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Highlights

  • Höhlenhalle mit bis zu 30 m Höhe und 6000 m³ Rauminhalt
  • Fundort der Venus vom Hohle Fels und der Gänsegeierflöte
  • Teil des UNESCO-Welterbes Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb
  • Laufende Grabungen der Universität Tübingen seit 1977
  • Samstägliche öffentliche Führung von Mai bis Oktober

Über diesen Ort

Von außen sieht der Hohle Fels unscheinbar aus: ein heller Kalkfelsen am Rand des Achtals, unten ein vergittertes Tor. Doch in dieser Höhle bei Schelklingen wurden einige der ältesten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit ausgegraben. 2008 fanden Archäologen der Universität Tübingen hier die nur 6 cm große Venus vom Hohle Fels aus Mammutelfenbein und eine fast vollständige Flöte aus dem Knochen eines Gänsegeiers. Beide sind mindestens 35.000 Jahre alt.

Die Höhle: eine riesige Backofenhalle

Hinter einem rund 30 m langen Gang öffnet sich eine Halle mit bis zu 30 m Höhe, 500 m² Grundfläche und rund 6000 m³ Rauminhalt, eine der größten Höhlenhallen der Schwäbischen Alb. Wegen ihrer Form spricht man von einer Backofenhöhle. Seit 2017 gehört der Hohle Fels mit fünf weiteren Höhlen im Ach- und Lonetal zum UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Geschichte: vom Dünger zum Welterbe

1830 stieß ein Töpfer beim Graben nach Lehm auf Knochen von Höhlenbären. 1844 holte ein Fabrikant Fledermausguano und Höhlenlehm als Dünger heraus, der Lehm enthielt rund 19 Prozent Phosphat. Die erste wissenschaftliche Grabung von Oscar Fraas 1870/71 förderte Reste von Höhlenbär, Rentier, Mammut und Wildpferd zutage, ein ganzer Eisenbahnwaggon voll Funde ging nach Stuttgart. Seit 1977 gräbt die Universität Tübingen hier, seit 1997 unter Leitung von Nicholas Conard. Bis 2016 kamen über 80.000 Steinwerkzeuge und fast 300 Schmuckstücke ans Licht.

Was hier gefunden wurde

  • Venus vom Hohle Fels: Die Frauenfigur aus Mammutelfenbein zählt zu den ältesten bekannten Darstellungen eines Menschen.
  • Gänsegeierflöte: Die Flöte aus der Speiche eines Gänsegeiers ist auf 21,8 cm Länge erhalten.
  • Kleine Tierfiguren: ein Wasservogel von 4,7 cm, 2023 ein Fischotter, außerdem der „Löwenmensch“ im Kleinformat.
  • Werkzeuge: ein Lochstab aus Mammutelfenbein, mit dem Menschen vermutlich Fasern zu Seilen drehten.

Die Originale siehst du nicht in der Höhle, sondern im Museum. In der Höhle stehst du dort, wo die Grabungen stattfinden.

Öffnungszeiten und Preise (Saison 2026)

  • Saison: 1. Mai bis 31. Oktober. Vom 1. Mai bis 29. Juli und vom 14. September bis 31. Oktober freitags 14–17 Uhr, samstags und sonntags 11–17 Uhr. In der Ferienzeit vom 30. Juli bis 13. September zusätzlich mittwochs und donnerstags 14–17 Uhr.
  • Eintritt ohne Führung: 4,50 €, Kinder von 6 bis 17 Jahren 2 €, Familien 10 €. Bezahlt wird nur bar am Kassenhaus.
  • Öffentliche Führung: jeden Samstag um 11:45 Uhr, ohne Anmeldung, 7 € für Erwachsene, etwa eine Stunde.
  • Winter: Von November bis April ist die Höhle geschlossen.

In der Höhle hat es etwa 9 °C, es ist feucht und dämmrig. Feste Schuhe sind Pflicht, Hunde dürfen nicht mit hinein. Die große Halle ist mit Unterstützung auch mit dem Rollstuhl erreichbar, aber nicht alle Bereiche.

Anfahrt und Parken

Die Höhle liegt rund 1 km östlich der Altstadt von Schelklingen im Alb-Donau-Kreis. Der Besucherparkplatz ist über die Straße „Auf dem Hauchen“ erreichbar, fürs Navi gibt die Stadt die Koordinaten 48.3798, 9.7518 an. Öffentliche Toiletten liegen an der Zufahrt.

Tripto-Tipp

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