Bauwerke & Wahrzeichen
Porta Nigra
Trier, Rheinland-Pfalz
- Öffnungszeiten
- 30–75 Min.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
Bauwerke & Wahrzeichen
Trier, Rheinland-Pfalz
Die Porta Nigra in Trier ist eines der besterhaltenen römischen Bauwerke nördlich der Alpen und das Wahrzeichen der ältesten Stadt Deutschlands. Ab dem Jahr 170 nach Christus aus gewaltigen Sandsteinquadern errichtet, überdauerte sie fast 2.000 Jahre – auch, weil sie im Mittelalter zur Kirche umgebaut wurde. Seit 1986 gehört sie zum UNESCO-Welterbe „Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier“. Von innen erlebst du die mächtigen Gewölbe und einen Ausblick über die Altstadt – ein Muss bei jedem Trier-Besuch.
Als die Römer das Tor als nördlichen Zugang zu ihrer Stadt Augusta Treverorum bauten, war Trier eine der wichtigsten Städte des Imperiums. Lange stritten Forscher über das Alter; seit einer dendrochronologischen Untersuchung im Jahr 2018 gilt 170 n. Chr. als Baubeginn. Fertig wurde das Tor nie: Viele Quader blieben unbearbeitet, und Drehachsen für Torflügel hätten gar nicht funktioniert. Rund 7.200 Steinquader wurden verbaut, die größten wiegen bis zu sechs Tonnen, zusammengehalten von Eisenklammern und Bleivergüssen. Die Löcher in der Fassade stammen von mittelalterlichen Metalldieben, die diese Klammern herausbrachen.
Dass das Tor überhaupt erhalten ist, verdankt es einem Einsiedler: Der byzantinische Mönch Simeon ließ sich nach 1028 im Tor einschließen. Nach seinem Tod 1035 und seiner Heiligsprechung baute Erzbischof Poppo das Bauwerk zur Doppelkirche um, ein Turm wurde dafür abgetragen. Erst Napoleon ordnete 1804 den Rückbau der Kirche an; bis 1817 wurde das römische Tor wieder freigelegt. Nur der untere Teil der romanischen Apsis blieb stehen – du siehst ihn noch heute an der Ostseite. Den Namen „Schwarzes Tor“ trägt die Porta seit dem Mittelalter, wohl wegen der dunklen Verwitterung des Sandsteins. Erstmals taucht er im 12. Jahrhundert in den „Gesta Treverorum“ auf, wo das Tor auch „Porta Martis“ (Marstor) heißt. Die Trierer selbst sagen meist einfach „die Porta“.
Wegen laufender Restaurierung sind Teile der Porta Nigra eingerüstet; das Tor bleibt aber für Besucher geöffnet.
Die Porta Nigra ist täglich geöffnet, letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung (Stand: Oktober 2026):
Eintritt:
Wer mehrere Römerbauten besuchen möchte, spart mit der AntikenCard Trier, die es in vier Varianten gibt. In den rheinland-pfälzischen Sommerferien haben Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren freien Eintritt in die Römerbauten.
Führungen: Besonders beliebt ist die Erlebnisführung „Das Geheimnis der Porta Nigra“: Ein Schauspieler in der Rolle eines römischen Zenturios führt dich durch das Tor und erzählt aus dem Alltag der Römerzeit. Termine und Tickets findest du bei der Trier-Information direkt am Tor. Die klassische Stadtführung startet ebenfalls an der Porta Nigra.
Mit der Bahn: Vom Hauptbahnhof Trier sind es nur wenige Gehminuten zur Porta Nigra – sie liegt am nördlichen Rand der Altstadt. Mit dem Deutschlandticket erreichst du Trier im Regionalverkehr, etwa von Koblenz entlang der Mosel.
Mit dem Auto: Nutze eines der ausgeschilderten Innenstadt-Parkhäuser. Die Altstadt selbst ist größtenteils Fußgängerzone.
Barrierefreiheit: Die Fassade und den Platz kannst du stufenlos erleben, in die oberen Geschosse gelangst du nur über Treppen. Informationen zur Barrierefreiheit bietet Trier – Zentrum der Antike.
Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026
Täglich geöffnet: März und Oktober 9–17 Uhr, April bis September 9–18 Uhr, November bis Februar 9–16 Uhr; letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung.
Erwachsene 6 €, ermäßigt 5 €, Kinder und Jugendliche (6–18) 3 €, unter 6 Jahren frei; Familienticket 6 € bzw. 12 €; AntikenCard Trier als Kombiticket.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026