Aussichtspunkte
Drachenfels
Königswinter, Nordrhein-Westfalen
- Öffnungszeiten
- Eintritt frei
- 2–4 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
- Mit Hund
Aussichtspunkte
Königswinter, Nordrhein-Westfalen
Der Drachenfels bei Königswinter ist der berühmteste Berg des Siebengebirges und einer der schönsten Aussichtspunkte am Rhein. Auf dem rund 321 Meter hohen Gipfel thront die Ruine der mittelalterlichen Burg Drachenfels, darunter liegen Weinberge, das Märchenschloss Drachenburg und das Rheintal bis Bonn. Ob du mit der historischen Zahnradbahn hinauffährst oder zu Fuß aufsteigst: Der Ausflug verbindet Natur, Geschichte und Sagen und lohnt sich fast das ganze Jahr.
Der Drachenfels ist vulkanischen Ursprungs: Er besteht aus Trachyt, einem Gestein, das schon die Römer hier abbauten. Im Mittelalter wurden Steine vom Drachenfels unter anderem für den Kölner Dom verwendet. Der Abbau setzte dem Berg so zu, dass der preußische Staat 1836 den Steinbruch aufkaufte, um Silhouette und Ruine zu retten. 1922 wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt, heute gehört es zum Naturpark Siebengebirge.
Die Burg Drachenfels ließ der Kölner Erzbischof Arnold nach 1138 errichten, um das Kölner Gebiet nach Süden zu sichern. Im Dreißigjährigen Krieg ließ der Kölner Kurfürst die Anlage 1634 schleifen. Erhalten sind der Bergfried und ein Rest des Palas mit dem sogenannten „Kölner Fenster“.
Der Name lädt zu Legenden ein: Hier soll Siegfried den Drachen erschlagen und in dessen Blut gebadet haben. Belegt ist diese Verbindung zur Nibelungensage nicht, doch sie machte den Berg im 19. Jahrhundert zum Sehnsuchtsort der Rheinromantik. Lord Byron besang die Burg 1816, Heinrich Heine schrieb 1820 ein Gedicht über eine Nacht auf dem Drachenfels. Der Berg gilt im Volksmund als „meistbestiegener Berg Europas“, belastbare Zahlen dafür gibt es allerdings nicht. Bei Niederländern ist er so beliebt, dass er scherzhaft „höchster Berg Hollands“ heißt.
Stand: Oktober 2026
Hinweis: An den Automaten der Tal- und Bergstation ist Kartenzahlung derzeit gestört, nimm also etwas Bargeld mit.
Der klassische Aufstieg führt über den Eselsweg, der an der Rheinpromenade in Königswinter beginnt. Er ist steil, bietet aber die schönsten Ausblicke und führt an Nibelungenhalle und Schloss Drachenburg vorbei. Der Name erinnert an die Esel, die ab 1816 Besucher auf den Berg trugen. Plane für den Aufstieg je nach Kondition etwa eine Stunde ein. Mit Kindern bietet sich an, hinauf mit der Bahn zu fahren und zu Fuß abzusteigen. Für Rollstuhlfahrer ist die Bahn die einzige sinnvolle Möglichkeit; Kinderwagen fahren kostenlos mit.
Mit Bus und Bahn kommst du bequem nach Königswinter: Regionalzüge auf der rechten Rheinstrecke halten am Bahnhof Königswinter, aus Bonn fährt die Stadtbahnlinie 66. Von der Haltestelle sind es nur wenige Minuten bis zur Talstation. Eine Autofähre verbindet außerdem Königswinter mit Bonn-Mehlem auf der anderen Rheinseite.
Mit dem Auto findest du mehrere Parkplätze in der Nähe der Talstation. Der Betreiber rät, wegen Baustellen und Umleitungen der Ausschilderung vor Ort zu folgen und nicht blind dem Navi zu vertrauen.
Berg und Burgruine frei zugänglich; Drachenfelsbahn 1. Oktober bis 1. November 2026 täglich 10–18 Uhr, 2. bis 15. November Mo–Fr 12–17 und Sa–So 11–18 Uhr, danach bis Jahresende nur an Adventswochenenden 12–19.45 Uhr.
Burgruine Eintritt frei; Drachenfelsbahn Berg- und Talfahrt Erwachsene 14 €, Kinder 4–13 Jahre 7 €, einfache Fahrt 12 €/6 €, Familienkarte 35 €, Hunde 2 €.
Drachenfelsstraße 51, 53639 Königswinter (Talstation Drachenfelsbahn)
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Geprüft: Oktober 2026