Höhlen
Nebelhöhle
Sonnenbühl, Baden-Württemberg
- Öffnungszeiten
- 45–90 Min.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
Höhlen
Sonnenbühl, Baden-Württemberg
Die Nebelhöhle bei Sonnenbühl ist eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen der Schwäbischen Alb und liegt nur wenige Kilometer vom Schloss Lichtenstein entfernt. Über 141 Stufen steigst du rund 25 Meter hinab in eine wildromantische Unterwelt mit großen Hallen und einem dichten Tropfsteinwald. Sagen um Herzog Ulrich und Wilhelm Hauffs Roman „Lichtenstein“ machen den Besuch auch für Literatur- und Geschichtsfans lohnend.
Schon 1486 wird die Höhle als „Nebelloch“ erwähnt. Der Name kommt von einem Phänomen, das du im Winter bis heute beobachten kannst: Die feuchte, vergleichsweise warme Höhlenluft steigt durch eine Öffnung in der Decke auf und kondensiert in der Kälte zu Nebel. Bekannt war die Höhle wohl schon lange vorher. Zum Publikumsmagneten wurde sie 1803, als Kurfürst Friedrich I. von Württemberg sie besuchte: Für ihn baute man Holztreppen und Brücken ein und ließ die Höhle mit über 1000 Kerzen erleuchten. Aus der Erinnerung an diesen Besuch entstand das Nebelhöhlenfest, das bis heute an Pfingsten gefeiert wird.
Weltbekannt machte die Höhle der Dichter Wilhelm Hauff: In seinem Roman „Lichtenstein“ versteckt sich der vertriebene Herzog Ulrich in einem geheimen Seitenarm der Nebelhöhle.
Die Höhle ist rund 813 Meter lang, etwa 450 Meter davon sind für Besucher erschlossen. Typisch sind die großen Gangquerschnitte, gewaltige Versturzblöcke und vor allem prächtige Bodentropfsteine: Zur zweiten Halle gelangst du durch einen regelrechten Tropfsteinwald, ein mannshoher Stalagmit steht mitten im Weg. Spannend ist auch der „abgesägte Tropfstein“, an dessen Querschnitt du Wachstumsringe wie bei einem Baum erkennst. Laut Betreiber wächst Tropfstein hier nur etwa einen Kubikzentimeter in 60 bis 80 Jahren. In der Höhle ist es ganzjährig etwa 8 bis 10 Grad kühl.
Die Nebelhöhle hat von April bis Oktober täglich geöffnet, 2026 von 10 bis 17:30 Uhr mit letztem Einlass um 17 Uhr (Stand: Oktober 2026). Von November bis März ist sie geschlossen, weil Fledermäuse hier überwintern. Wer im Oktober kommt, erwischt also die letzten Wochen der Saison.
Erwachsene zahlen 7 €, Schüler von 6 bis 14 Jahren 5 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei. Die Familienkarte kostet 17 €. Ermäßigt (Studierende, Rentner, Menschen mit Behinderung, Schüler ab 15) zahlst du 6 €. Gruppen können eine Führung von etwa 40 Minuten gegen Aufpreis mindestens eine Woche vorher reservieren.
Die Höhle liegt im Gewann Nebelhöhle bei Sonnenbühl-Genkingen, etwa 15 Kilometer südlich von Reutlingen. Direkt an der Höhle gibt es den Wanderparkplatz Nebelhöhle. Mit dem Bus fährst du bis zur Haltestelle Genkingen, Ruoffseck, von dort sind es rund 1,6 Kilometer (etwa 24 Minuten) zu Fuß. Gleich nebenan lädt der Höhlenwirt zur Einkehr ein.
Für Kinder ist die Höhle mit ihren Sagen ein Abenteuer, gutes Schuhwerk und eine Jacke sind Pflicht. Wegen der 141 Stufen ist die Nebelhöhle nicht barrierefrei und für Kinderwagen ungeeignet.
Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026
April bis Oktober täglich 10–17:30 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr); November bis März geschlossen (Winterquartier der Fledermäuse).
Erwachsene 7 €, ermäßigt 6 €, Schüler 6–14 Jahre 5 €, Kinder unter 6 Jahren frei, Familienkarte 17 €; Gruppenführungen (ca. 40 Min.) gegen Aufpreis nach Anmeldung.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026