Bauwerke & Wahrzeichen
Eiserner Steg
Frankfurt am Main, Hessen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 10–30 Min.
- Familienfreundlich
- Mit Hund
Bauwerke & Wahrzeichen
Frankfurt am Main, Hessen

Audioguide
Station 10 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Die Brücke, die Bürger gekauft haben – und ein Teufel, der einen Hahn bekam.”
14 Stationen 90 Min. 3,2 km
Der Eiserne Steg in Frankfurt am Main ist die berühmteste Fußgängerbrücke der Stadt und eines ihrer Wahrzeichen. Die genietete Stahlkonstruktion verbindet die Altstadt rund um den Römerberg mit Sachsenhausen und dem Museumsufer – auf Frankfurterisch „hibb de Bach“ und „dribb de Bach“. Von der Brückenmitte hast du einen der schönsten Blicke auf die Skyline, den Main und den Dom. Der Steg ist jederzeit kostenlos begehbar und ein idealer Startpunkt für einen Spaziergang am Fluss.
Mitte des 19. Jahrhunderts war die Alte Brücke die einzige Mainquerung der wachsenden Stadt. Weil der Magistrat die Kosten scheute, gründeten Frankfurter Bürger und Händler im Juni 1867 einen Verein und finanzierten den Bau über Anteilsscheine zu je 100 Gulden. Ingenieur Peter Schmick entwarf eine versteifte Hängebrücke, gebaut wurde ab 1868, eingeweiht am 29. September 1869. Wer hinüberwollte, zahlte einen Kreuzer Maut. Der Andrang war so groß, dass die Brücke schon am 1. Januar 1886 schuldenfrei an die Stadt übergehen konnte.
Weil größere Frachtschiffe nicht mehr unter dem Steg hindurchpassten, entstand bis 1912 eine höhere und breitere Brücke, die äußerlich dem Original nachempfunden war. In den letzten Kriegstagen 1945 sprengte die Wehrmacht den Steg; schon 1946 war er als eine der ersten Frankfurter Brücken wieder aufgebaut. Nach einer weiteren Anhebung 1969 wurde er 1993 grundlegend erneuert und bekam zwei Aufzüge.
Für das Überqueren selbst brauchst du nur ein paar Minuten, mit Fotostopps eine Viertelstunde. Lohnenswert ist die Kombination mit einem Spaziergang am Mainufer oder einer Schifffahrt: Am Altstadtufer direkt am Steg legen die Ausflugsschiffe ab, etwa die der Primus-Linie, die flussauf- und flussabwärts fahren. Am Sachsenhäuser Ufer kannst du Elektroboote mieten.
Eintritt und Öffnungszeiten gibt es nicht – die Brücke ist rund um die Uhr frei zugänglich. Abends, wenn die Stahlbögen angestrahlt sind, entstehen die stimmungsvollsten Fotos.
Am nächsten liegt die U-Bahn-Station Dom/Römer (U4, U5), von dort sind es wenige Gehminuten über den Römerberg zum Mainkai. Vom Hauptbahnhof fährst du mit der U4 direkt hin. Parkplätze in der Altstadt sind knapp; nimm am besten Bus und Bahn. Seit der Sanierung 1993 erleichtern zwei Aufzüge den Zugang mit Rollstuhl und Kinderwagen; die Treppen an den Ufern musst du so nicht nehmen.
Am Nordufer beginnt die Neue Altstadt mit Römerberg und dem Kaiserdom, das Goethe-Haus erreichst du in rund zehn Minuten. Auf der Sachsenhäuser Seite reihen sich die Häuser des Museumsufers, und auch die Aussichtsplattform des Main Tower ist nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
Rund um die Uhr frei begehbar (öffentliche Fußgängerbrücke mit zwei Aufzügen).
Eintritt frei.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026