Museen
Alte Pinakothek
München, Bayern
- Öffnungszeiten
- 2–4 Std.
- Bei Regen
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München, Bayern

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch München — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 110 Min. 4,9 km
Die Alte Pinakothek in München zählt zu den bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt. Im Kunstareal der Maxvorstadt hängen Meisterwerke europäischer Malerei vom Mittelalter bis zum Rokoko – von Dürer und Leonardo über Raffael und Rembrandt bis zur weltweit größten ständig ausgestellten Rubens-Sammlung. Der Bau von Leo von Klenze ist selbst ein Stück Museumsgeschichte, und weil der Eintritt sonntags fast nichts kostet, lohnt sich der Besuch auch für Kurzentschlossene.
König Ludwig I. wollte die Gemäldesammlung der Wittelsbacher öffentlich zeigen und beauftragte dafür Leo von Klenze. Am 7. April 1826 wurde der Grundstein gelegt, am 16. Oktober 1836 öffnete das Museum. Der Name geht auf das griechische Wort für eine Bildersammlung zurück; den Zusatz „Alte“ bekam das Haus, als 1853 gegenüber die Neue Pinakothek für die Kunst der damaligen Gegenwart eröffnete. Zur Eröffnung hingen rund 2.000 Gemälde in den Sälen – die Alte Pinakothek gehört damit zu den ältesten öffentlich zugänglichen Gemäldegalerien überhaupt. Klenze ordnete große Oberlichtsäle für die Hauptwerke und seitliche Kabinette für kleinere Bilder an – ein Prinzip, das du beim Rundgang bis heute erlebst.
Im Zweiten Weltkrieg trafen 1943 und 1944 Bomben vor allem den Mittelteil. Die Gemälde waren zuvor ausgelagert worden. Beim Wiederaufbau von 1952 bis 1957 entschied sich der Architekt Hans Döllgast gegen eine originalgetreue Rekonstruktion: Er schloss die Lücke in der Südfassade mit schlichtem Backstein, verlegte den Haupteingang auf die Nordseite und ersetzte die Loggien durch Treppen. Die Wunde des Krieges bleibt so bis heute sichtbar – schau dir die Südseite unbedingt von der Wiese aus an. Nach einer Generalsanierung von 1994 bis 1998 wurde zwischen 2016 und 2018 noch einmal die Gebäudehülle erneuert.
Heute sind mehr als 700 Gemälde in 19 Sälen und 47 Kabinetten dauerhaft ausgestellt. Die Schwerpunkte liegen auf altdeutscher und altniederländischer, flämischer, holländischer, italienischer, französischer und spanischer Malerei. Diese Werke solltest du nicht verpassen:
Ein Extra während der Sanierung nebenan: Weil die Neue Pinakothek voraussichtlich bis 2029 geschlossen ist, zeigt die Alte Pinakothek im Erdgeschoss eine Auswahl wichtiger Werke des 19. Jahrhunderts.
Stand: Oktober 2026, laut Pinakotheken:
Für Sonderausstellungen gelten eigene Preise. Bei Bauarbeiten kann das Haus kurzfristig schließen – im März 2026 war es etwa eine Woche zu. Schau vor dem Besuch kurz auf die Website.
Tipp für die Planung: Konzentriere dich beim ersten Besuch auf zwei oder drei Schwerpunkte, etwa die altdeutschen Meister rund um Dürer, die italienische Renaissance und die Rubenssäle. Zwischendurch kannst du im Museumscafé eine Pause einlegen. Plane für einen Überblick zwei bis drei Stunden ein, Kunstfans können leicht einen ganzen Tag verbringen. Der Sonntag ist wegen des 1-€-Eintritts am vollsten; am ruhigsten ist es unter der Woche vormittags oder an den langen Abenden am Dienstag und Mittwoch. Kinder und Jugendliche unter 18 haben freien Eintritt; Vermittlungsangebote für Familien findest du im Programm der Pinakotheken.
Das Museum ist barrierefrei: Der Haupteingang ist stufenlos, vier Aufzüge erschließen alle Ausstellungsbereiche, Café und Shop. Es gibt Behindertentoiletten im Erdgeschoss, zwei Leihrollstühle, Faltstühle und Induktionsschleifen bei öffentlichen Führungen. Behindertenparkplätze liegen an der Nordseite, die Zufahrt erfordert eine Erlaubnis.
Die Adresse ist Barer Straße 27, der Eingang liegt an der Theresienstraße. Mit der Tram 27 hältst du direkt an der Pinakothek, mit der U2 erreichst du die Station Theresienstraße, mit U3/U6 Universität oder Odeonsplatz, jeweils mit einigen Minuten Fußweg. Parkplätze für Besucher sind rund ums Kunstareal knapp.
Im Kunstareal liegen Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst und Glyptothek direkt um die Ecke. Die Glyptothek bildet zusammen mit den Propyläen und den Staatlichen Antikensammlungen den klassizistischen Königsplatz, der wie die Pinakothek auf König Ludwig I. zurückgeht. An warmen Tagen lädt die große Wiese vor der Südfassade zu einer Pause im Grünen ein. In etwa 20 Minuten spazierst du über Odeonsplatz und Hofgarten zur Residenz, weiter zur Frauenkirche und zum Viktualienmarkt ist es kaum weiter.
Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, Dienstag und Mittwoch bis 20 Uhr; montags geschlossen.
Erwachsene 9 €, ermäßigt 6 €, unter 18 Jahren frei; sonntags 1 €; Kombiticket 12 € nur an der Museumskasse.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026