Burgen
Hambacher Schloss
Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz
- Öffnungszeiten
- 2–3 Std.
- Familienfreundlich
- Bei Regen
- Parkplatz
Burgen
Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz
Das Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße gilt als Wiege der deutschen Demokratie: Hier fand 1832 das Hambacher Fest statt, bei dem tausende Menschen für Freiheit, Pressefreiheit und die deutsche Einheit demonstrierten. Die Burg auf dem Schlossberg am Rand des Pfälzerwalds bietet außerdem eine weite Aussicht über die Rheinebene, eine Dauerausstellung und ein Restaurant. Für Geschichtsfans und Weinfreunde ist sie ein Muss in der Pfalz.
Die Burg entstand im 11. Jahrhundert unter den Saliern und gehörte lange dem Hochstift Speyer. Sie wurde 1552 und erneut 1688 zerstört, und 1794 beschädigten französische Revolutionstruppen die Kapelle. 1816 kam die Ruine an Bayern. Vom 27. bis 30. Mai 1832 zogen beim Hambacher Fest rund 25.000 Menschen zur Burg, darunter viele mit schwarz-rot-goldenen Fahnen. Die Journalisten Johann August Wirth und Philipp Jakob Siebenpfeiffer hatten dazu aufgerufen. Das Fest richtete sich gegen die Unterdrückung durch die bayerische Obrigkeit und gilt als größte politische Massenveranstaltung Deutschlands vor 1848. 1842 schenkte man die Ruine dem bayerischen Kronprinzen Maximilian, daher der Beiname „Maxburg“. Der neugotische Wiederaufbau begann 1844, blieb aber nach der Revolution von 1848/49 unvollendet. Erst 1980 bis 1982 wurde die Anlage weitgehend wiederhergestellt, 2006 bis 2008 folgte eine Sanierung und 2011 ein neues Restaurant. Seit 2002 verwaltet eine Stiftung das Schloss. 2015 erhielt es das Europäische Kulturerbe-Siegel, und es ist eine Station der Straße der Demokratie.
Plane zwei bis drei Stunden ein: eine gute Stunde für die Ausstellung, dazu Zeit für Rundgang, Aussicht und eine Pause im Restaurant. Der Fußweg vom Parkplatz zum Schloss führt bergauf, rechne also mit etwas Aufstiegszeit. Bei klarer Sicht ist der Blick über die Rheinebene besonders eindrucksvoll, ideal ist ein Besuch am Spätnachmittag im Herbst.
Das Schloss ist ganzjährig geöffnet. Besonders reizvoll ist der Herbst, wenn die Weinberge unterhalb der Burg golden leuchten, und der Frühling, wenn die Obstbäume blühen. Im Sommer lohnt sich der Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag, weil es auf den Mauern kaum Schatten gibt. Wenn du bei der Anreise mit dem Auto Zeit sparen willst, komm unter der Woche, denn an schönen Wochenenden und bei Veranstaltungen sind die Parkplätze am Straßenrand schnell belegt.
Mit dem Bus erreichst du das Schloss mit der Linie 502, die alle 30 Minuten vom Hauptbahnhof Neustadt zur Haltestelle „Schloss“ fährt. Von dort geht es rund 400 m bergauf. Mit dem Auto fährst du auf der A 65 bis zur Ausfahrt Neustadt-Süd (13), danach über die B 39 Richtung Hambach. Die Zufahrt ist ein Einbahnring, direkt bis zum Schloss kannst du nicht fahren. Am Straßenrand in der Schlossstraße und der Freiheitsstraße zahlst du 2 € pro Stunde oder 8 € für den Tag. Behindertenparkplätze gibt es direkt am Schloss, vier Busparkplätze nahe der Haltestelle.
Für Kinder und Familien gibt es spezielle Programme und Kindertheater, außerdem Familientickets. Die Website bietet auch Führungen für Menschen mit Behinderung. Die Wege zum Schloss sind steil; wer nicht gut zu Fuß ist, nutzt die Behindertenparkplätze direkt am Schloss.
Das Schloss liegt an der Deutschen Weinstraße, mit Weinorten wie Maikammer und Neustadt in der Nähe. Der Pfälzerwald schließt direkt an, und mehrere Wanderwege führen am Schloss vorbei.
März bis Oktober täglich 9:30–18 Uhr (letzter Einlass 17:30 Uhr), November bis Februar täglich 9:30–17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr); geschlossen 24., 25., 26. und 31.12. sowie 1.1.
Erwachsene 6,50 €, Studierende 3 €, Menschen mit Behinderung 4,50 €, Familien 13 €, Kinder unter 6 Jahren frei; Audioguide 3 €.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026