Altstädte & Plätze
Altonaer Fischmarkt (Hamburger Fischmarkt)
Hamburg, Hamburg
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 1–2,5 Std.
- Familienfreundlich
Altstädte & Plätze
Hamburg, Hamburg

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch Hamburg — 12 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
12 Stationen 90 Min. 3,9 km
Der Altonaer Fischmarkt in Hamburg ist eine Institution: Jeden Sonntag in aller Frühe verwandelt sich das Elbufer zwischen St. Pauli und Altona in einen der lebendigsten Märkte Deutschlands. Marktschreier preisen Aale, Obstkörbe und Pflanzen an, aus der historischen Fischauktionshalle dröhnt Livemusik, und Nachtschwärmer treffen auf Frühaufsteher. Wer Hamburg von seiner ehrlichsten und lautesten Seite erleben will, sollte den Wecker stellen – oder die Nacht einfach durchmachen.
Altona war jahrhundertelang eine eigenständige Stadt vor den Toren Hamburgs, lange unter dänischer Herrschaft, und erhielt 1664 das Stadtrecht. Seit 1703 durfte hier sonntags gehandelt werden – allerdings nur am frühen Morgen. Der Grund: Der frische Fang sollte die Küchen erreichen, bevor die Glocken zum Gottesdienst riefen. Diese Tradition erklärt bis heute die ungewöhnlichen Öffnungszeiten.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Hafenufer zu einem wichtigen Umschlagplatz für Seefisch und Konserven. Eine Bahnlinie vom Bahnhof Altona erreichte den Markt 1846, 1876 folgte der sogenannte Schellfischtunnel, durch den Güterzüge direkt bis ans Hafenufer rollten. 1896 eröffnete die Fischauktionshalle im Stil einer Basilika, in der Fisch versteigert wurde. Schon in den 1930er-Jahren verlagerte sich der Fischhandel weiter nach Westen. Bei den Luftangriffen im Juli 1943 wurde ein großer Teil der umliegenden Bebauung zerstört; die Halle wurde später restauriert und dient heute als Veranstaltungsort. Der Wiederaufbau des Quartiers zog sich von den 1970er-Jahren bis 1992 hin. Achte auf den barocken Minervabrunnen von 1742 – die Figur, die heute darauf steht, ist eine Nachbildung von 1989.
Einen tiefen Einschnitt brachte die Corona-Pandemie: Im März 2020 fiel der Markt zum ersten Mal in seiner rund 300-jährigen Geschichte aus und kehrte erst im April 2022 zurück.
Auf rund 20.000 Quadratmetern bauen etwa 140 Händler ihre Stände auf, die meisten davon Stammbeschicker. Im Sommer kommen bis zu 50.000 Besucher pro Woche, im Winter bis zu 15.000.
Der Markt findet nur sonntags statt (Stand: Oktober 2026). Die Marktverwaltung des Bezirksamts Altona öffnet für die Händler schon eine Stunde vorher, deshalb herrscht bereits vor Marktbeginn reges Treiben beim Aufbau:
Der Eintritt ist frei. Achtung bei Sturmflut: Das Gelände liegt direkt an der Elbe und steht bei Hochwasser regelmäßig unter Wasser. Bei schwerem Wetter kann der Markt ausfallen – im Winter lohnt ein Blick in die Nachrichten.
Der Fischmarkt liegt an der Großen Elbstraße. Die nächsten S-Bahn-Stationen sind Reeperbahn und Königstraße (S1, S3), von dort gehst du bergab zur Elbe. Von den Landungsbrücken erreichst du den Markt zu Fuß in etwa 15 Minuten entlang des Wassers, alternativ mit der Buslinie 111 oder der Hafenfähre 62. Parken ist am Sonntagmorgen schwierig: Der angrenzende Parkplatz an der Fischauktionshalle ist während des Marktes geschlossen. Reise also am besten mit Bahn, Bus oder Fähre an.
Zeiten gültig bis 14. November 2026
Nur sonntags: 15. März bis 14. November 5–9:30 Uhr, 15. November bis 14. März 7–9:30 Uhr; bei Sturmflut kann das Gelände überflutet sein.
Eintritt frei.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026