Burgen
Burg Harburg
Harburg (Schwaben), Bayern
- 1,5–2 Std.
Burgen
Harburg (Schwaben), Bayern
Die Burg Harburg thront auf einem steilen Felssporn über der Wörnitz, am südöstlichen Eingang zum Nördlinger Ries. Sie gilt als eine der größten, ältesten und am besten erhaltenen Burganlagen Süddeutschlands und übertrifft in ihrer Ausdehnung sogar die staufische Kaiserpfalz in Wimpfen. Weil sie nie zerstört wurde, siehst du hier Türme aus der Stauferzeit, gedeckte Wehrgänge und barocke Fürstenräume in einer Anlage.
Der Bergsporn auf 480 m Höhe kontrollierte seit jeher den Weg durch das Wörnitztal. Die erste sichere Nennung der Burg stammt aus dem Jahr 1150: Der 13-jährige Staufer Heinrich schrieb an seine Tante, die byzantinische Kaiserin Eirene, er halte sich gerade auf der Harburg auf. In staufischer Zeit entstanden die beiden Bergfriede, der Palas und die Ringmauer. 1239 wohnte König Konrad IV. hier.
1299 verpfändete König Albrecht I. die Burg an die Grafen von Oettingen, 1418 wurde sie ihr Eigentum. Von 1493 bis 1549 diente sie als Residenz. Graf Karl Wolfgang führte 1524 die Reformation ein, die Schlosskirche St. Michael wurde damit die erste evangelische Predigtstätte im Ries. Im Dreißigjährigen Krieg wurden fast alle Burgen der Umgebung zerstört, die Harburg aber nicht. Seit 2000 gehört sie der gemeinnützigen Fürst zu Oettingen-Wallerstein Kulturstiftung.
Kostenlose Parkplätze liegen hinter und unterhalb der Burg, von dort gehst du etwa 5 Minuten hinauf. Die Harburg liegt an der Romantischen Straße, etwa 15 km südöstlich von Nördlingen. Für Burghof und Führung solltest du 1,5 bis 2 Stunden einplanen. In der Burg gibt es Gastronomie und Hotelzimmer. Im Jahr 2025 kamen knapp 68.000 Besucher, an Sommerwochenenden lohnt es sich, früh zu kommen.
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