Altstädte & Plätze
Königsplatz
München, Bayern
- 15–60 Min.
- Familienfreundlich
Altstädte & Plätze
München, Bayern

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch München — 14 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
14 Stationen 110 Min. 4,9 km
Der Königsplatz in München ist ein klassizistischer Platz in der Maxvorstadt und gilt als Hauptwerk des „Isar-Athen“ unter König Ludwig I. Mit den Propyläen im Westen, der Glyptothek im Norden und den Staatlichen Antikensammlungen im Süden wirkt der Platz wie ein Stück Athen mitten in Bayern. Er ist frei zugänglich, gut mit der U-Bahn erreichbar und der ideale Startpunkt für einen Museumstag im Kunstareal.
Karl von Fischer entwarf den Platz nach dem Vorbild der Athener Akropolis, Leo von Klenze vollendete ihn mit den Propyläen und der Glyptothek. Das Gebäude im Süden, heute Sitz der Staatlichen Antikensammlungen, stammt von Georg Friedrich Ziebland.
Auch die Geschichte des Nationalsozialismus prägt den Ort. 1933 fand hier eine Bücherverbrennung statt. Danach ließen die Nationalsozialisten die Grünflächen entfernen und den Platz mit Granitplatten pflastern; er bekam den Spitznamen „Plattensee“ und diente für Aufmärsche der NSDAP. Zwei „Ehrentempel“ für die Toten des Hitlerputsches von 1923 sprengte die US-Armee 1947. Die Platten wurden 1987/88 entfernt, seitdem ist der Platz wieder weitgehend im Zustand des frühen 19. Jahrhunderts. Erinnerungsorte sind Wolfram Kastners „Brandfleck“ (1995) und Arnold Dreyblatts Mahnmal „Die Schwarze Liste“ (2021).
Für den Platz selbst reichen 15 bis 30 Minuten. Willst du Glyptothek und Antikensammlungen sehen, plane jeweils ein bis zwei Stunden ein. Der Platz dient auch als Veranstaltungsort für Festivals und Konzerte; dann können Teile abgesperrt sein.
Der Platz liegt mitten in der Maxvorstadt. Mit der U-Bahn nimmst du die U2 bis Königsplatz. Aus Richtung Hauptbahnhof bist du in wenigen Minuten dort. Zum Parken haben wir keine bestätigten Angaben.
Der Platz ist weitgehend eben. Zur Barrierefreiheit der Museen veröffentlichen die Antiken am Königsplatz eine eigene Erklärung; das NS-Dokumentationszentrum ist laut Betreiber vollständig barrierefrei.
Das Museum Brandhorst und die Pinakothek der Moderne sind zu Fuß erreichbar, ebenso das Lenbachhaus und das NS-Dokumentationszentrum.
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Geprüft: Oktober 2026