Berge & Gipfel
Hohenstaufen
Göppingen, Baden-Württemberg
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 1,5–3 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
Berge & Gipfel
Göppingen, Baden-Württemberg
Der Hohenstaufen bei Göppingen ist der Berg, der einem der mächtigsten Kaisergeschlechter des Mittelalters seinen Namen gab: Auf seinem Gipfel stand die Stammburg der Staufer. Der markante, 684 Meter hohe Kegel ist der westlichste der „Drei Kaiserberge“ vor der Schwäbischen Alb. Oben erwarten dich Mauerreste der Burg, eine Stauferstele und eine weite Rundsicht über das Filstal und den Albtrauf – eine kurze Wanderung mit viel Geschichte.
Schon der Name verrät die Form: „Stauf“ ist ein altes Wort für einen spitzen, kegelförmigen Berg. Als sogenannter Zeugenberg steht der Hohenstaufen zusammen mit Rechberg und Stuifen zwischen Rems- und Filstal vor dem Albtrauf.
Um 1070 ließ Herzog Friedrich I. von Schwaben die Burg auf dem Gipfel errichten oder ausbauen. Von hier stieg die Familie zu Königen und Kaisern auf – am bekanntesten ist Friedrich Barbarossa, der sich am 11. Mai 1181 nachweislich auf der Burg aufhielt. 1208 starb hier Königin Irene, die Witwe Philipps von Schwaben.
Nach dem Ende der Staufer 1268 wurde die Anlage Reichsburg, später wechselten die Besitzer mehrfach. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg zerstört; ab 1555 diente die Ruine als Steinbruch für das Göppinger Schloss, 1705 fiel der letzte Turm. Grabungen in den 1930er- und 1960/70er-Jahren legten die Grundmauern wieder frei, 2010 wurden die Sicherungsarbeiten abgeschlossen. Seit 2002 erinnert eine Stauferstele auf dem Gipfel an die Dynastie.
Der Gipfel ist nur zu Fuß erreichbar. Der kürzeste Weg startet im Göppinger Stadtteil Hohenstaufen: Vom Ortskern geht es über die Kaiserbergsteige in etwa 15 bis 25 Minuten hinauf. Parken kannst du im Ort, zum Beispiel am Parkplatz Grabengasse oder am Wanderparkplatz beim Sportplatz, wo auch der Löwenpfad „Spielburg-Runde“ beginnt. Mit Bahn und Bus kommst du über den Bahnhof Göppingen an der Strecke Stuttgart–Ulm; die Busverbindung in den Stadtteil Hohenstaufen findest du in der Fahrplanauskunft (Deutschlandticket gilt).
Auf dem Berg gibt es eine Gaststätte für die Einkehr.
Unten im Ort, direkt neben der Barbarossakirche (Kaiserbergsteige 22), erzählt die Ausstellung „Die Staufer“ die Geschichte der Burg und der Herkunft der Dynastie – mit Texten und Filmen auf Deutsch, Englisch und Italienisch. Stand: Oktober 2026 ist sie vom 15. März bis 15. November dienstags bis sonntags 10–12 und 13–17 Uhr geöffnet, im Winter nur am Wochenende; der Eintritt ist frei. Die Burgruine selbst ist tagsüber frei zugänglich.
Gipfel und Burgruine tagsüber frei zugänglich; Ausstellung „Die Staufer“ (Kaiserbergsteige 22) vom 15. März bis 15. November Dienstag bis Sonntag 10–12 und 13–17 Uhr, vom 16. November bis 14. März Samstag und Sonntag 10–12 und 13–17 Uhr.
Eintritt frei (Burgruine und Ausstellung „Die Staufer“).
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026