Bauwerke & Wahrzeichen
St. Pauli-Landungsbrücken
Hamburg, Hamburg
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 0,5–4 Std.
- Familienfreundlich
- Mit Hund
Bauwerke & Wahrzeichen
Hamburg, Hamburg

Audioguide
Station 12 von 12 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Ein Fischbrötchen und eine gefälschte Urkunde, die Hamburg trotzdem feiert.”
12 Stationen 90 Min. 3,9 km
Die St. Pauli-Landungsbrücken in Hamburg sind der schwimmende Hafenbahnhof der Stadt und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs. Hinter dem langen Abfertigungsgebäude aus Tuffstein mit seinen grünen Kuppeln legen Hafenfähren, Barkassen und Ausflugsschiffe ab, gegenüber ragen Kräne und Docks auf. Wer zum ersten Mal in Hamburg ist, beginnt hier fast automatisch: Du bekommst Hafenatmosphäre, Fischbrötchen und den Blick auf die Elbe – und das ganz ohne Eintritt.
Den ersten Anleger gab es schon 1839. Er lag bewusst etwas vom Ufer entfernt, damit Dampfschiffe hier Kohle bunkern konnten, ohne die Häuser am Hafenrand zu verrußen. Mit dem wachsenden Überseeverkehr wurde die Anlage mehrfach erweitert, um 1870 kamen eiserne Pontons hinzu.
Das Bild, das du heute kennst, entstand zwischen 1907 und 1909. Das Hamburger Büro Raabe & Wöhlecke plante eine durchgehende schwimmende Anlegestelle nach Liverpooler Vorbild, an Land entstand das rund 205 Meter lange Abfertigungsgebäude. Die Bauplastik schuf der Bildhauer Arthur Bock. Damals legten hier noch große Dampfer der HAPAG an, die Auswanderer und Reisende nach Übersee brachten.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage bei den Luftangriffen schwer zerstört. Die heutigen Pontons stammen aus den Jahren 1953 bis 1955, 1999 wurden Dach und Beleuchtung erneuert. Seit dem 15. September 2003 steht der gesamte Komplex unter Denkmalschutz.
Die Pontonanlage ist knapp 700 Meter lang und über bewegliche Brücken mit dem Festland verbunden. Da die Pontons mit Ebbe und Flut steigen und fallen, ändert sich die Neigung der Zugänge im Laufe des Tages – ein schönes Detail, um die Gezeiten der Elbe sichtbar zu machen.
An den Landungsbrücken starten die großen Hafenrundfahrten und die kleineren Barkassen, die bei passendem Wasserstand auch in die Fleete der Speicherstadt fahren. Die Anbieter werben direkt an den Brücken, Abfahrten gibt es in der Saison sehr häufig. Vergleiche Dauer und Route, bevor du ein Ticket kaufst.
Der günstige Geheimtipp unter Hamburgern sind die HADAG-Hafenfähren. Sie gehören zum HVV, du fährst also mit einem normalen Nahverkehrsticket, dem Deutschlandticket oder der Hamburg CARD.
Tipp: Steig in Övelgönne aus, laufe am Strand entlang und fahre später zurück. Die Fähren haben einen überdachten Innenraum und ein Außendeck – bei Sonne sicherst du dir oben einen Platz.
Die Landungsbrücken sind rund um die Uhr frei zugänglich, Eintritt kostet nichts. Für einen Bummel mit Fischbrötchen reichen 30 bis 60 Minuten, mit Fährfahrt, Elbtunnel und Museumsschiff wird schnell ein halber Tag daraus.
Am ruhigsten ist es morgens unter der Woche. An Sommerwochenenden drängen sich die Menschen auf den Pontons, besonders zum Hafengeburtstag im Mai und zu den Hamburg Cruise Days. Wer Licht und Stimmung mag, kommt zur blauen Stunde: Dann spiegeln sich die beleuchteten Kuppeln im Wasser.
Mit Kindern ist der Ort ideal – Schiffe gucken, Möwen beobachten, Fähre fahren. Halte kleine Kinder an den Pontonkanten trotzdem gut fest. Die U-Bahn-Station wurde 2019/2020 barrierefrei ausgebaut. Bei Niedrigwasser können die Brücken zu den Pontons recht steil sein; plane mit Rollstuhl oder Kinderwagen etwas Zeit ein. Hunde sind an der Leine kein Problem.
Am einfachsten kommst du mit Bahn und Fähre: Die Station Landungsbrücken wird von der U3 sowie den S-Bahn-Linien S1 und S3 bedient, vom Hauptbahnhof bist du in wenigen Minuten da. Die U3 fährt hier als Hochbahn – auf der Strecke Richtung Baumwall hast du schon aus dem Zug einen tollen Hafenblick. Zusätzlich hält die Buslinie 111.
Mit dem Auto ist die Straße Bei den St. Pauli-Landungsbrücken oft verstopft, Parkplätze in der Nähe sind knapp und teuer. Besser parkst du außerhalb und steigst auf Bahn oder Fähre um.
Die Landungsbrücken sind ganzjährig rund um die Uhr frei zugänglich; Gastronomie, Läden und Schiffsabfahrten haben eigene Zeiten.
Eintritt frei; HADAG-Hafenfähren mit HVV-Ticket, Deutschlandticket oder Hamburg CARD, Hafenrundfahrten kostenpflichtig je nach Anbieter.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026