Bauwerke & Wahrzeichen
Alte Brücke (Karl-Theodor-Brücke)
Heidelberg, Baden-Württemberg
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 20–60 Min.
- Familienfreundlich
- Mit Hund
Bauwerke & Wahrzeichen
Heidelberg, Baden-Württemberg

Audioguide
Station 7 von 14 · Diese Sehenswürdigkeit ist Station eines Audio-Spaziergangs
„Die Brücke, die verschwand und zurückkam – und der Blick der Romantiker.”
14 Stationen 90 Min. 1,9 km
Die Alte Brücke in Heidelberg gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten am Neckar: eine Steinbrücke aus rotem Sandstein, die die Altstadt mit dem Stadtteil Neuenheim verbindet. Von ihr aus siehst du das Schloss über den Dächern, die Heiliggeistkirche und die bewaldeten Hänge des Neckartals in einem Bild. Dazu kommen das barocke Brückentor, zwei Kurfürsten-Statuen und der bronzene Brückenaffe. Die Brücke ist jederzeit frei zugänglich und ein idealer Startpunkt für jeden Stadtrundgang.
Offiziell heißt sie Karl-Theodor-Brücke, nach dem Kurfürsten Karl Theodor, der sie bauen ließ. Für die Heidelberger ist sie einfach die „Alte Brücke“. Schon im Mittelalter gab es hier einen Neckarübergang, erstmals urkundlich erwähnt 1284. Die Holzbrücken der folgenden Jahrhunderte hatten kein langes Leben: Eisgang und Hochwasser rissen sie immer wieder fort, im Pfälzischen Erbfolgekrieg sprengten französische Truppen 1689 eine Vorgängerin. Das Ende der letzten Holzbrücke kam mit dem Eishochwasser vom 27. Februar 1784.
Danach entschied sich Karl Theodor für eine Lösung aus Stein. Gebaut wurde nach Plänen von Mathias Mayer von 1786 bis 1788. Die Kosten von gut 165.000 Gulden finanzierte die Stadt unter anderem über eine Sonderabgabe der Bürger. Die heutige Brücke gilt als die neunte an dieser Stelle.
Kurz vor Kriegsende, am 29. März 1945, sprengte die Wehrmacht zwei Pfeiler, drei Bögen stürzten in den Neckar. Heidelberger Bürger sammelten Spenden für den Wiederaufbau, und bereits am 26. Juli 1947 war die Brücke wieder offen.
Die Brücke ist rund 200 Meter lang und etwa 7 Meter breit, sie ruht auf acht Pfeilern mit neun Bögen. Plane genug Zeit für diese Details ein:
Für die Brücke selbst reichen 20 bis 30 Minuten, mit Fotostopps und einem Abstecher an beide Ufer eher eine Stunde. Tagsüber ist es auf der Brücke oft voll, vor allem an Sommerwochenenden. Am ruhigsten ist es früh am Morgen, wenn das Licht von Osten auf Brücke und Altstadt fällt. Am Abend lohnt sich der Blick vom Neuenheimer Ufer, sobald Schloss und Brücke beleuchtet sind.
Ein guter Tipp: Geh von der Altstadt über die Brücke, nimm auf der anderen Seite den steilen Schlangenweg hinauf zum Philosophenweg und genieße dort den klassischen Panoramablick zurück auf Brücke, Altstadt und Schloss.
Die Alte Brücke ist eine öffentliche Fußgängerbrücke und rund um die Uhr kostenlos begehbar. Ein Ticket brauchst du nicht. Wer mehr über die Geschichte erfahren will, bucht eine öffentliche Altstadtführung von Heidelberg Marketing; Termine und Treffpunkte nennt die Tourist-Information (Stand: Oktober 2026).
Vom Hauptbahnhof Heidelberg fährst du mit dem Bus in die Altstadt: Die Linien 33 und 35 halten an der Haltestelle „Alte Brücke“, die Linie 34 an „Alte Brücke Nord“ auf der Neuenheimer Seite. Vom Bismarckplatz aus sind es zu Fuß rund 20 Minuten durch die Hauptstraße. Mit dem Auto lässt du den Wagen besser in einem der Parkhäuser am Rand der Altstadt stehen, denn die Gassen rund um die Brücke sind eng und Parkplätze knapp.
Kinder haben vor allem am Brückenaffen ihren Spaß, und auf den Neckarwiesen am Nordufer gibt es Platz zum Toben. Hunde dürfen an der Leine mit über die Brücke. Die Brücke ist leicht gewölbt; mit Rollstuhl oder Kinderwagen ist sie grundsätzlich befahrbar, das Kopfsteinpflaster in den Gassen rund um das Brückentor kann aber holprig sein.
Öffentliche Fußgängerbrücke, rund um die Uhr frei zugänglich.
Eintritt frei.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Alte Brücke (Karl-Theodor-Brücke).
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026