Nationalparks
Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Tönning, Schleswig-Holstein
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 2–8 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
Nationalparks
Tönning, Schleswig-Holstein
Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist mit rund 4400 Quadratkilometern der mit Abstand größte Nationalpark Deutschlands und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer. Zwischen der dänischen Grenze und der Elbmündung erlebst du hier Ebbe und Flut, endlose Wattflächen, Salzwiesen, Seehundbänke und Millionen Zugvögel. Ausgangspunkt für viele Besucher ist das Multimar Wattforum in Tönning – das zentrale Informationszentrum des Nationalparks.
Der Nationalpark wurde am 1. Oktober 1985 gegründet und 1999 deutlich erweitert; das neue Nationalparkgesetz gilt seit dem 1. Januar 2000. Seit 1990 ist das Gebiet zusammen mit den Halligen zudem Biosphärenreservat. Im Juni 2009 nahm die UNESCO das deutsch-niederländische Wattenmeer in die Liste des Weltnaturerbes auf, später kamen Hamburg und Dänemark dazu.
Der Park ist in zwei Schutzzonen gegliedert. Die Zone 1 soll sich ungestört entwickeln und darf grundsätzlich nicht betreten werden – Ausnahmen gelten in Küstennähe und bei geführten Wattwanderungen auf festgelegten Routen. Zwischen Sylt und Föhr liegt ein rund 125 Quadratkilometer großes nutzungsfreies Gebiet. Die großen bewohnten Inseln wie Sylt, Amrum, Föhr und Pellworm sowie fünf bewohnte Halligen liegen außerhalb des Nationalparks. Rund zwei Drittel der Fläche liegen ständig unter Wasser, knapp ein Drittel fällt bei Ebbe regelmäßig trocken. Auf der unbewohnten Vogelinsel Trischen vor Dithmarschen mausern sich riesige Scharen von Brandgänsen – ein Naturschauspiel, das zeigt, warum dieser Lebensraum so streng geschützt wird.
Das Nationalpark-Zentrum mit rund 200.000 Besuchern im Jahr zeigt die Unterwasserwelt der Nordsee in einem Großaquarium, Brandungs- und Gezeitenbecken sowie Fischotter. Ein lebensgroßes Pottwalmodell vermittelt die Dimensionen der größten Zahnwale. Täglich gibt es Fütterungen und den „Dialog mit Taucher*in“. Zu den Publikumslieblingen gehören Langschnäuzige Seepferdchen, Störe und Seesterne. Bis Mitte Dezember 2026 laufen außerdem eine Sonderausstellung zum Küstenschutz und eine Kunstausstellung.
Stand: Oktober 2026 laut offizieller Website:
Der Nationalpark hat entlang der Küste und auf den Inseln über 25 Informationszentren. Eine Auswahl, je nach Urlaubsort:
Gerade die Seehundstation Friedrichskoog ist bei Familien beliebt, weil du dort Seehunde und Kegelrobben aus der Nähe beobachten kannst. Auf der Hamburger Hallig informiert das Amsinck-Haus über das Leben im Rhythmus der Gezeiten.
Die Gezeiten bestimmen den Tag: Plane Wattwanderungen und Fotostopps nach dem Tidenkalender, der Tidenhub liegt hier je nach Ort zwischen etwa 1,5 und 3,7 Metern. Im Frühling und Herbst erlebst du die großen Vogelzüge, im Sommer ist das Watt angenehm warm für Barfußwanderungen. Für Kinder ist Wattwandern ein Erlebnis, das sie lange nicht vergessen – feste Kleidung, Sonnenschutz und Ersatzkleidung gehören ins Gepäck. Hunde sind in vielen Bereichen nur angeleint erlaubt, in der Brutzeit gelten besondere Regeln. Informiere dich vor Ort in einem der Nationalpark-Häuser über aktuelle Führungen, Gezeiten und gesperrte Bereiche – die Ranger und Wattführer geben gern Tipps für deinen Tag am Meer.
Nationalpark jederzeit frei zugänglich (Zone 1 nur auf geführten Touren); Multimar Wattforum ganzjährig täglich 10–17 Uhr, am 24. Dezember und 26. November 2026 geschlossen.
Nationalpark frei; Multimar Wattforum Erwachsene 15 €, Kinder 4–16 Jahre 9 €, Familie 40 €.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026