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Highlights

  • Historisches Rathaus mit Friedenssaal
  • Bogengänge
  • Täuferkäfige an St. Lamberti
  • Türmerin
  • Lichtermarkt im Advent

Über diesen Ort

Der Prinzipalmarkt in Münster ist die berühmteste Straße Westfalens: eine Reihe schmaler Giebelhäuser aus hellem Sandstein, darunter durchgehende Bogengänge, an einem Ende der gotische Turm von St. Lamberti. Hier steht das Historische Rathaus, in dem 1648 ein Teil des Westfälischen Friedens besiegelt wurde. Wer Münster besucht, landet zwangsläufig hier – und es lohnt sich, nicht nur durchzulaufen, sondern auf Details, Geschichte und die Abendstimmung unter den Arkaden zu achten.

Geschichte: vom Kaufmannsmarkt zur „guten Stube“

Als bürgerliche Marktstraße entwickelte sich der Prinzipalmarkt ab dem 12. Jahrhundert, um 1300 entstanden die typischen Bogengänge. Die Grundstücksgrenzen sind seit etwa 1500 weitgehend unverändert, der Name „Prinzipalmarkt“ – also Hauptmarkt – setzte sich im frühen 17. Jahrhundert durch. Seit dem 15. Jahrhundert sitzen hier ununterbrochen Kaufleute.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Straße zum großen Teil zerstört; das Rathaus brannte am 28. Oktober 1944 aus, kurz darauf stürzte sein Giebel ein. Zwischen 1947 und 1958 bauten die Münsteraner die Häuser auf den alten Parzellen und mit historischen Materialien wieder auf – kein exakter Nachbau, aber ein Ensemble, in dem kein Giebel dem anderen gleicht. Heute ist der Prinzipalmarkt ein Denkmalbereich.

Was du sehen solltest

  • Historisches Rathaus mit Friedenssaal: Die gotische Giebelfassade stammt im Kern aus dem späten 14. Jahrhundert. Im getäfelten Friedenssaal wurde am 15. Mai 1648 der Frieden zwischen Spanien und den Niederlanden beschworen – die Geburtsstunde der unabhängigen Niederlande. Sehenswert sind die 37 Porträts von Herrschern und Gesandten und der „Goldene Hahn“, ein Trinkpokal für neu eingetroffene Diplomaten. Seit 2015 trägt das Rathaus das Europäische Kulturerbe-Siegel.
  • Stadtweinhaus: Der Renaissancebau von 1615 direkt neben dem Rathaus diente als Stadtwaage und Weinlager.
  • St. Lamberti: Am Turm hängen drei eiserne Käfige, in denen 1536 die Leichen der hingerichteten Täuferführer um Jan van Leiden ausgestellt wurden.
  • Die Türmerin: Von Lamberti bläst eine Türmerin – ein Amt, das seit 1379 belegt ist – abends von 21 bis 24 Uhr jede halbe Stunde ins Horn, außer dienstags.
  • Die Bogengänge: Unter den Arkaden bummelst du trocken an Geschäften und Cafés vorbei, ideal bei Regen.

Tickets und Öffnungszeiten

Die Straße selbst ist jederzeit frei zugänglich. Für den Friedenssaal zahlen Erwachsene seit Mai 2024 3 €, ermäßigt 2 €, Kinder bis sechs Jahre sind frei. Nach städtischen Angaben ist der Saal dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende bis 16 Uhr geöffnet, montags geschlossen; bei Empfängen kann er kurzfristig schließen. Am 24. Oktober, dem Jahrestag des Westfälischen Friedens, war der Eintritt zuletzt frei – dann bilden sich oft Schlangen. Prüfe die Zeiten vorab bei der Münster Information im Rathaus. (Stand: Oktober 2026)

Anfahrt und Parken

Vom Hauptbahnhof Münster gehst du rund 15 Minuten zu Fuß in die Altstadt, zahlreiche Stadtbuslinien fahren ins Zentrum. Mit dem Auto nutzt du am besten die Parkhäuser am Altstadtrand, die das Parkleitsystem ausweist. Münster ist Fahrradstadt: Mit dem Rad bist du oft schneller, achte aber auf die vielen Radfahrer, wenn du die Straße überquerst.

Beste Reisezeit und Tipps

  • Abends: Wenn die Giebel angestrahlt sind und die Türmerin bläst, ist die Stimmung am schönsten.
  • Advent: Am Fuß von Lamberti steht der Lichtermarkt, 2026 nach Angaben der Stadt vom 23. November bis 22. Dezember. Weitere Weihnachtsmärkte, etwa im Rathausinnenhof, liegen nur wenige Schritte entfernt.
  • Mit Kindern: Die Käfige am Kirchturm und die Geschichte der Täufer faszinieren auch Schulkinder; die Wege sind eben und kinderwagentauglich.

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Prinzipalmarkt, 48143 Münster

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