Bauwerke & Wahrzeichen
Speicherstadt
Hamburg, Hamburg
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 1–4 Std.
- Familienfreundlich
Bauwerke & Wahrzeichen
Hamburg, Hamburg

Audioguide
Station 8 von 12 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Freiheit für den Kaffee, kein Platz für die Menschen.”
12 Stationen 90 Min. 3,9 km
Die Speicherstadt in Hamburg ist der größte historische Lagerhauskomplex der Welt und seit 2015 UNESCO-Welterbe. Rote Backsteinfassaden mit grünen Kupferdächern, Türmchen und Erkern spiegeln sich in den Fleeten, kleine Brücken verbinden die Speicherblöcke. Zusammen mit der benachbarten HafenCity und der Elbphilharmonie gehört das Quartier zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Hamburgs – und ist rund um die Uhr kostenlos zugänglich. Besonders zur blauen Stunde zeigt sich die Speicherstadt von ihrer schönsten Seite.
Als Hamburg sich 1881 dem deutschen Zollgebiet anschloss, durfte die Stadt einen zollfreien Freihafen behalten. Für die Lagerung unverzollter Waren brauchte man riesige Speicher – und so entstand ab 1883 auf den ehemaligen Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm die Speicherstadt. Dafür mussten rund 20.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen; ganze Wohnviertel wurden abgerissen. Den ersten Bauabschnitt eröffnete man 1888, fertig war die Anlage erst 1927.
Die Gesamtleitung hatte Franz Andreas Meyer, beteiligt waren unter anderem Georg Thielen und weitere Architekten. Da der Boden weich war, stehen die Gebäude auf rund 3,5 Millionen Holzpfählen. Gelagert wurden unter anderem Kaffee, Kakao und Kautschuk – Waren, die eng mit dem Kolonialhandel verbunden waren. Im Zweiten Weltkrieg wurde etwa die Hälfte der Gebäude zerstört und danach weitgehend originalgetreu wiederaufgebaut. Seit 1991 steht die Speicherstadt unter Denkmalschutz, 2003/04 verlor sie ihren Freihafenstatus. 2015 nahm die UNESCO sie gemeinsam mit dem Kontorhausviertel und dem Chilehaus in die Welterbeliste auf.
So romantisch die Kulisse heute wirkt: Die Speicherstadt war ein Ort harter Arbeit und ein Knotenpunkt des Welthandels, der eng mit kolonialen Warenströmen verknüpft war. Kritiker bemängeln, dass dieser Aspekt bei der Welterbe-Ernennung kaum thematisiert wurde. Wer genauer hinschauen will, findet in den Museen des Quartiers Anknüpfungspunkte und Hintergründe zur Geschichte des Hafens.
In den alten Speichern sind heute Teppichhändler, Agenturen, Restaurants und zahlreiche Ausstellungen untergebracht. Die bekanntesten:
Öffnungszeiten und Preise legen die Häuser selbst fest – prüfe sie vor deinem Besuch auf deren Websites.
Mit Kindern: Für Familien ist die Speicherstadt ein dankbares Ziel: Der Spaziergang über die Brücken ist kurz und abwechslungsreich, und mit dem Miniatur Wunderland liegt eine der beliebtesten Indoor-Attraktionen Deutschlands mittendrin – ideal bei Hamburger Schmuddelwetter. Im Gewürzmuseum dürfen Kinder schnuppern und raten, die Barkassenfahrt durch die engen Fleete begeistert fast alle Altersgruppen. Plane Pausen ein, denn zwischen den Speicherblöcken gibt es kaum Spielflächen. Spielplätze und Freiflächen findest du dafür in der angrenzenden HafenCity, nur wenige Gehminuten entfernt.
Für einen Spaziergang durch die Speicherstadt reichen ein bis zwei Stunden, mit Museumsbesuch wird schnell ein halber Tag daraus. Hamburg Tourismus empfiehlt, zur Abenddämmerung zu kommen: Dann werden die Fassaden angestrahlt und die Fleete glänzen im Licht. Tagsüber ist es an der Poggenmühlenbrücke voll, frühmorgens hast du die Fotomotive fast für dich allein.
Besonders stimmungsvoll ist eine Barkassenfahrt durch die Fleete. Ob die Boote hineinfahren können, hängt allerdings vom Wasserstand der Elbe ab, denn die Fleete sind tideabhängig. Alternativ gibt es geführte Rundgänge, die etwa an der U-Bahn-Station Baumwall starten.
Am bequemsten kommst du mit der U-Bahn: Die Stationen Meßberg (U1), Baumwall (U3) und Überseequartier (U4) liegen direkt am Rand der Speicherstadt. Vom Hauptbahnhof bist du in wenigen Minuten dort. Parkplätze sind knapp, Parkhäuser gibt es in der Speicherstadt und in der HafenCity. Die Wege sind überwiegend eben und ein Rundgang lässt sich gut mit der HafenCity verbinden, an vielen Brücken gibt es jedoch Stufen oder Steigungen, und das Kopfsteinpflaster kann mit Rollstuhl oder Kinderwagen holprig sein.
Direkt angrenzend liegt die HafenCity mit der Elbphilharmonie, deren Plaza einen weiten Blick über den Hafen bietet. Nördlich schließt das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus an, das nachts besonders eindrucksvoll beleuchtet ist. Auch die Landungsbrücken und der Michel sind von hier aus gut zu Fuß erreichbar.
Das Quartier ist rund um die Uhr frei zugänglich; Museen und Ausstellungen in der Speicherstadt haben eigene Öffnungszeiten.
Eintritt frei; Museen und Attraktionen im Quartier kosten separat Eintritt.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Speicherstadt.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026