 gab sich die Stadt als eine der ersten in Deutschland eine Satzung zum Schutz ihres Fachwerks.
Die Gassen sind jederzeit frei zugänglich, Eintritt zahlst du nur für Museen, Turm oder Führungen. Für einen ersten Rundgang reichen zwei bis drei Stunden, mit Schloss und Museum wird ein ganzer Tag daraus. Die klassische öffentliche Stadtführung dauert rund 90 Minuten und startet an der Brücke vor dem Schloss; von Mai bis Oktober läuft sie täglich, im April und November am Wochenende. Erwachsene zahlen 10 €, ermäßigt 5 € (Stand: Oktober 2026). Die Touristinformation liegt direkt am Markt gegenüber dem Alten Rathaus und bewahrt Gepäck und Einkäufe kostenlos auf.
Besonders stimmungsvoll ist Celle in der Adventszeit, wenn der Weihnachtsmarkt die Altstadt füllt. Mit Kindern lohnen sich der Schlosspark mit Wassergraben und eine Familienführung im Schloss. Das Kopfsteinpflaster ist mit Rollstuhl oder Kinderwagen stellenweise holprig, die Hauptachsen sind aber gut befahrbar.
Celle liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich von Hannover an der Bahnstrecke nach Hamburg. Intercity- und ICE-Züge halten regelmäßig, dazu kommen Metronom und die S-Bahn Hannover. Vom Bahnhof fährt der Innenstadt-Hüpfer der CeBus im 15-Minuten-Takt zum Schlossplatz. Mit dem Auto erreichst du Celle über die A7 oder die Bundesstraßen B3 und B214. Rund um die Altstadt gibt es mehrere Parkplätze, etwa am Schützenplatz, am Neumarkt oder am Großen Plan.
Die Altstadt ist als öffentlicher Raum jederzeit frei zugänglich; Museen, Schloss, Kirchturm und Geschäfte haben eigene Öffnungszeiten.
Eintritt frei; öffentliche Stadtführung (ca. 90 Min.) Erwachsene 10 €, ermäßigt 5 €, online zzgl. Gebühren.
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