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Highlights

  • Pegelturm
  • Hafenfähre Linie 62
  • Rickmer Rickmers
  • Fischbrötchen
  • Blick auf den Hafen

Audioguide

Station 12 von 12 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs

Hamburg: Kaufleute ohne König

„Ein Fischbrötchen und eine gefälschte Urkunde, die Hamburg trotzdem feiert.”

12 Stationen 90 Min. 3,9 km

Über diesen Ort

Die St. Pauli-Landungsbrücken in Hamburg sind der schwimmende Hafenbahnhof der Stadt und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs. Hinter dem langen Abfertigungsgebäude aus Tuffstein mit seinen grünen Kuppeln legen Hafenfähren, Barkassen und Ausflugsschiffe ab, gegenüber ragen Kräne und Docks auf. Wer zum ersten Mal in Hamburg ist, beginnt hier fast automatisch: Du bekommst Hafenatmosphäre, Fischbrötchen und den Blick auf die Elbe – und das ganz ohne Eintritt.

Geschichte: vom Kohleanleger zum Baudenkmal

Den ersten Anleger gab es schon 1839. Er lag bewusst etwas vom Ufer entfernt, damit Dampfschiffe hier Kohle bunkern konnten, ohne die Häuser am Hafenrand zu verrußen. Mit dem wachsenden Überseeverkehr wurde die Anlage mehrfach erweitert, um 1870 kamen eiserne Pontons hinzu.

Das Bild, das du heute kennst, entstand zwischen 1907 und 1909. Das Hamburger Büro Raabe & Wöhlecke plante eine durchgehende schwimmende Anlegestelle nach Liverpooler Vorbild, an Land entstand das rund 205 Meter lange Abfertigungsgebäude. Die Bauplastik schuf der Bildhauer Arthur Bock. Damals legten hier noch große Dampfer der HAPAG an, die Auswanderer und Reisende nach Übersee brachten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage bei den Luftangriffen schwer zerstört. Die heutigen Pontons stammen aus den Jahren 1953 bis 1955, 1999 wurden Dach und Beleuchtung erneuert. Seit dem 15. September 2003 steht der gesamte Komplex unter Denkmalschutz.

Was du an den Landungsbrücken sehen solltest

Die Pontonanlage ist knapp 700 Meter lang und über bewegliche Brücken mit dem Festland verbunden. Da die Pontons mit Ebbe und Flut steigen und fallen, ändert sich die Neigung der Zugänge im Laufe des Tages – ein schönes Detail, um die Gezeiten der Elbe sichtbar zu machen.

  • Pegelturm: Am Ostende steht der Uhrturm mit eingelassenem Wasserstandsanzeiger. Die Glocke schlägt jede halbe Stunde im Rhythmus der Schiffsglasen. Achte auf das plattdeutsche Relief an der Nordseite mit der Warnung vor dem „Blanken Hans“, also der Sturmflut.
  • Kuppelbau des Alten Elbtunnels: Am Westende markiert ein eigener Kuppelbau den Eingang zum St.-Pauli-Elbtunnel von 1911. Ein Abstecher nach unten gehört zu jedem Besuch.
  • Museumsschiffe: Am östlichen Ende liegt der grüne Dreimaster Rickmer Rickmers, wenige Schritte weiter an der Überseebrücke der Frachter Cap San Diego. Beide kannst du besichtigen.
  • Blick auf den Hafen: Gegenüber liegen Werften, Docks und die Musicaltheater. Mit etwas Glück zieht ein Containerriese oder ein Kreuzfahrtschiff vorbei.
  • Fischbrötchen und Souvenirs: Entlang der Pontons reihen sich Imbisse, Fischrestaurants und Souvenirläden. Ein Brötchen mit Bismarckhering oder Matjes ist hier fast Pflicht.

Hafenrundfahrt oder Hafenfähre?

An den Landungsbrücken starten die großen Hafenrundfahrten und die kleineren Barkassen, die bei passendem Wasserstand auch in die Fleete der Speicherstadt fahren. Die Anbieter werben direkt an den Brücken, Abfahrten gibt es in der Saison sehr häufig. Vergleiche Dauer und Route, bevor du ein Ticket kaufst.

Der günstige Geheimtipp unter Hamburgern sind die HADAG-Hafenfähren. Sie gehören zum HVV, du fährst also mit einem normalen Nahverkehrsticket, dem Deutschlandticket oder der Hamburg CARD.

  • Linie 62 ab Brücke 3 fährt elbabwärts Richtung Finkenwerder, vorbei am Dockland und am Museumshafen Övelgönne mit seinem Elbstrand.
  • Linie 72 bringt dich zur Elbphilharmonie.
  • Linie 73 fährt hinüber zum Theater im Hafen und eröffnet dir den schönsten Blick zurück auf die Landungsbrücken.

Tipp: Steig in Övelgönne aus, laufe am Strand entlang und fahre später zurück. Die Fähren haben einen überdachten Innenraum und ein Außendeck – bei Sonne sicherst du dir oben einen Platz.

Besuch, beste Zeit und Barrierefreiheit

Die Landungsbrücken sind rund um die Uhr frei zugänglich, Eintritt kostet nichts. Für einen Bummel mit Fischbrötchen reichen 30 bis 60 Minuten, mit Fährfahrt, Elbtunnel und Museumsschiff wird schnell ein halber Tag daraus.

Am ruhigsten ist es morgens unter der Woche. An Sommerwochenenden drängen sich die Menschen auf den Pontons, besonders zum Hafengeburtstag im Mai und zu den Hamburg Cruise Days. Wer Licht und Stimmung mag, kommt zur blauen Stunde: Dann spiegeln sich die beleuchteten Kuppeln im Wasser.

Mit Kindern ist der Ort ideal – Schiffe gucken, Möwen beobachten, Fähre fahren. Halte kleine Kinder an den Pontonkanten trotzdem gut fest. Die U-Bahn-Station wurde 2019/2020 barrierefrei ausgebaut. Bei Niedrigwasser können die Brücken zu den Pontons recht steil sein; plane mit Rollstuhl oder Kinderwagen etwas Zeit ein. Hunde sind an der Leine kein Problem.

Anfahrt und Parken

Am einfachsten kommst du mit Bahn und Fähre: Die Station Landungsbrücken wird von der U3 sowie den S-Bahn-Linien S1 und S3 bedient, vom Hauptbahnhof bist du in wenigen Minuten da. Die U3 fährt hier als Hochbahn – auf der Strecke Richtung Baumwall hast du schon aus dem Zug einen tollen Hafenblick. Zusätzlich hält die Buslinie 111.

Mit dem Auto ist die Straße Bei den St. Pauli-Landungsbrücken oft verstopft, Parkplätze in der Nähe sind knapp und teuer. Besser parkst du außerhalb und steigst auf Bahn oder Fähre um.

In der Nähe

  • Alter Elbtunnel: direkt am Westende, zu Fuß unter der Elbe hindurch nach Steinwerder.
  • Altonaer Fischmarkt: etwa einen Kilometer elbabwärts, sonntags früh mit Markt und Fischauktionshalle.
  • Reeperbahn: wenige Gehminuten bergauf durch St. Pauli.
  • Elbphilharmonie, Speicherstadt und HafenCity: über die Uferpromenade am Niederhafen oder mit der Fähre 72 erreichbar.
  • Planten un Blomen: Die Großen Wallanlagen, der südliche Teil des Parks, beginnen rund um die U-Bahn-Station St. Pauli, bergauf in rund zehn Minuten erreichbar.

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten
Montag
0:00–24:00
Dienstag
0:00–24:00
Mittwoch
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Donnerstag
0:00–24:00
Freitag
0:00–24:00
Samstag
0:00–24:00
Sonntag
0:00–24:00

Die Landungsbrücken sind ganzjährig rund um die Uhr frei zugänglich; Gastronomie, Läden und Schiffsabfahrten haben eigene Zeiten.

Tickets

Eintritt frei; HADAG-Hafenfähren mit HVV-Ticket, Deutschlandticket oder Hamburg CARD, Hafenrundfahrten kostenpflichtig je nach Anbieter.

Adresse & Anfahrt

Bei den St. Pauli-Landungsbrücken 4, 20359 Hamburg

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