Berge & Gipfel
Partnachklamm
Garmisch-Partenkirchen, Bayern
- Öffnungszeiten
- 1–4 Std.
- Familienfreundlich
- Parkplatz
- Mit Hund
Berge & Gipfel
Garmisch-Partenkirchen, Bayern
Die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen gehört zu den bekanntesten Schluchten Deutschlands: Auf rund 700 Metern zwängt sich die Partnach durch eine bis zu 80 Meter tiefe Felsspalte, und du gehst auf einem in den Fels gesprengten Steig direkt über dem tosenden Wasser. Seit 1912 ist die Klamm Naturdenkmal, im Winter verwandelt sie sich in eine Galerie aus Eiszapfen. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit – vorausgesetzt, du planst Anreise und Tageszeit klug.
Lange war die Schlucht ein Hindernis. Als Josef Naus 1820 zur Erstbesteigung der Zugspitze aufbrach, musste er die Klamm umgehen. Erst nach einem schweren Windwurf 1885 wurde der Weg interessant: Ein Jahr später entstand der sogenannte Triftsteig aus Eisenträgern und Holzbohlen, über den die Holzarbeiter das Triften überwachten. Bis Anfang der 1960er-Jahre trieb man meterlange Stämme im Frühjahr mit dem Schmelzwasser durch die Schlucht.
Zwischen 1910 und 1912 wurde die Klamm touristisch erschlossen und im selben Jahr zum Naturdenkmal erklärt; ab 1930 war sie auch im Winter begehbar. Ein Staudammprojekt mit einer 110 Meter hohen Mauer scheiterte 1949 am Widerstand der Bevölkerung. Am 1. Juni 1991 donnerten rund 5.000 Kubikmeter Fels am Südende in die Schlucht – seit 1992 umgeht ein 108 Meter langer Tunnel die Abbruchstelle. Heute kommen nach Angaben des Betreibers jährlich mehr als 200.000 Besucherinnen und Besucher.
Der Weg verläuft durchgehend auf der rechten Bachseite, teils unter überhängenden Felsen, teils durch kurze Tunnel. Es tropft und sprüht von den Wänden – eine Regenjacke ist auch an sonnigen Tagen sinnvoll. Typische Eindrücke:
Die Bayerische Umweltverwaltung führt die Partnachklamm als Geotop; 2002 wurde sie als eines der schönsten Geotope Bayerns ausgezeichnet. Seit 2023 überwachen Bewegungssensoren an acht sensiblen Felsbereichen die Wände – ein Projekt mit der TU München.
Die Klamm selbst durchquerst du in etwa einer halben Stunde, mit Fotostopps eher länger. Hinzu kommt der Zustieg vom Olympia-Skistadion: rund 25 Minuten zu Fuß. Wer mehr Bewegung möchte, verbindet die Klamm mit einer Rundwanderung über Graseck oder hinauf zum Eckbauer; dafür solltest du zwei bis vier Stunden einplanen. Achtung: Der Weg Richtung Vordergraseck ist laut Betreiber vom 21.09. bis 20.11.2026 wegen Bauarbeiten gesperrt.
Am vollsten wird es an Sommerwochenenden und bei Regen, wenn viele Urlauber ein Schlechtwetterziel suchen. Der Betreiber empfiehlt Gruppen, vor 10:30 Uhr oder nach 15:30 Uhr zu kommen – ein Tipp, der auch für alle anderen gilt.
Stand: Oktober 2026. Die Klamm ist ganzjährig geöffnet:
Am 12. und 15. Oktober 2026 öffnet die Klamm wegen Bauarbeiten erst um 12 Uhr. Erwachsene zahlen 10 €, mit Gästekarte der umliegenden Orte 9 €, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 5 €. Auch Hunde kosten 5 €. Tickets kaufst du online und zeigst den QR-Code an der Schranke. Wichtig: In der Schlucht gibt es weder WLAN noch Mobilfunk – speichere das Ticket vorher auf dem Handy. Bei Eisschlag, Hochwasser oder Schneeschmelze kann die Klamm kurzfristig schließen; ein Blick auf die Website am Morgen lohnt sich.
Mit dem Auto fährst du über die A95 aus Richtung München nach Garmisch-Partenkirchen und folgst den Schildern zum Olympia-Skistadion. Dort liegt der nächstgelegene, kostenpflichtige Parkplatz, der an Wochenenden schnell voll ist. Ausweichen kannst du auf das Parkhaus Badgasse oder Parkplätze im Ort.
Bequemer ist die Bahn: Von München Hauptbahnhof erreichst du Garmisch-Partenkirchen mit der Werdenfelsbahn in etwa anderthalb Stunden. Vor dem Bahnhof fahren die Ortsbusse 1/321 und 2/322 in rund zehn Minuten zum Skistadion. Alternativ ist eine Pferdekutsche eine nette Abkürzung für das letzte Stück.
Für Familien ist die Klamm ein Erlebnis, allerdings mit Einschränkungen: Kinderwagen und Buggys sind verboten, eine Kraxe ist die bessere Wahl. Rollstühle und Rollatoren passen nicht durch die engen, nassen Passagen. Hunde dürfen an der Leine mit. Drohnenflüge sind untersagt.
Zur Stärkung bieten sich die Pitznerhütte direkt am Eingang, das Olympiahaus am Skistadion oder die Berggasthöfe auf Graseck und am Eckbauer an.
Lohnende Ziele in der Nähe:
Zeiten gültig bis 31. Mai 2027
Juni bis September täglich 8–20 Uhr, Oktober bis Mai täglich 8–18 Uhr; letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung, kurzfristige Schließungen aus Sicherheitsgründen möglich (am 12. und 15.10.2026 erst ab 12 Uhr).
Erwachsene 10 €, mit Gästekarte 9 €, Einheimische 8,50 €, Kinder und Jugendliche (6–17 Jahre) 5 €, Menschen mit Behinderung (ab GdB 50) 5 €, Hunde 5 €; Gruppen ab 15 Personen 9 €/4 €; Tickets online mit QR-Code oder an der Kasse.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026