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Highlights

  • Römische Stadtfassade
  • Innenräume der Doppelkirche
  • Ausblick über die Altstadt
  • Erlebnisführung mit Zenturio
  • Stadtmuseum Simeonstift

Über diesen Ort

Die Porta Nigra in Trier ist eines der besterhaltenen römischen Bauwerke nördlich der Alpen und das Wahrzeichen der ältesten Stadt Deutschlands. Ab dem Jahr 170 nach Christus aus gewaltigen Sandsteinquadern errichtet, überdauerte sie fast 2.000 Jahre – auch, weil sie im Mittelalter zur Kirche umgebaut wurde. Seit 1986 gehört sie zum UNESCO-Welterbe „Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier“. Von innen erlebst du die mächtigen Gewölbe und einen Ausblick über die Altstadt – ein Muss bei jedem Trier-Besuch.

Geschichte: Stadttor, Kirche, Museum

Als die Römer das Tor als nördlichen Zugang zu ihrer Stadt Augusta Treverorum bauten, war Trier eine der wichtigsten Städte des Imperiums. Lange stritten Forscher über das Alter; seit einer dendrochronologischen Untersuchung im Jahr 2018 gilt 170 n. Chr. als Baubeginn. Fertig wurde das Tor nie: Viele Quader blieben unbearbeitet, und Drehachsen für Torflügel hätten gar nicht funktioniert. Rund 7.200 Steinquader wurden verbaut, die größten wiegen bis zu sechs Tonnen, zusammengehalten von Eisenklammern und Bleivergüssen. Die Löcher in der Fassade stammen von mittelalterlichen Metalldieben, die diese Klammern herausbrachen.

Dass das Tor überhaupt erhalten ist, verdankt es einem Einsiedler: Der byzantinische Mönch Simeon ließ sich nach 1028 im Tor einschließen. Nach seinem Tod 1035 und seiner Heiligsprechung baute Erzbischof Poppo das Bauwerk zur Doppelkirche um, ein Turm wurde dafür abgetragen. Erst Napoleon ordnete 1804 den Rückbau der Kirche an; bis 1817 wurde das römische Tor wieder freigelegt. Nur der untere Teil der romanischen Apsis blieb stehen – du siehst ihn noch heute an der Ostseite. Den Namen „Schwarzes Tor“ trägt die Porta seit dem Mittelalter, wohl wegen der dunklen Verwitterung des Sandsteins. Erstmals taucht er im 12. Jahrhundert in den „Gesta Treverorum“ auf, wo das Tor auch „Porta Martis“ (Marstor) heißt. Die Trierer selbst sagen meist einfach „die Porta“.

Die Porta Nigra in Zahlen

  • Ursprüngliche Maße: rund 36 Meter lang, 21,50 Meter breit und 29,30 Meter hoch
  • Baubeginn: 170 n. Chr. unter Kaiser Mark Aurel
  • Umbau zur Kirche: ab 1035, Rückbau 1804 bis 1817
  • 1822 wurde sie mit neuen Torflügeln noch einmal als Stadttor eröffnet und erhielt den Namen „Römertor“.
  • UNESCO-Welterbe seit 1986

Was du sehen solltest

  • Die Stadtseite: Die wuchtige Fassade mit zwei Durchgängen und dem höheren Westturm wirkt vom Porta-Nigra-Platz aus am stärksten.
  • Die Innenräume: Über Treppen steigst du durch die Geschosse und siehst Spuren aller Epochen, etwa barocke Ornamente aus der Kirchenzeit.
  • Der Ausblick: Aus den Fenstern blickst du in die Simeonstraße und über die Dächer der Altstadt.
  • Das Stadtmuseum Simeonstift direkt nebenan im ehemaligen Stiftsgebäude.

Wegen laufender Restaurierung sind Teile der Porta Nigra eingerüstet; das Tor bleibt aber für Besucher geöffnet.

Öffnungszeiten und Eintritt

Die Porta Nigra ist täglich geöffnet, letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung (Stand: Oktober 2026):

  • März und Oktober: 9–17 Uhr
  • April bis September: 9–18 Uhr
  • November bis Februar: 9–16 Uhr

Eintritt:

  • Erwachsene: 6 €, ermäßigt 5 €
  • Kinder und Jugendliche (6–18 Jahre): 3 €, unter 6 Jahren frei
  • Familienticket: 6 € (1 Erwachsener) bzw. 12 € (2 Erwachsene), jeweils mit bis zu vier Kindern

Wer mehrere Römerbauten besuchen möchte, spart mit der AntikenCard Trier, die es in vier Varianten gibt. In den rheinland-pfälzischen Sommerferien haben Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren freien Eintritt in die Römerbauten.

Führungen: Besonders beliebt ist die Erlebnisführung „Das Geheimnis der Porta Nigra“: Ein Schauspieler in der Rolle eines römischen Zenturios führt dich durch das Tor und erzählt aus dem Alltag der Römerzeit. Termine und Tickets findest du bei der Trier-Information direkt am Tor. Die klassische Stadtführung startet ebenfalls an der Porta Nigra.

Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit

Mit der Bahn: Vom Hauptbahnhof Trier sind es nur wenige Gehminuten zur Porta Nigra – sie liegt am nördlichen Rand der Altstadt. Mit dem Deutschlandticket erreichst du Trier im Regionalverkehr, etwa von Koblenz entlang der Mosel.

Mit dem Auto: Nutze eines der ausgeschilderten Innenstadt-Parkhäuser. Die Altstadt selbst ist größtenteils Fußgängerzone.

Barrierefreiheit: Die Fassade und den Platz kannst du stufenlos erleben, in die oberen Geschosse gelangst du nur über Treppen. Informationen zur Barrierefreiheit bietet Trier – Zentrum der Antike.

Tipps und Ziele in der Nähe

  • Für das Tor selbst reichen meist 30 bis 60 Minuten. Kombinierst du es mit dem Stadtmuseum Simeonstift und einem Spaziergang durch die Altstadt, wird daraus leicht ein halber Tag.
  • Komm morgens um 9 Uhr, bevor Reisegruppen eintreffen, oder abends, wenn das Tor angestrahlt wird.
  • Von der Porta führt die Simeonstraße direkt zum Hauptmarkt, zum Trierer Dom und zur Liebfrauenkirche.
  • Weitere Römerbauten wie Konstantinbasilika, Kaiserthermen und Amphitheater liegen zu Fuß erreichbar.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
9:00–17:00
Dienstag
9:00–17:00
Mittwoch
9:00–17:00
Donnerstag
9:00–17:00
Freitag
9:00–17:00
Samstag
9:00–17:00
Sonntag
9:00–17:00

Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026

Täglich geöffnet: März und Oktober 9–17 Uhr, April bis September 9–18 Uhr, November bis Februar 9–16 Uhr; letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.

Tickets

Erwachsene 6 €, ermäßigt 5 €, Kinder und Jugendliche (6–18) 3 €, unter 6 Jahren frei; Familienticket 6 € bzw. 12 €; AntikenCard Trier als Kombiticket.

Adresse & Anfahrt

Simeonstraße 60, 54290 Trier

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Verifiziert10. Oktober 2026

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