Altstädte & Plätze
Neue Frankfurter Altstadt
Frankfurt am Main, Hessen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 0,5–3 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
Altstädte & Plätze
Frankfurt am Main, Hessen

Audioguide
Station 7 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Eine Altstadt, die jünger ist als dein Smartphone – fast.”
14 Stationen 90 Min. 3,2 km
Die Neue Frankfurter Altstadt zwischen Dom und Römerberg ist das jüngste und zugleich eines der meistfotografierten Viertel Frankfurts. Wo bis 2010 ein grauer Betonbau stand, entstand von 2012 bis 2018 das Dom-Römer-Quartier: enge Gassen, kleine Plätze und 35 Häuser, darunter 15 originalgetreu rekonstruierte Fachwerk- und Steinhäuser. Wer durch den Hühnermarkt und über den alten Krönungsweg schlendert, bekommt eine Ahnung davon, wie das historische Herz der Stadt vor dem Zweiten Weltkrieg aussah. Ein Pflichtstopp bei jedem Frankfurt-Besuch.
Bis 1944 galt die Frankfurter Altstadt mit rund 1.250 Fachwerkhäusern aus Mittelalter und Renaissance als eine der größten und bedeutendsten Fachwerkstädte. Die Luftangriffe im März 1944 zerstörten sie fast vollständig. In den 1970er Jahren entstanden auf dem Areal zwischen Dom und Römer das wuchtige Technische Rathaus und darunter der U-Bahnhof Dom/Römer samt Tiefgarage.
Nach jahrelanger Debatte und großem Engagement von Bürgerinitiativen beschloss die Stadtverordnetenversammlung im September 2007, das Technische Rathaus abzureißen und das rund 7.000 Quadratmeter große Gelände kleinteilig neu zu bebauen. Eine Gestaltungssatzung schrieb steile Satteldächer und regionaltypische Materialien wie roten Sandstein, Basaltlava und Naturschiefer vor. Grundsteinlegung war im Januar 2012, am 9. Mai 2018 fielen die Bauzäune. Zum Eröffnungsfest Ende September 2018 kamen zwischen 250.000 und 300.000 Menschen. Die Gesamtkosten lagen bei rund 200 Millionen Euro – der Aufwand ist bis heute umstritten, das Ergebnis aber ein Publikumsmagnet. Im März 2019 erhielt das Projekt den internationalen Immobilienpreis MIPIM Award.
Die 35 Entwürfe stammen aus mehreren Architektenwettbewerben mit mehr als 170 Teilnehmern. Neben den Rekonstruktionen, die nach alten Fotos, Plänen und geborgenen Originalbauteilen entstanden, stehen moderne Neubauten, die sich mit Giebeln, Schiefer und Sandstein in das Gesamtbild einfügen. Gerade dieser Mix aus Alt und Neu macht den Reiz des Viertels aus.
Stand: Oktober 2026. Die Gassen und Plätze der Neuen Altstadt sind rund um die Uhr frei zugänglich, Eintritt zahlst du nur für die Museen. Die Goldene Waage kannst du ausschließlich im Rahmen von Führungen des Historischen Museums besichtigen; die Angaben zu Terminen gehen in verschiedenen Quellen auseinander, prüfe deshalb vorab die Website des Museums. Der Ausstellungsraum der Kaiserpfalz franconofurd ist laut Archäologischem Museum wegen Bauarbeiten an der benachbarten Schirn derzeit geschlossen.
Für einen Rundgang durch die Gassen reichen 30 bis 60 Minuten, mit Museen, Domturm und einer Kaffeepause solltest du einen halben Tag einplanen.
Die U-Bahn-Linien U4 und U5 halten an der Station Dom/Römer direkt unter dem Viertel. Mit den Straßenbahnen 11, 12 und 14 fährst du bis Römer/Paulskirche. Wer mit dem Auto kommt, parkt in der Tiefgarage Dom Römer, die unter dem Quartier liegt.
Im Osten schließt der Kaiserdom mit seinem Domturm an, im Westen der Römerberg mit dem Rathaus Römer, und im Süden grenzt die Schirn Kunsthalle direkt an das Quartier. Nach wenigen Schritten bist du am Mainufer und am Eisernen Steg, und das Goethe-Haus erreichst du zu Fuß in rund fünf Minuten. Für den Blick von oben lohnt sich der Main Tower.
Gassen und Plätze rund um die Uhr frei zugänglich; Goldene Waage nur mit Führung des Historischen Museums.
Eintritt frei; Museen (Struwwelpeter-Museum, Stoltze-Museum, Führungen Goldene Waage) separat.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026