Küste & Inseln
Seebrücke Heringsdorf
Heringsdorf, Mecklenburg-Vorpommern
- 30–90 Min.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
Küste & Inseln
Heringsdorf, Mecklenburg-Vorpommern
Die Seebrücke Heringsdorf auf der Insel Usedom ist mit 508 Metern eine der längsten Seebrücken Deutschlands und das Wahrzeichen der Kaiserbäder. Auf dem überdachten Steg spazierst du weit hinaus über die Ostsee, am Ende wartet ein Pavillon mit markantem Pyramidendach. Besonders schön ist der Spaziergang bei Sonnenaufgang, wenn das Licht über dem Wasser aufsteigt. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit, auch bei Wind und Wetter.
Heringsdorf war im 19. Jahrhundert eines der beliebtesten Seebäder des Kaiserreichs. Zwischen 1891 und 1893 entstand hier die hölzerne Kaiser-Wilhelm-Brücke, rund 500 Meter lang, nach Plänen des Berliner Architekten Johannes Lange. Kleine Türme und Kolonnaden schmückten den Steg, es gab Restaurants und Geschäfte. 1903 kam ein Anleger für Küstenschiffe hinzu.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke kaum noch genutzt und verfiel. Am 27. Juni 1958 zerstörte ein Feuer die marode Konstruktion; zwei Jugendliche wurden später wegen Brandstiftung verurteilt. Erst 1995 eröffnete die heutige Seebrücke, rund 50 Meter neben dem Standort ihrer Vorgängerin und etwas länger als diese.
Die Seebrücke ist öffentlich zugänglich, Eintritt zahlst du nicht. Für den Spaziergang bis zum Kopf und zurück reichen 30 bis 60 Minuten, mit Café-Pause oder Schifffahrt entsprechend länger. Öffnungszeiten von Geschäften und Restaurants unterscheiden sich je nach Saison.
Die Touristinformation Heringsdorf hilft bei Fragen zu Schiffsfahrten und Veranstaltungen. Laut Kaiserbäder-Tourismus ist sie von April bis Oktober montags bis freitags 9 bis 17 Uhr sowie am Wochenende 10 bis 16 Uhr geöffnet, von November bis März mit kürzeren Wochenendzeiten (Stand: Oktober 2026).
Unser Tipp: Komm früh am Morgen. Die Kaiserbäder werben nicht ohne Grund mit den Sonnenaufgängen von ihren Seebrücken, und um diese Zeit hast du den Steg fast für dich.
Heringsdorf liegt im Osten Usedoms, wenige Kilometer vor der polnischen Grenze. Mit der Bahn fährst du über Züssow mit der Usedomer Bäderbahn (UBB) bis Heringsdorf; vom Bahnhof läufst du etwa eine Viertelstunde zur Promenade. Im Regionalverkehr gilt das Deutschlandticket. Mit dem Auto erreichst du die Insel über die Brücken bei Wolgast oder Zecherin. Parkplätze im Ortszentrum sind im Sommer schnell belegt, daher lohnt sich die Anreise mit der Bahn.
Der Steg ist flach und breit, mit Kinderwagen oder Rollstuhl kommst du gut voran. Kinder freuen sich über Möwen, Schiffe und den Sandstrand direkt nebenan. Wenn du mit Hund unterwegs bist, frag am besten bei der Touristinformation nach den aktuellen Regeln für Seebrücke und Strand.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026