Burgen
Marburger Schloss (Landgrafenschloss)
Marburg, Hessen
- Öffnungszeiten
- 1–2 Std.
- Bei Regen
- Parkplatz
Burgen
Marburg, Hessen
Das Marburger Schloss, auch Landgrafenschloss genannt, thront auf dem Schlossberg hoch über der Altstadt von Marburg an der Lahn. Die Burg aus dem 11. Jahrhundert wurde zur ersten Residenz der Landgrafen von Hessen und erlebte 1529 das berühmte Religionsgespräch zwischen Luther und Zwingli. Heute gehört sie der Philipps-Universität und zeigt einen der bedeutendsten gotischen Profansäle Mitteleuropas. Allein der Blick über Fachwerkdächer und Lahntal lohnt den Aufstieg.
Der Schlossberg erreicht 287 Meter über dem Meer und überragt das Lahntal deutlich. Wer die erste Burg im 11. Jahrhundert errichtete, ist bis heute nicht sicher geklärt. Um 1140 bauten die Ludowinger, die Landgrafen von Thüringen, die Anlage aus. Nach dem Aussterben der Ludowinger und dem thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg machte Sophie von Brabant, die Tochter der heiligen Elisabeth, Marburg zum Ausgangspunkt der neuen Landgrafschaft Hessen. Ihr Sohn Heinrich I. wurde 1292 Reichsfürst, und die Burg wuchs zum repräsentativen Fürstensitz.
Unter Landgraf Philipp dem Großmütigen wurde Marburg zu einem Zentrum der Reformation: 1527 gründete er hier die erste protestantische Universität, und im Oktober 1529 stritten Martin Luther und Ulrich Zwingli im Schloss über das Abendmahl. Später diente das Gebäude als Gefängnis (ab 1809) und als preußisches Staatsarchiv (1869 bis 1938). Seit 1946 gehört es der Universität.
Wichtig: Die kulturgeschichtliche Sammlung im Wilhelmsbau ist wegen Sanierung derzeit geschlossen, einen Termin für die Wiedereröffnung nennt die Universität nicht.
Das Museum im Landgrafenschloss hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, montags ist Ruhetag. Der Eintritt kostet 8 €, ermäßigt 5 €; das Kombiticket mit dem Kunstmuseum kostet 10 €. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Zwischen den Jahren gelten Sonderzeiten, am 24., 28. und 31. Dezember ist geschlossen. Stand: Oktober 2026.
Plane für Säle, Kapelle und Ausstellungen etwa ein bis zwei Stunden ein. Schlosshof und Schlosspark mit ihrer Aussicht sind auch außerhalb der Museumszeiten ein lohnendes Ziel für einen Spaziergang.
Marburg erreichst du mit dem Regionalzug aus Frankfurt oder Gießen. Vom Hauptbahnhof fährt die Buslinie 10 bis zur Haltestelle „Schloss“ direkt am Schlossparkplatz. Zu Fuß geht es aus der Oberstadt steil über Treppen und Gassen hinauf; ein öffentlicher Aufzug am Pilgrimstein nimmt dir den ersten Höhenunterschied ab. Mit dem Auto fährst du bis zum Parkplatz am Schloss, an schönen Wochenenden wird es dort aber schnell voll.
Für Familien ist der Besuch günstig, weil Kinder nichts zahlen; die Modelle zur Baugeschichte und der Blick in die Ausgrabung kommen bei jungen Besuchern gut an. Der Weg zum Eingang führt bergauf über Kopfsteinpflaster. Im Gebäude erreichst du Ausstellungsräume und Toiletten über Rampen und einen Aufzug, die Schlosskapelle aber nur über eine Treppe. Für blinde und sehbehinderte Menschen bietet das Museum eine Wegbeschreibung von der Bushaltestelle zum Fürstensaal als Text und Audiodatei.
Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr, montags geschlossen; am 24., 28. und 31.12. geschlossen.
Erwachsene 8 €, ermäßigt 5 €, Kombiticket mit dem Kunstmuseum 10 € (ermäßigt 7 €), unter 18 Jahren frei.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026