Burgen
Hohes Schloss Füssen
Füssen, Bayern
- 1–2 Std.
Burgen
Füssen, Bayern
Das Hohe Schloss der Augsburger Fürstbischöfe thront auf einem Hügel über der Altstadt von Füssen und gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Bayerns. Wer im Innenhof steht, entdeckt das Besondere: Die Erker, Fensterrahmen und Giebel an den Wänden sind zum großen Teil nur gemalt. Während sich die Besucher am Königsschloss Neuschwanstein drängen, findest du hier wenige Kilometer entfernt eine echte spätgotische Burg mit zwei Gemäldegalerien.
Schon in der späten römischen Kaiserzeit stand auf dem Schlossberg das Kastell Foetibus, auf dem heutigen Stadtgebiet lag eine Station der Via Claudia. Im Mittelalter stritten die Bischöfe von Augsburg und die Herzöge von Bayern um die Gegend. 1322 erwarb das Hochstift Augsburg den Burgberg und machte die Burg zum Sitz seines Pflegamts. Ab 1486 ließ Fürstbischof Friedrich II. von Zollern die Anlage umfassend ausbauen, dieser Umbau prägt sie bis heute.
1798/99 diente die Burg als österreichisches Lazarett, danach besetzten sie die Franzosen. Kronprinz Maximilian von Bayern erwog sie als Sommersitz, entschied sich dann aber 1832 für das nahe Schloss Hohenschwangau. Seit 1931 zeigt eine Filialgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen im Nordflügel Kunst.
Für Burg, Galerien und Wehrgang reichen 1 bis 2 Stunden. Direkt unterhalb liegt das ehemalige Kloster St. Mang mit dem Museum der Stadt Füssen, das vom Lauten- und Geigenbau erzählt. Im Winter ist das Schloss nur vormittags offen, plane deinen Besuch dann früh am Tag. Wenn du an einem Tag auch Neuschwanstein besuchst, ist das Hohe Schloss am späten Nachmittag eine ruhige Ergänzung, solange du vor 17 Uhr da bist.
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